Die fünfjährige Annika durfte beim Infotag der Wildberger Musikschule auch mal das Saxofonspielen ausprobieren. Foto: Schneeberg

Mehr als nur streichen und trommeln: Kinder können ihre musikalischen Talente entdecken und schon mal Probe spielen.

Wildberg - Im Rahmen des Infotages konnten Kinder und ihre Eltern das breite Spektrum der Musikschule Wildberg kennenlernen. Junge Musikschüler stellten zahlreiche Instrumente vor, ehe Interessierte das Spielen auch mal selbst versuchen durften. Eingeleitet wurde der Infotag mit einem Minikonzert, das in vier Blöcke unterteilt war. Die Lehrkräfte sowie die Musikschüler spielten kurze Stücke auf ihren Instrumenten, um den anderen Kindern einen Eindruck davon vermitteln zu können. Gleichzeitig konnten sie zeigen, was sie bereits im Unterricht gelernt hatten.

Den Anfang machten die Streicher des Vororchesters unter Leitung von Sabine Großhans. Die Musiker ließen, teils zusammen und teils einzeln, Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass erklingen. Daraufhin folgten zwei Gitarristinnen und das Vibraphon, welches zu den Schlaginstrumenten gehört. Zudem sang Laura in Begleitung von Olga Steinle am Klavier ein Lied, denn auch Vokalunterricht kann man an der Musikschule erhalten.

Anschließend folgten die Blasintrumente aus Holz und Blech, die sehr unterschiedlich aussahen und klangen: Mädchen und Jungen spielten Block- und Querflöten, Klarinetten, Saxofone, Trompeten sowie das Tenorhorn . Das Minikonzert endete mit den Tasteninstrumenten, zu denen ein Flügel, Akkordeon und ein Keyboard gehörten.

Nun waren die Besucher an der Reihe, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die neugierigen Kinder, die sich überwiegend im Kindergarten- und Grundschulalter befanden, durften in den verschiedenen Räumen der Musikschule die Instrumente näher kennenlernen und selbst ausprobieren, darauf zu spielen. So konnten sie ein Gefühl für die unterschiedlichen Instrumente bekommen und Gefallen daran finden.

Die fünfjährige Annika etwa, die bereits etwas Blockflöte spielen kann, blies an diesem Tag auch begeistert in eine Klarinette und ein Saxofon. Musiklehrer Stefan Schneider erklärte allerdings: "Der Unterricht auf diesen Instrumenten macht aber erst richtig Sinn, wenn alle Schneidezähne vorhanden sind." Ansonsten sei es nämlich recht schwierig, die richtige Technik anzuwenden.

In einem anderen Raum konnten die Kinder erste Erfahrungen mit der Querflöte sammeln. "Die Blastechnik ist die selbe wie bei einer Flasche", verriet Stefanie Glaubitz. Das Pusten sei etwas ungewohnt, weshalb dies erst langsam erlernt werden müsse. "Daher beginnt man zunächst nur mit dem Kopf der Querflöte zu spielen", berichtete die Musiklehrerin.

Doch es gab noch viel mehr Flöten und einige andere Instrumente, die die neugierigen Gäste ausprobieren konnten. Die jeweiligen Musiklehrer motivierten die Kinder dazu, das Spielen auf den Instrumenten einfach mal auszuprobieren und beantworteten den Eltern all ihre Fragen. An Informationen sollte es an diesem Tag schließlich nicht mangeln. Wer an einem Instrument besonders viel Interesse hatte, konnte sich direkt vor Ort für einen Schnupperkurs anmelden.

Auch der Förderverein der Musikschule beteiligte sich am Infotag. Die Vorsitzende Jutta Palzhoff verteilte Süßigkeiten und Schlüsselanhänger an Kinder, die das Musikschul-Quiz richtig ausgefüllt hatten. Außerdem konnte auch sie den zahlreichen Besuchern einige Fragen über die Musikschule und den Förderverein beantworten.

Den ganzen Nachmittag über erklangen aus all den Räumen die unterschiedlichsten Geräusche von etlichen Musikinstrumenten. Trommeln, blasen, zupfen, streichen – alles durften die jungen Nachwuchsmusiker an diesem Tag ausprobieren und testen. Manche von ihnen werden in Zukunft bestimmt öfters das Gebäude der Wildberger Musikschule betreten und immer besser auf den ausgesuchten Instrumenten spielen können.

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