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Wilhelma Die Flusspferde sollen am Neckar baden

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So sieht unser Karikaturist Wolfgang Horsch die Idee einer Erweiterung der Wilhelma Foto: Horsch

Stuttgart - Er hat nicht einen Stein ins Wasser geworfen, sondern ein ganzes Flusspferd. Georg Fundel, Vorsitzender des Wilhelma-Freundeskreises, entwickelt mit einigen Gleichgesinnten Pläne, wie die Wilhelma an den Neckar rücken könnte. Und sich dort die Flusspferde tummeln könnten.

Die Stadt am Fluss – das hört sich gut an und wird immer wieder gerne in die Diskussion geworfen, wenn es um die Entwicklung Stuttgarts geht. Die Stadt am Fluss. Noch vor dem Trump-Tower, jenem geplanten, aber nie realisierten Hochhaus auf dem Pragsattel, ist dies aber auch das Luftschloss der Stadtplanung schlechthin. Der Neckar hat Legionen von Architekten beschäftigt. Karten wurden gezeichnet, Pläne erstellt, Wettbewerbe ausgeschrieben, Ergebnisse gelobt und trotzdem verworfen. Einige Abschnitte in Bad Cannstatt hat man renaturiert, auch in Hofen wurde das Kanalbett aufgebrochen. Anderswo lösen bereits Gedankenspiele Ärger aus. Das Strukturkonzept Neckartal beinhaltete Wohnen und Freizeit am Wasen und im Hafen. Prompt schalt die Wirtschaft dies als „doktrinäre Pläne“.

Auch fürs Neckarknie in Cannstatt entwickelt man seit Jahrzehnten Visionen, wie der Rosensteinpark an den Fluss heranrücken könne. Die Bürgerinitiative Neckarvorstadt etwa träumte einmal von einem durchgängigen Grünzug vom Rosensteinpark über die Wilhelma zum Neckar ohne breite Bundesstraße. Der Bau eines Tunnels am gegenüberliegenden Neckarufer als Ersatz wurde dann wegen zu hoher Kosten verworfen.

Neckartalstraße wird zurückgebaut

Der neueste Vorschlag stammt von Georg Fundel, in Personalunion Chef des Flughafens und ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma. Als solcher hat er am Dienstag die Eröffnung des Menschenaffenhauses genutzt, um auf „eine historische Chance“ hinzuweisen. Durch den Bau des Rosensteintunnels unter dem Rosensteinpark ergebe sich die Möglichkeit für den Zoo, an den Neckar heranzuwachsen. Denn: Weil der Verkehr bald im Tunnel zum Pragsattel rollt, wird die Neckartalstraße auf zwei Spuren zurückgebaut. Zudem wird die Stadtbahnhaltestelle vor den Eingangspavillon verlegt.

Das heißt, um von der Wilhelma bis ans Neckarufer zu gelangen, müsste man 15 Meter Straße und Schienen überwinden. Dies wäre auf verschiedenen Wegen möglich. Etwa, indem man Straße und Schienen in einen Tunnel legt. Fundel: „Das ist natürlich die teuerste Lösung.“ Er kann sich aber auch eine Unterführung vorstellen, in der sich Terrarien oder Aquarien unterbringen ließen und die also mithin Teil der Wilhelma wäre. Durch diese Unterführung gelangte man ans Neckarufer. Wo allerdings noch der Anlegesteg des Neckar-Käpt’n verlegt werden müsste. Denn just dort, so Fundel, solle die neue Anlage der Flusspferde entstehen. Fundel: „Dass das geht, ist klar. Die Frage ist, was es kostet?“ Und ob man sich das leisten will.

Ohne die Stadt Stuttgart geht nichts

Mit den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) hat er Kontakt aufgenommen, ob man die Haltestelle je nach Plan tiefer legen oder erhöhen könne. Im Institut von Stadtplaner Werner Sobek werden Diplomanden Pläne dazu entwickeln. „Bis Jahresende wollen wir die Vorstellungen präzisiert haben und unsere Pläne samt Kosten vorlegen können.“

Ohne die Stadt Stuttgart geht an dieser Stelle freilich nichts. Das Gelände bis zu den Anlegestellen der Rundfahrtschiffe ist weitgehend in städtischem Besitz. Sprich: Die Stadt übt hier die Planungshoheit aus. „In dem Bereich gibt es unglaublich viele Mitspieler“, sagt Heinz Sonntag vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung: der Bund, weil der Neckar eine Bundeswasserstraße ist, die Bahn, weil sich hier durch die neue Eisenbahnbrücke eine Schnittstelle zum Projekt Stuttgart 21 befindet, die Denkmalschützer, weil die historische Wilhelma mit Maurischer Wand und Eingangspavillon endet, und nicht zuletzt die Europäische Union (EU), weil der Rosensteinpark ein von der EU ausgewiesenes Artenschutzgebiet ist. Die Debatte um den Juchtenkäfer im Zuge von Stuttgart 21 dürfte vielen noch präsent sein.

Nils Schmid, als baden-württembergischer Finanzminister zuständig für die Wilhelma, hat immerhin nicht sofort abgesagt, sondern will warten, „welche Ideen der Verein entwickelt..

 
 

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