Nach dem rekordverdächtigen Coronajahr 2020 ist der Wasserverbrauch in Foto: Priestersbach

Der Wasserverbrauch in Wildberg hatte sich nach dem Rekordjahr2020 im vergangenen Jahr wieder auf das normale Niveau der Vorjahre eingependelt.

Wildberg - In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierten Kämmerer Andreas Bauer sowie Wassermeister Werner Schanz über Zahlen und Fakten rund um die Wasserversorgung. So sank die verkaufte Wassermenge im Vorjahr um 42 286 Kubikmeter und erreichte mit 445 750 Kubikmetern ungefähr wieder die Zahlen von 2019. Wie Andreas Bauer dazu feststellte, wurde im Pandemie-Jahr 2020 im Bereich der Wasserversorgung ein extrem hoher Wasserverkauf verbucht. Dazu geführt hatten unter anderem Faktoren wie die hohen Hygienestandards, mehr Homeoffice und deutlich weniger Urlaubsreisen.

Wildberger brauchen knapp 120 Liter pro Tag

Der rechnerische Wasserverbrauch pro Einwohner und Tag lag im vergangenen Jahr wieder bei 117,8 Litern – 2020 waren es noch rekordverdächtige 129,2 Liter. Wie Andreas Bauer dazu ausführte, entfallen statistisch alleine 33 Liter pro Einwohner täglich auf die Toilettenspülung und weitere 40 Liter auf Duschen und Baden. Im Vergleich zu anderen Industriestaaten sei der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch als positiv zu betrachten, doch bestehe nach wie vor Einsparpotenzial, wozu jeder beitragen könne. Zwar sei das Wasser ein Teil der Daseinsvorsorge, gleichwohl aber auch ein knappes Gut.

Vor diesem Hintergrund wies der Kämmerer darauf hin, dass der Gemeinderat in nächster Zeit wichtige Entscheidungen für die Wasserversorgung der nächsten fünf bis zehn Jahr treffen müsse.

6,5 Prozent gehen verloren

Ein Thema bei der Vorstellung der Wasserbilanz sind immer auch die Wasserverluste. Nach einem Rekordwert von 12,9 Prozent im Jahr 2013 konnten die Wasserverluste in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden – 2021 lag der Wert bei 6,5 Prozent. Wasserverluste unter zehn Prozent seien für einen Eigenbetrieb wie die Wildberger Wasserversorgung mit ihrem extrem weiträumigen Leitungsnetz als sehr gut einzuordnen.

"Da sind wir richtig gut unterwegs", machte Andreas Bauer deutlich, dass die Wasserverluste beispielsweise in Bulgarien bei rund 50 Prozent lägen. Doch sei das Personal um Wassermeister Werner Schanz bei Wasserrohrbrüchen ständig damit beschäftigt, diese aufzuspüren und zu beseitigen. So wurden 2021 insgesamt 21 Rohrbrüche behoben.

Rolf Dittus von den Freien Wählern betonte nach der Präsentation: "Unsere Wasserbilanz kann sich sehen lassen."