Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Wildbret Naturschützer fordern bleifreie Jagd

Von
Ist Wildbret giftig? Naturschützer fordern ein Verbot von Bleimunition. Foto: Klein

Oberndorf - Wenn Jäger zur Tat schreiten, verschießen sie reichlich Bleimunition – eine hochgiftige Praxis, wie Naturschützer meinen. Feinste Bleipartikel könnten im Wildfleisch stecken bleiben und damit nicht nur Menschen, sondern auch Greifvögel gefährden.

Ist das Fleisch nun giftig oder nicht? Über diese Frage streiten Experten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam 2011 zum Schluss, dass der regelmäßige Verzehr von Wildfleisch – so es denn mit Bleimunition erlegt wurde – »die Gesundheit der Verbraucher gefährden« könne. »Besonders gefährdet« seien Ungeborene und Kinder bis sieben Jahre sowie »Jägerhaushalte«, in denen Wildbret häufig auf den Tisch komme.

Nur wenige Wochen später meldete sich die Bundesregierung. Bei einem »Normalverzehr« von Wildbret, also ein- bis zweimal im Jahr, könne man nicht von einem Gesundheitsrisiko sprechen.

Die Naturschützer im Südwesten fordern eine bleifreie Jagd. Ihr Argument: Nicht nur der Mensch müsse mit negativen Auswirkungen rechnen, auch Greifvögel seien gefährdet. Der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann richtet nun einen Appell an Agrarminister Alexander Bonde (Grüne). »Bleifrei an der Tankstelle ist Standard. Jetzt brauchen wir auch bleifrei in Wald und Feld.«

Die Forderung kommt zum taktisch passenden Zeitpunkt. Denn Ende September trifft sich die Agrarministerkonferenz. Ein Tagesordnungspunkt: »Verwendung bleifreier Büchsenmunition«. Im baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium gibt man sich noch bedeckt. Aber selbst wenn sich die Agrarminister nicht auf ein Verbot einigen: Zumindest im Staatswald von Baden-Württemberg wird bald nicht mehr mit Blei geschossen. Zwar macht der Staatswald nur 24 Prozent des Waldes im Südwesten aus – doch er soll ab dem Frühjahr mit dem international anerkannten FSC-Zertifikat ausgezeichnet sein. Eine gewisse Menge an totem Holz muss liegen bleiben, der Einsatz von Chemie ist verboten – und auch der Einsatz bleihaltiger Munition.

Artikel bewerten
0
loading

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.