Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Wildberg Rettung von Rehkitzen

Von
Foto: Kreisjägervereinigung Foto: Schwarzwälder Bote

Viele Jäger sind derzeit in ihren Revieren unterwegs, um vor dem Mähen die hohen Wiesen nach Jungtieren abzusuchen. Das Mähwerk der Landmaschinen birgt für die kleinen Geschöpfe große Gefahr.

Wildberg-Gültlingen. Rehe gebären jährlich zwischen Mai und Juni ein bis zwei Kitze. Sie werden gerne in einer hohen Wiese abgelegt, und warten dort, bis ihre Mutter von der Nahrungsaufnahme zurückkommt und sie säugt oder woanders hin mitnimmt.

Kitze haben in den ersten ein bis zwei Wochen einen Duckreflex. Sie ducken sich bei Gefahr tief an den Boden und kauern sich ganz eng zusammen. Solange dieser Reflex anhält und der Fluchtreflex noch nicht ausgeprägt ist, würden sie dem Mähwerk zum Opfer fallen.

So steht auch für die Jägerfamilien Jürgen Gärtner und Maik Bernhardt, beides Jagdpächter in Wildberg-Gültlingen, jedes Frühjahr das Absuchen der Wiesen im Terminplan – sobald die Wiesen hoch genug sind für die Mahd. Die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten, welche das Mähen rechtzeitig ankündigen, erleichtere und fördere das Ganze sehr. Immer dabei haben die Jäger ihre Vorstehhunde der Rasse Kleine Münsterländer. Die gesamte Wiese wird zusammen mit dem Hund durchlaufen. Auch wenn die Kitze so gut wie keinen Eigengeruch haben, zeigen die Hunde sofort an, wenn sie etwas gewittert haben.

Auf diese Weise fand man in den vergangenen Tagen insgesamt acht Rehkitze und rettete sie vor dem nahenden Mähwerk. Mit Handschuhen und viel Gras, um keinen Menschengeruch am Kitz zu hinterlassen, wird das Kitz in den nahegelegenen Wald getragen, so dass die Gais es abholen kann. Diese werde bereits durch das Fiepen des Kitzes sehr aufmerksam. Sie beobachte oft schon ganz in der Nähe die gesamte Situation.

Kitz nicht aufnehmen

In diesem Jahr läuft man beim Wiesen absuchen in ganz kleinen Gruppen, ohne dass man längere Reihen bilden kann. Dies funktioniere auch sehr gut und der Erfolg kann sich sehen lassen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisjägervereinigung Calw.

Zu beachten ist, dass man das Kitz nicht einfach aufnehmen sollte. Die Gefahr, dass es nicht mehr von der Mutter angenommen wird, ist zu groß. Findet man als Spaziergänger ein Kitz, sollte man den zuständigen Jäger benachrichtigen. Dieser werde das Kitz in Sicherheit bringen.

Artikel bewerten
4
loading

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.