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Wildberg Planungsbüro untersucht Eigenwasser

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Wie die Trinkwasserversorgung für Gültlingen, Sulz am Eck, Holzbronn und Deckenpfronn gewährleistet werden kann, will der Zweckverband Buchenwasserversogung mit einem Strukturgutachten klären.Symbolfoto: dpa/Weihrauch Foto: Schwarzwälder Bote

Wie ist der Wasserbedarf, wie steht es um die Ressourcen? Was wird in den nächsten Jahren gebraucht? Auf diese und weitere Fragen soll dem Zweckverband Buchenwasserversorgung ein Strukturgutachten Antworten liefern.

Wildberg. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Verbandsversammlung die Erstellung eines solchen Gutachtens beschlossen, rekapitulierte Diplomingenieur Gerd Schill vom Büro Fritz Planung in der jüngsten Sitzung. Anschließend sei man zeitnah auf das Landratsamt zugegangen und habe sich beraten lassen. Das Land stelle nämlich einen Anforderungskatalog an ein solches Strukturgutachten. Ein Zuschussantrag sei zwischenzeitlich positiv beschieden worden – mit einer Förderung von 50 Prozent. Endtermin für die Fertigstellung sei März 2021, Gerd Schill hofft aber, das Gutachten früher in trockene Tücher bringen zu können.

Zunächst wird für ein Strukturgutachten eine Statistik erhoben, erklärte er weiter. Wasserbedarfsprognose, vorhandene Ressourcen und der Bedarf in den nächsten Jahren gehören unter anderem dazu. Es folgen eine Gegenüberstellung von Bedarf und Verfügbarem und eine Risikoanalyse. Angestoßen worden sei das Thema eigentlich erst, weil von Seiten der Bodenseewasserversorgung auf Anfrage die Kontingente für den Fremdwasserbezug nicht erhöht wurden. Also musste man sich zwangsläufig Gedanken machen, wie zukunftssicher die Versorgung ist. Bis dato habe der Bodensee als "unerschöpfliches Reservoir" gegolten. In ganz Baden-Württemberg habe das die Ausrichtung bei der Wasserversorgung "ein bisschen auf den Kopf gestellt", so Schill.

Härtegrad und Netzmanagement seien in diesem Zusammenhang Thema, ergänzte Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger. Es gehe nicht darum, dass das Wasser nicht reiche, erklärte Deckenpfronns Rathauschef Daniel Gött. Die Netzabdeckung sei das Problem, also der Transport. Auch die Bodenseewasserversorgung lasse derzeit ein Strukturgutachten erstellen, so Bünger.

Wie Gerd Schill fortfuhr, wurden bereits Proben aus dem Eigenwasser entnommen, um zu sehen, inwieweit dieses aufbereitet werden muss. Noch auf der ToDo-Liste stehen unter anderem eine Wasserbedarfsprognose sowie die Vorstellung möglicher Lösungsansätze. Bürgermeister Bünger schlug zudem eine gesonderte Sitzung mit einem Ortstermin vor, sobald die Ergebnisse vorliegen. Diese dienten dann auch als Grundlage für den nächsten Wirtschaftsplan.

Der Zweckverband Buchenwasserversorgung liefert Trinkwasser in die Wildberger Ortsteile Gültlingen und Sulz am Eck sowie nach Deckenpfronn und in den Calwer Stadtteil Holzbronn. Der größte Anteil besteht aus zugekauftem Bodenseewasser, den Rest liefern die Fuchtbachquelle und die Buchenquellen auf Gültlinger Gemarkung.

Verbandsvorsitzender ist Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger, Verbandsrechner der Wildberger Kämmerer Andreas Bauer.

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