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Wildberg Trauer um Unternehmer Karl Hölzel

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Karl Hölzel ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: Privat

Wildberg -  Mit Karl Hölzel hat die Stadt Wildberg einen ihrer profiliertesten Unternehmer verloren. Der gebürtige Chemnitzer starb am Ostersamstag im Alter von 82 Jahren.

Nach Wildberg kam Karl Hölzel vor 60 Jahren. Im Jahr 1960 verlegte er den von seinem Vater 1931 in Chemnitz gegründeten Betrieb wegen der politischen Umstände in der damaligen DDR in den Schwarzwald. In einer ehemaligen Malerwerkstatt nahm der Jungunternehmer mit vier Mitarbeitern auf 45 Quadratmetern die Fertigung auf. Sechs Jahrzehnte und einen Umzug an die Calwer Straße später beschäftigt Hölzel Stanz- und Feinwerktechnik 75 Angestellte, das Unternehmen ist auf eine Fläche von rund 5000 Quadratmeter angewachsen.

Seit 2006 in dritter Generation von Sohn Boris Hölzel und Tochter Ulrike Hölzel geleitet, ist Hölzel Stanz- und Feinwerktechnik spezialisiert auf die Projektberatung sowie die Konstruktion und Fertigung von Hochleistungswerkzeugen, die zur firmeninternen Serienproduktion von Stanzteilen verwendet werden. Zu den Abnehmern zählen namhafte Hersteller in der Elektro-, Telekommunikations-, Fahrzeug-, Uhren- und Medizintechnik-Industrie in aller Welt.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens ist untrennbar mit der Person Karl Hölzel verbunden. Geboren an Silvester 1937 in Chemnitz, zeigte er schon als Kind ein ausgeprägtes Interesse an Technik. Seine Ausbildung zum Werkzeugmacher absolvierte er im väterlichen Betrieb. Im Alter von 20 Jahren war er jüngster Meister im Stadtbezirk Chemnitz.

Nach der Verlegung des Familienunternehmens nach Wildberg widmete er sich gemeinsam mit seiner Frau Ingrid dem Ausbau der Firma. Ausschlaggebend für das Gelingen war – neben unermüdlichem Einsatz –, dass sich in Karl Hölzel außergewöhnlicher Erfinder- und Unternehmergeist mit großem Hang zu Präzision vereinten.

Obwohl er die Schäferlaufstadt zur neuen Heimat erkoren hatte, schmerzte den Wahl-Wildberger doch der Verlust der alten Heimat. Viele Weggefährten und Bekannte – insbesondere aus der Berliner Gegend – folgten ihm in den Schwarzwald und wurden dort heimisch.

Und obwohl der Aufbau eines Unternehmens Kraft und Einsatz fordert, reichten Karl Hölzels Interessen weit über seine Firma hinaus. Eine große Rolle spielte Musik in seinem Leben – er liebte insbesondere Opern und Operetten. Sportlichen Ausgleich fand er viele Jahre beim Reiten und Skifahren. Außerdem war er ein ausgesprochener Autonarr. Schon im jugendlichen Alter von zwölf Jahren durfte er den Wagen seines Vaters von einer Messe in Leipzig nach Hause lenken – während der Vater auf dem Beifahrersitz schlief.

Außerdem vermisste er das Stadtleben – bis ins hohe Alter fuhr er gerne nach Stuttgart oder München.

Karl Hölzel starb am Ostersamstag im Alter von 82 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau, zwei Töchter,einen Sohn und fünf Enkel. Die Trauerfeier fand wegen der Corona-Situation im engsten Familienkreis statt.

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