Die Musikschule Wildberg plant nach weiteren Öffnungsschritten nun wieder mit Auftritten.Foto: Musikschule Foto: Schwarzwälder Bote

Öffnung: Schulleiterin Petra Roderburg-Eimann freut sich über Erleichterung durch Präsenzunterricht

Ungeachtet des damit verbundenen Aufwands herrscht an der Wildberger Musikschule Freude darüber, dass man vor dem Hintergrund gesunkener Inzidenzwerte wieder zu Präsenzunterricht übergehen konnte. Auch erste Veranstaltungen sind nach der Zwangspause wieder geplant.

Wildberg. "Wir freuen uns alle sehr, und auch die Schüler sind erleichtert", sagt Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann über die neue Situation. Der Übergang zu Öffnungsstufe 3 bedeutet, dass alle Fächer – auch Blasinstrumente und Tanz – mit bis zu 20 Teilnehmern unterrichtet werden dürfen. Zum einen falle so der Bildschirm als Filter zwischen Schülern und Lehrern weg, was aber noch viel wichtiger sei: "Gemeinsames Musizieren ist wieder möglich." Und das, so Petra Roderburg-Eimann, sei doch die Königsdisziplin.

Den damit einhergehenden Aufwand – Testpflicht und Nachverfolgung – nehme man da gerne in Kauf. "Die meisten Schüler werden ohnehin in der Schule getestet, außerdem gibt es in Wildberg genug Teststationen", erklärt die Musikschulleiterin. Ihr Stellvertreter Peter Falk wiederum hat sich darum gekümmert, dass für die Kontakt-Nachverfolgung die Luca-App genutzt werden kann – ältere Schüler können ihre Smartphones dafür benützen, jüngere, die noch kein Mobiltelefon besitzen, sollen mit speziellen Schlüsselanhängern ausgestattet werden. "Wir finden das sehr sinnvoll, und es funktioniert auch recht unkompliziert", sagt Peter Falk.

Auch erste Veranstaltungen mit Publikum sind wieder in Planung, wobei das Talentbühnen-Konzert am Freitag, 18. Juni, ab 18.30 Uhr noch als Hybrid-Format über die Bühne gehen wird: Die Schüler spielen live in der Musikschule, die Zuhörer können sich online dazu schalten. Den Link dafür findet man auf der Homepage der Musikschule www.musikschule-wildberg.de. Die vorangegangene Talentbühne fand noch komplett online statt: Die Schüler zeichneten ihre Beiträge auf, diese wurden ins Netz gestellt und konnten dort angeschaut werden.

Am 17. Juli – dem Samstag, an dem eigentlich Wildberg Classic Open hätte stattfinden sollen – lädt die Musikschule ab 20 Uhr zu einem Serenaden-Konzert in die Schlossanlage ein. Ein reines Streichorchester, bestehend aus 20 bis 30 Musikern, wird dort ein rund 90-minütiges Programm vortragen. Unter anderen Werken sollen Mozarts "Kleine Nachtmusik", Serenaden von Elgar und Fuchs (jeweils in e-moll) sowie ein Kanon von Pachelbel erklingen. "Das Ensemble besteht aus Lehrern sowie aktuellen und ehemaligen Schülern", verrät Peter Falk.

Eine Woche später – am Samstag, 24. Juli, steht von 14 bis 17 Uhr ein "Wandelkonzert" im Kurpark im Terminkalender. "Eigentlich sollte da unser Harald-Kindermann-Gedächtniswettbewerb für Ensembles stattfinden", ruft Petra Roderburg-Eimann in Erinnerung. Der habe abgesagt werden müssen. Damit die Probearbeit der 30 angemeldeten Ensembles nicht vergeblich gewesen sei, wolle man den mehr als 70 Musikern nun auf diese Art eine Bühne bieten. "Das ›Wandelkonzert‹ wird auch ein wenig eine Präsentation unsere Angebots", erläutert Peter Falk.

Zwei weitere Termine wurden ebenfalls bereits festgelegt: Für den 18. September lädt die Musikschule zum Informationstag ein, und am 30. Oktober soll in der Schönbronner Halle das Festkonzert zum 35-jährigen Bestehen der Musikschule nachgeholt werden.

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