Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Wildberg Stadt ruft nach Großbrand Hilfsaktion ins Leben

Von
Trotz des intensiven Einsatzes der Feuerwehr wurde ein Haus samt Werkstatt in Effringen in der Nacht auf Freitag ein Raub der Flammen. Foto: Kreisfeuerwehrverband Calw/Zink

Wildberg-Effringen - Handwerksarbeiten in einer Werkstatt haben in der Nacht auf Freitag den Brand eines Wohnhauses und einer Werkstatt in Effringen ausgelöst. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei waren mit gut 100 Kräften im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt laut Polizei bei 300.000 Euro. Aber eine Familie hat ihr Hab und Gut verloren.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag löste die integrierte Leitstelle in Calw gegen 23 Uhr den Alarm für die Feuerwehr Wildberg aus. Im Wildberger Ortsteil Effringen war in der Hinteren Gasse in einem Wohn -und Geschäftshaus mit angrenzendem Nebengebäude ein Feuer ausgebrochen. Wie die Polizei meldet, hatte ein 44-Jähriger gegen 22.50 Uhr in seiner Werkstatt Flexarbeiten durchgeführt. Vermutlich aufgrund des Funkenflugs geriet hierbei ein Putztuch in Brand, wodurch letztlich eine gefährliche Kettenreaktion ausgelöst wurde: Das Feuer griff zunächst auf eine Dose Bremsenreiniger und anschließend einen Kanister mit Alternativtreibstoff über, sodass es zu mehreren Explosionen sowie einer großen Hitze- und Rauchentwicklung kam.

Als wenige Minuten nach der Alarmierung die ersten Kräfte der Feuerwehr Wildberg am Unglücksort eintrafen, erkannten die Retter schnell, dass das Gebäude bereits im Vollbrand stand. Darauf ließ der Wildberger Kommandant und Einsatzleiter Daniel Nuding Vollalarm für alle Wildberger Abteilungen auslösen. Auch Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger wurde alarmiert. Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide eilte ebenfalls zum Einsatzort und unterstützte die Einsatzleitung.

300.000 Euro Schaden

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da eine enge Bebauung vorhanden war und die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun hatten, die angrenzenden Gebäude zu schützen. Es mussten massiv sogenannte Riegelstellungen unter hoher Eigengefährdung aufgebaut werden. Die Feuerwehr konnte mit sechs C-Rohren die Gebäude vor einem Flammenüberschlag schützen. Den Innenangriff mussten die Retter nach kurzer Zeit abbrechen, da die Gefahr für die eingesetzten Feuerwehrleute zu groß wurde. Somit liefen die Löschmaßnahmen nur noch von außen ab.

Im rechten Teil des Gebäudes war eine Werkstatt mit direkt angebautem Lager. Dort waren diverse Öle und Gasflachen gelagert. Diese Behältnisse wurden von dem Feuer zerstört, so dass im Verlauf noch eine gewisse Gefährdung vorhanden war, insbesondere zerbarsten einige Gasflaschen.

Die Feuerwehren Altensteig und Calw unterstützten ihre Wildberger Kameraden mit einer zweiten Drehleiter und einem Gerätewagen Atemschutz. Ebenfalls stieß noch der Gerätewagen der Feuerwehrwerkstatt des Landkreises Calw hinzu. Dort mussten noch in der Nacht die Atemschutzgeräte, Flaschen und Masken wieder einsatzbereit gemacht werden.

Die Feuerwehren waren mit insgesamt 87 Kräften und 18 Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst und die DRK-Bereitschaften Nagold/Wildberg und Neubulach waren mit elf Kräften und drei RTW vor Ort. Die Polizei mit einer Steifenwagenbesatzung. Durch den Brand entstand laut ersten Schätzungen der Polizei ein Gesamtsachschaden von etwa 300.000 Euro. Die Polizei geht davon aus, dass es keine Verletzten gab.

Stadt Wildberg ruft Hilfsaktion  ins Leben

Denn durch den Hausbrand wurde nicht nur ein Fachwerkhaus zerstört, auch eine ganze Familie wurde obdachlos und hat all ihr Hab und Gut verloren. Die Familie mit drei Schulkindern im Alter von zwölf bis 16 (zwei Mädchen und ein Junge) und einem jungen Erwachsenen mit 21 Jahren sowie den Eltern konnte sich nur mit dem Schlafanzug am Leib aus dem Gebäude retten und bittet nun um Hilfe. Als Ersthilfe werden Kleidung und Schulsachen benötigt, und auch Geldspenden werden gerne entgegengenommen. Man kann sich direkt an Frau Amjad unter 0152/317 519 32 wenden oder auf die Konten der Stadt Wildberg bei der Sparkasse Pforzheim Calw DE81 6665 0085 0005 0003 51 oder der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg eG DE68 6039 1310 0030 4310 00 spenden mit dem Verwendungszweck "Ersthilfe für Familie Amjad".

Fotostrecke
Artikel bewerten
21
loading

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.