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Wildberg Waldwagen soll vor Wetterkapriolen schützen

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Einweihung in strömendem Regen: Der Waldwagen des Kindergartens Schönbronn wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Die feierliche Inbetriebnahme des neuen Waldwagens für den Kindergarten Schönbronn wurde eine feuchte Angelegenheit. Der Himmel hatte kein Erbarmen und schüttete Regen über die Festgäste aus.

Wildberg-Schönbronn. Zwischen Effringen und Schönbronn, mitten im Wald, auf dem Waldstück "Hasenmerkle", steht seit kurzem ein nagelneuer Waldwagen. Er ist gleichzeitig Anlaufstelle und "Dach über dem Kopf" für die Waldkinder des Kindergartens Schönbronn. Im Rahmen des neuen Naturkonzeptes wird eine 25-köpfigen Kindergartengruppe an drei Tagen in der Woche Zeit im Wald verbringen. Die restlichen Tage sind die Kinder im Kindergarten untergebracht.

Intensive Planungs- und Vorbereitungsarbeiten gingen der Einweihung des Waldwagens voraus. In das Projekt hat die Stadt Wildberg rund 50 000 Euro investiert. Der Bauhof rückte mit Bagger und Gerätschaften an und verwandelte das Stück Wald, in dem der Wagen aufgestellt wurde, in eine einladenden Lichtung. Dort finden die Kinder rund um den Holzwagen Platz und Raum, um den Wald zu entdecken, zu erleben und in freier Natur zu spielen.

"Könnt ihr den Wald riechen", wollte Bürgermeister Ulrich Bünger bei der Einweihung von den Kindern wissen. Und ja, er verbreitete einen angenehmen Duft, zu dem sich die Regentropfen gesellten und Frische vermittelten.

Zahlreiche Beteiligte, darunter Gemeinderäte, Eltern, Großeltern, Freunde und der Förster hatten sich rund um den Waldwagen versammelt, um gemeinsam die Inbetriebnahme zu feiern. "Seit zwei Wochen sind wir schon im Wald unterwegs und haben das bisher – auch wettermäßig – ausschließlich positiv erlebt", blickte Kindergarten-Leiterin Susanne Aupperle auf die ersten Erfahrungen zurück. Für die gesamte Einrichtung war es eine riesige Freude, dass es endlich losging. "Bei Wind, Wetter und natürlich auch bei Regen", so lautet die Devise der "Waldkinder" innerhalb des Naturkonzeptes. Aupperle wusste auch zu berichten, dass das Konzept bis jetzt schon sehr gut angenommen wurde und mit jeweils 25 Kindern auf die nächsten zwei Jahre ausgebucht sei.

"Das Projekt wäre ohne die Stadt Wildberg und deren umfangreiche Unterstützung gar nicht möglich gewesen", so Aupperle. Dafür waren die Kinder und ihre Betreuer äußerst dankbar. Sie zeigten zur Eröffnung einen Schmetterlingstanz, den sie mit Musikpädagogin Ursula Staenglen im Rahmen der Kooperation "Singen, Bewegen, Spielen" eingeübt hatten.

Den Auftakt der Feier gestalteten die Kinder mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten. Rasseln, Trommeln, Hölzer und Glocken begleiteten bei den vorgetragenen Geschichten um den Wald.

Bürgermeister Ulrich Bünger verzichtete auf eine förmliche Ansprache. Er setzte sich zu den Kindern auf die aus Holzstämmen gestalteten Sitzgelegenheiten vor dem Wagen und munterte sie zum Klatschen auf. Geklatscht wurde mehrfach und laut für alle, die mitgeholfen und dazu beigetragen hatten, dass der Waldwagen seinen Standort bekommen hat und damit das Naturkonzept endlich starten konnte. Freuen dürfen sich die Kleinen auf drei Tage in der Woche Spiel und Spaß im Wald. Der Wagen ist dabei Rückzugsort und „Schutzhütte“ in einem. Im Inneren sind Klapptische und –bänke sowie Regale, in denen Material zum Basteln und Spielen deponiert wird. Ganz in der Nähe des Wagens wurde auch eine Toilette aufgestellt. In der kalten Jahreszeit wird der Wagen mit einer Gasheizung befeuert. Momentan kommt er noch ohne Wasser und Strom aus.

Auch Ortvorsteher David Mogler war erfreut, dass das Abenteuer Wald für die Kinder des Kindergartens Schönbronn jetzt auf dieser Lichtung starten kann. Lernen und leben in der freien Natur stehen dabei im Vordergrund.

Der Liederkranz Schönbronn, unter der Leitung von Günter Schneider, umrahmte die Feier musikalisch und sang "Geh aus, mein Herz" und "Zwei kleine Wölfchen".

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