Drei Stationen von "Ostern in der Box" in der Wildberger Martinskirche.Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

"Ostern in der Box": Auf vielfältige Weise basteln Teilnehmer zwei Wochen die Stationen der Passions- und Ostergeschichte

Mit "Ostern neu entdecken" überschreibt die Evangelische Kirchengemeinde zahlreiche Angebote und Aktionen rund um das diesjährige Osterfest. Die Stationen der Passions- und Ostergeschichte wurden als Miniaturen dargestellt und in Schuhkartons platziert. Sie laden zu einer Entdeckungstour in die Martinskirche ein.

Wildberg. Bereits zum zweiten Mal fällt Ostern in eine Zeit, die vom Coronavirus bestimmt ist. Während im vergangenen Jahr der erste Lockdown selbst Veranstaltungen in Kirchen ausschloss, hat sich in diesem Jahr die Wildberger Kirchengemeinde einiges für die Kirchenbesucher einfallen lassen.

Auf eine Initiative von Cornelia Frey, Ehefrau von Pfarrer Michael Frey, entstand "Ostern in der Box – Jerusalem anno 33". Einem Aufruf zum Mitmachen folgend, beteiligten sich zahlreiche Familien samt Kindern und auch Einzelpersonen an einer Bastelaktion im heimischen Umfeld. Auf vielfältige Weise und äußerst kreativ bastelten die Beteiligten innerhalb von gerade mal zwei Wochen die Stationen der Passions- und Ostergeschichte in einer Größe, die in Schuhkartons Platz findet.

Bei der Wahl der hierzu verwendeten Materialien waren der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt.So entstanden die zwölf verschiedenen Stationen beispielsweise aus Naturmaterialien, aber auch aus Lego-Bausteinen und –männchen, Wolle oder Styropor. Flankiert wird diese Form der Passions- und Ostergeschichte von den dazugehörenden Bibelpassagen. Bereits seit Palmsonntag ist "Ostern in der Box" im rückwärtigen Teil der Martinskirche aufgebaut und bleibt dort bis zum Ende der Osterferien. Während dieser Zeit ist das Gotteshaus täglich von 11 bis 18 Uhr für individuelle Besuche geöffnet.

Ein Strauß bunter Ostereier, aus Pappkarton ausgeschnitten und mit QR-Code beschriftet, befindet sich gleich neben den Osterboxen. Während einige dieser Papiereier an einem Frühlingsstrauß aufgehängt wurden, liegen zahlreiche Exemplare zum Mitnehmen für die Kirchenbesucher bereit. Über den aufgedruckten QR-Code sind Hoffnungsgeschichten abrufbar. Als besondere Osterfreude kann man auch ein Hoffnungskonzert der Deutsch-Italierin Sefora Nelson hören. Die heute in Stuttgart lebende Liedermacherin mit der wunderbaren Stimme ist aus der christlichen Musikszene längst nicht mehr wegzudenken.

Im Kircheninneren gibt es während der Osterzeit noch mehr zu entdecken. Im Bereich unter der Kanzel gestaltete Mesnerin Birgit Seeger ein wunderschönes Arrangement mit "Biblischen Figuren", das zum Betrachten und zur Auseinandersetzung mit der Ostergeschichte einlädt.

Unter dem Vordach neben der Martinskirche warten weitere Aktionen für Kinder und Familien, wie Ausmalbilder für die Jüngsten, aber auch ein Stadtspiel für die ganze Familie, das bis zum Ferienende läuft. Hierfür hat die Kirchengemeinde einen Lösungszettel vorbereitet. Mit diesem spüren die Teilnehmer beginnend ab dem Gemeindezentrum elf Stationen in Wildberg auf. Es gilt dabei, Fragen zu beantworten, um einem Lösungswort auf die Spur zu kommen. Für den Lösungszettel steht eine Box an der Kirche bereit, in der diese eingeworfen werden können. Nach den Osterferien gibt es fürs Mitmachen eine kleine Überraschung.

Pfarrer Michael Frey wies zusätzlich auf das Pilgerangebot seines Pfarrkollegen Manfred Schüsselin hin. Der in Ebhausen lebende Pilgerlehrer lädt mit seinem Pilgerheft "Mein Emmaus-Spaziergang" zum Pilgern alleine oder zu zweit ein. Starten kann jeder dabei an einem beliebigen Ort seiner Wahl. Individuell und je nach Wunsch lässt sich dieser Spaziergang beliebig ausdehnen. Die Anleitungen hierzu liegen ebenfalls in der Martinskirche aus.

Außerdem gibt es noch das "Lese-Spaziergängle". Hierbei erzählt Rica, das neugierige Schaf, die Ostergeschichte. Dieser Spazierweg startet am Fenster des Gemeindehauses auf dem Wächtersberg und endet am Kindergarten.

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