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Wildberg Statt schnellem Fahren ist Geschick gefragt

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Über Stock, Stein und Paletten: Beim Ferienprogramm auf dem Trialgelände testeten die Kinder ihr Motorradgeschick. Foto: Schneeberg Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Vicky Schneeberg

Wildberg-Sulz. Für gewöhnlich sitzen Zehnjährige nicht allzu oft auf einem Motorrad. Auf dem Trialgelände Lengenloch ist das aber ein ganz normales Bild. Die Kinder, die dort im Rahmen des Ferienprogramms zu Gast waren, absolvierten allerdings ihre ersten Fahrstunden. Eine Erfahrung, die für eine Menge Nervenkitzel sorgte – aber auch für viel Spaß.

Der Verein MSC "Falke" Sulz bot mutigen Jungen und Mädchen die Möglichkeit, die Kunst des Trial-Motorradfahrens zu erlernen. Zehn Kinder wagten, dabei ihr Können unter Beweis zu stellen. Erfahrung auf diesem Gebiet hatte keines von ihnen, nur ein Junge erzählte, er sei schon mit dem Motorrad des Nachbarn gefahren.

Sportleiter Klaus Blöcher erläuterte in diesem Zusammenhang allerdings, dass es Unterschiede zwischen den Motorradarten gebe. "Die Fahrtechnik hier ist anders als auf der Straße. Man legt sich zum Beispiel nicht in die Kurve, sondern dagegen", sagte der Sportleiter, "außerdem gibt es keinen Sattel, weil grundsätzlich im Stehen gefahren wird." Darüber hinaus erklärte er: "Trial ist ein Sport, bei dem es auf Geschicklichkeit und nicht auf Schnelligkeit ankommt. Ziel ist es, besonders schwieriges Gelände fehlerfrei zu fahren, aber nicht zu rasen."

Dann wurden die Kinder, je nach Körpergröße, in vier Gruppen eingeteilt. Die Motorräder, die zur Verfügung standen, unterschieden sich nämlich ein wenig in Größe und Handhabung. Die Kleinsten hatten es am einfachsten, weil sie auf einem Elektro-Trial-Motorrad fahren konnten. Sie mussten also nur auf ihre Balance und das richtige Tempo achten – was jedoch schwierig genug war. Für alle anderen Teilnehmer kam darüber hinaus die Bedienung der Kupplung hinzu.

Die Kinder wurden von den Vereinsmitgliedern und Sportlern langsam an die Basics der Motorräder herangeführt. Sie lernten die wichtigsten Teile und Funktionen kennen. Dabei wurde ihnen auch erklärt, dass die Trial-Motorräder mit einem Gewicht von rund 70 Kilogramm relativ leicht sind. "Die Tanks sind sehr klein, es gibt einen Kickstarter und kaum Elektronik. Durch das geringe Gewicht kann man sich im Gelände nämlich viel besser bewegen", informierte Guido Klenner die Kinder.

Schließlich ging es los. Die Kinder durften sich auf das Trial-Motorrad schwingen und ihr Gefühl für die richtige Mischung aus Kupplung und Gas testen. Anfangs liefen die erfahrenen Sportler nebenher, um Hilfestellung zu geben. Doch nach und nach hatten die Kinder den Dreh raus und konnten selbstständig ihre Runden drehen.

Einige von ihnen schienen eine Menge Potenzial zu haben. Wer bereits ausreichend Feingefühl für sein Motorrad hatte, durfte leichte Geländepassagen meistern. Dass dabei Stürze nicht ausblieben und manchmal die Kontrolle über das Motorrad verloren ging, war ganz normal. Zu Verletzungen kam es aber nicht.

"Ich hatte zuvor keinerlei Motorraderfahrung, aber mein Onkel fährt Motorrad, was ich auch schon immer machen wollte", berichtete Teilnehmerin Josefine, "es macht richtig Spaß und ich kann es nur weiterempfehlen." Die Zwölfjährige überlegt sich nun, ob sie im Verein weitermachen möchte.

Wer regelmäßig und diszipliniert trainiert, kann meist schnell mehr, als nur über Hügel zu fahren oder auf flache Paletten zu springen. Das bewiesen die Profis, die allerlei Kunststücke auf ihren Trial-Motorrädern zeigten.

Die Kinder schienen sich sehr für den Sport zu interessieren – zumindest wollten sie gar nicht mehr mit dem Training aufhören und stellten allerlei Fragen rund um die hohe Kunst des Motorradfahrens. Vielleicht hat der Verein deshalb auch bald ein paar Mitglieder mehr. Denn einige der Kinder informierten sich sogar schon über die Kosten der Trial-Motorräder sowie der nötigen Ausrüstung.

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