Kommen bald LED-Straßenlaternen nach Wildberg? Der Gemeinderat will sich nun mit einer Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik befassen. Foto: 1000 Words/Symbolbild

Energieeinsparung Thema im Ausschuss. Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung angedacht.

Wildberg - Mit baulichen Maßnahmen zur Energieeinsparung beschäftigte sich der Technische Ausschuss des Wildberger Gemeinderats. Beschlossen wurde am Ende, sich zunächst mit der möglichen Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik zu befassen.Wie Bürgermeister Ulrich Bünger in Erinnerung rief, war aus den Reihen des Gemeinderats bereits verschiedentlich angeregt worden, das Thema energetische Sanierung von städtischen Gebäuden aufzugreifen und Einsparpotenziale zu prüfen. In einem ersten Schritt sollte nun dargestellt werden, welche Optimierungsansätze sich mit Blick auf städtische Gebäude ergeben und welche Potenziale sich darstellen lassen.

Allerdings machte der Rathauschef ebenfalls deutlich: "Wir müssen uns grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass wir Geld in die Hand nehmen müssen, wenn energetisch etwas bewegt werden soll". Mit Blick auf weiter steigende Energiepreise stelle sich die Frage, ob der Gemeinderat bereit sei, für energetische Maßnahmen, die sich amortisieren, auch Kredite aufzunehmen.

"Grundsätzlich sage ich ja dazu, wenn sich solche Maßnahmen innerhalb von zehn Jahren amortisieren", erklärte Rolf Kugel. Wie der CDU-Stadtrat hinzufügte, wäre die LED-Straßenbeleuchtung allerdings ein Thema, wo man in Sachen Amortisierung "schneller zum Erfolg kommen kann".

"Zehn Jahre sind mir zu lange, aber eine Amortisierung innerhalb von fünf Jahren wäre eine Hausnummer", meinte Horst Aichele (FWV) und wusste, dass es gerade bei der Straßenbeleuchtung Projekte gibt, "die sich bereits nach drei Jahren rechnen".

Vor diesem Hintergrund verwarf der Ausschuss jetzt Überlegungen, Planungsangebote für eine energetische Sanierung der Wildberger Grundschule oder für die Errichtung einer Warmwasserbereitungsanlage mittels Solarthermie im Bildungszentrum der Schäferlaufstadt einzuholen. Wie Karl-Heinz Schaible (CDU) dazu anmerkte, sei die energetische Sanierung bei Umbaumaßnahmen zwar gesetzlich vorgeschrieben, "aber ohne Not bei Gebäuden anzufangen, wäre Luxus". SPD-Rat Rolf Läpple war ebenfalls der Meinung, sich nur bei Projekten, die ohnehin anstehen, mit dem Thema Energie zu befassen.

Bünger nahm den Ball prompt auf, zumal "sich bei den LED-Leuchten in den letzten fünf Jahren einiges getan hat". Bei nächster Gelegenheit will sich das Gremium nun über die Amortisierung der LED-Straßenbeleuchtung informieren lassen. "Bei den Gebäuden werden wir anlassbezogen reagieren", fasste der Rathauschef die Stimmung im Gremium zusammen.

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