Die "Hardt Stompers" treten in der Wildberger Klosteranlage auf. Foto: Stöß

Die Stadt Wildberg beteiligt sich an diesem Sonntag am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Gleichzeitig feiert der örtliche Schwarzwaldverein sein Herbstfest in der Klosteranlage.

Wildberg - Denkmale sind Zeugen vergangener Geschichten ihrer Bewohner und Erbauer. Ihre Bausubstanz steckt voller Beweismittel. Historische Narben, Ergänzungen und Weiterentwicklungen erzählen viel über ein Bauwerk und seine Bewohner. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, geht der Frage nach, welche Erkenntnisse und Beweise sich durch die Begutachtung der originalen Denkmalsubstanz gewinnen lassen. Welche Spuren hat menschliches Handeln über die Jahrhunderte hinweg und viele Zeitschichten hindurch hinterlassen? Welche "Taten" wurden im und am Bau verübt? Und welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus? Unter dem Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz" lädt der Aktionstag dazu ein, sich auf Spurensuche zu begeben und Geschichte und Geschichten am Denkmal zu ermitteln.

In Wildberg sind vor allem die Kirchen interessant, wenn es um die Jahrhunderte geht, die ins Land zogen. Deshalb stehen diese wieder im Fokus der Führungen, mal mit mehr, mal mit weniger Bezug zum bundesweiten Motto. Die Stadtverwaltung hat – zusammen mit den Kirchengemeinden und weiteren Akteuren – wieder ein buntes Programm zusammengestellt.

Spuren verschiedener Epochen

In der Wildberger Martinskirche stellt Hansjörg Hummel ab 14 Uhr das religiöse Kleinod von 1467 vor. In dieser Kirche sind Spuren verschiedener Epochen zu bewundern, die zeigen, wie sich die Kirche im Lauf der Zeit gewandelt hat.

Im Stadtteil Effringen wird Ortsvorsteher Uwe Traub ab 14 Uhr am Treffpunkt an der Kirche "Unserer lieben Frau" zunächst einen geschichtlichen Rückblick zur Kirche und zum Ort geben und anschließend einen kleinen Rundgang durch Effringen unternehmen. Die Führung dauert etwa 90 Minuten, endet an der Dorfkneipe Lausbua und ist sowohl für Neubürger als auch für Einheimische geeignet. In Effringen wird durch den "Wegzug" des Effringer Schlössles nach Gutach deutlich, wie weitreichend Denkmalpflege gehen kann.

Im Kirchengarten warten Kaffee und Kuchen

In den Stadtteilen Gültlingen und Sulz am Eck wird eine gemeinsame Wanderung von Michaelskirche zu Michaelskirche angeboten. Um 14 Uhr ist die Gültlinger Michaelskirche der Treffpunkt und es gibt die Gelegenheit zur Besichtigung der Kirche. Ab 14.30 Uhr geht es mit Timo Roller Richtung Sulz über den Kapf. Währenddessen wird in Sulz im Kirchgarten ab 14.30 Uhr bereits Kaffee und Kuchen angeboten. Auch hier ist die Kirche zur Besichtigung geöffnet. Um 14.45 Uhr und noch einmal um 16.15 Uhr – nach dem Eintreffen der Wanderer – gibt es Erklärungen zur Kirche von der Sulzer Ortshistorikerin Heide Dittus.

Auch in der Kleidung finden sich Spuren

Von 14 bis 17 Uhr ist in Wildberg das Museum im Kloster Maria Reuthin geöffnet. Herbert Bantle führt ab 15.30 Uhr unter dem Motto "KulturSpuren in der Kleidung des 19. Jahrhunderts" durch die Trachtenausstellung im Obergeschoss.

Für das leibliche Wohl und die musikalische Unterhaltung sorgt wie in den vergangenen Jahren der Schwarzwaldverein Wildberg mit seinem Herbstfest und der Band "Fifty Two" ab 14 Uhr im Klosterhof, bereits morgens spielen die "Hardt Stompers" Jazz innerhalb des Kulturprogrammes der Stadt Wildberg – dazu gibt es ein Weißwurst-Frühstück.