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Wildberg Wildberger lernen französischen Schulalltag kennen

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Foto: Foto: Schwarzwälder Bote

Im März dieses Jahres lernten Schüler aus Digne les Bains bei deutschen Gastfamilien Schwarzwälder Lebensgewohnheiten und das Schulleben am Bildungszentrum Wildberg kennen. Nun brachen 13 junge Wildberger zum Gegenbesuch auf.

Wildberg. Begleitet von zwei Lehrkräften, reisten 13 Schüler des Wildberger Bildungszentrum zum Schüleraustausch nach Digne les Bains, der Hauptstadt des Departments Alpes-de-Haute-Provence. Der Name des Departements erlaubt bereits Rückschlüsse auf die besondere geografische Lagt. Einerseits wird diese Region durch die südlichen Gebirgszüge der französischen Alpen geprägt, gleichzeitig liegt sie in direkter Nachbarschaft zu den fruchtbaren Tälern und Hochebenen der Provence. Im Verlauf des Austauschs erhielten die Schüler zahlreiche Gelegenheiten, diese außergewöhnliche Region bei gemeinsamen Gruppenausflügen und Aktivitäten ihrer Gastfamilien zu erkunden.

Beim offiziellen Empfang im Rathaus wurde die große Bedeutung der deutsch-französischen Austauschprogramme für Jugendliche betont, denn nur durch gegenseitiges Kennenlernen kann Verständnis und Freundschaft entstehen. Im Anschluss fand bei Getränken und Gebäck ein reger Austausch statt.

Während der Schulwoche begleiteten die deutschen Jugendlichen ihre Austauschpartner in den jeweiligen Unterricht. Schnell bemerkten sie, dass die Schulabläufe in Frankreich anders organisiert sind als bei uns. Besonders gefragt waren jetzt Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf andere Gepflogenheiten einzulassen. Von Vorteil waren solide Vokabelkenntnisse, denn so konnten in den Klassen auch mit anderen Schülern schnell Kontakte geknüpft werden.

Zehn Tage vergehen wie im Flug

Insgesamt waren die französischen Jugendlichen und Kollegen sehr aufgeschlossen, Neues über ihre deutschen Gäste zu erfahren. Im Sport und in den Pausen ergaben sich vielfältige Anknüpfungspunkte.

Neben der Teilnahme am Schulalltag waren auch gemeinsame Ausflüge Teil des Austauschprogramms. Diese boten zahlreiche Gelegenheiten, Land und Leute sowie die Tradition der Region näher kennenzulernen. Insbesondere der Besuch einer Porzellanmanufaktur mit ausführlicher und charmanter Führung durch die Produktionsstätten bot den Besuchern einen Einblick in die Herstellungsschritte des seit Jahrhunderten ausgeübten Handwerks.

Der Geruchs- und Geschmackssinn waren beim Besuch des Lavendelmuseums und einer Olivenölplantage gefragt. Hier lernte die Reisegruppe, dass viel Detailwissen für die Produktion eines qualitativ hochwertigen Olivenöls nötig ist. Der Inhaber der Ölmühle verriet den Jugendlichen auch einige Tipps, um zukünftig gutes Olivenöl erkennen zu können und lud anschließend zur Verkostung ein.

Weitere Ausflugsziele waren eine Wanderung zur Kapelle Saint Pancrace sowie eine Wanderung über die beeindruckenden Felsformationen von Les Mées.

Vielen Schülern wird der Ausflug an den See Ste. Croix sicher in besonderer Erinnerung bleiben. Bei bestem Wetter und guter Stimmung erkundeten deutsch-französische Tretbootteams selbstständig die atemberaubenden Felslandschaft der Verdon-Schlucht.

Die zehn Tage in Frankreich vergingen wie im Flug, und viele Austauschschüler waren traurig, wieder die Heimreise antreten zu müssen. Einen Grund zur Freude bietet der Ausblick auf zukünftige Ferientermine, denn einige Familien haben Einladungen für weitere Besuche ausgesprochen.

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