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Wildberg Mister Badminton gibt die Leitung ab

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Gaben den Leitungswechsel bekannt (von links): Philipp Feinäugle, Nadja Brandt-Hubbard, Peter Lücke, Sebastian Paß und Frank Kollegger.Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Es begann mit dem Bau der Gültlinger Halle: Peter Lücke und Astrid Korbel ergriffen damals die Gelegenheit, eine Badminton-Sparte ins Leben zu rufen. 25 Jahre später gibt Peter Lücke deren Leitung in neue Hände.

Wildberg. Badminton ist Peter Lückes Leidenschaft. "Das ist mein Ding", erzählt der 69-Jährige. Er mag nicht mehr so flink sein wie in jungen Jahren, dafür habe er zwischenzeitlich Routine. Große sportliche Erfolge waren nie sein Ziel, wie er sagt. "Es muss Spaß machen." Als Spieler wird er daher auch weiter aktiv bleiben. Allerdings seien 25 Jahre eine gute Zahl, um die Position an der Spitze jüngeren anzuvertrauen, die neue Ideen mitbringen. Mit Philipp Feinäugle und Nadja Brandt-Hubbard habe er zwei Menschen gefunden, denen er zutraue, seinen Stil beizubehalten und trotzdem entsprechende Innovation mitzubringen. Peter Lücke will die beiden auch weiterhin administrativ unterstützen.

Philipp Feinäugle ist "ein echtes Eigengewächs", wie Peter Lücke erzählt. Er entstammt einer der beiden Jugendgruppen, die es seit bestehen der Sparte gab, und spielt bereits seit fast 25 Jahren Badminton. Der 33-Jährige wohnt derzeit in Emmingen, lebte aber zuvor einige Jahre in Wildberg. Eigentlich könnte er in der Bezirks- oder Landesliga spielen, so Peter Lückes Einschätzung, doch habe sich Feinäugle bewusst für Wildberg entschieden – eine Hobbygruppe ohne großen Leistungsdruck. Daran wolle auch die neue Führung festhalten, erklärt Philipp Feinäugle.

Nadja Brandt-Hubbard lebt seit 18 Jahren in Wildberg. Die 47-Jährige spielt seit einigen Jahren in der Sparte mit. Jeder aus Wildberg und Umgebung sei nach wie vor willkommen, betont sie. Die Gruppe trainiert immer dienstags um 19 Uhr in der Wildberger Sporthalle, Interessierte können vorbeikommen.

TSV Wildberg ist breit aufgestellt

Frank Kollegger, Leiter der Abteilung Freizeitsport, dankt Peter Lücke für seine langjährige Mühe und die gute Organisation. Den beiden Nachfolgern wünscht Kollegger ein "gutes Händchen" in der neuen Position. TSV-Vorsitzender Sebastian Paß bedauert, dass das ehrenamtliche Engagement immer weniger werde. Deswegen müsse man es hochhalten. Positiv findet er den Trend, dass Jüngere wieder solche Positionen übernehmen. Paß ist zudem wichtig, sowohl auf die Existenz der Badminton-Sparte an sich aufmerksam zu machen, als auch darauf, dass der TSV Wildberg breit aufgestellt ist.

Doch wie kam es eigentlich zur Gründung der Badminton-Sparte, die in der Abteilung Freizeitsport beim TSV Wildberg angesiedelt ist? Seine Begeisterung für diesen Sport entdeckte Peter Lücke in seiner Heimat Werne an der Lippe im Münsterland, wo er zunächst in Handball und Leichtathletik aktiv war. Die 100 Meter lief er damals in 11,4 Sekunden, wie er sich lächelnd erinnert, und auch im Weitsprung schaffte er einige Meter. Handball war allerdings "nicht so sein Ding": "Zu kleine Hände", erklärt Lücke schmunzelnd und schaut auf seine Finger.

Als im Nachbarort ein Badminton-Verein gegründet wurde, eröffnete sich für Peter Lücke die Chance für einen neuen Sport. Mit 25 Jahren stieg er ein und war sofort begeistert. Badminton beschreibt er als "dynamisch, konditionsreich, fördert die Reaktion, man muss in Windeseile entscheiden, was man tut, man handelt meist intuitiv". "Wir haben trainiert ohne Ende", erinnert sich Lücke an diese Zeit zurück. Am Anfang habe man noch kein Netz gehabt und teils mit einem gespannten Seil gespielt. Einen Abend lang stand auch mal nur die Rückhand auf dem Programm.

Des Studiums wegen verschlug es Peter Lücke nach kurzer Zeit nach Villingen-Schwenningen, wo er zum BC Villingen wechselte. 1980 zog er nach Gültlingen und schloss sich dem VfL Nagold an. Dort spielte er in der ersten Mannschaft, schaffte es bis in die Bezirksliga. Nach einer kurzen Pause und dem Bau der Gültlinger Halle entschloss sich Peter Lücke zusammen mit Astrid Korbel, eine eigene Badminton-Sparte auf die Beine zu stellen. Die Gültlinger Halle sei damals die einzige im Stadtgebiet gewesen, die badminton-tauglich war.

In der großen Halle habe es damals nur ein Badminton-Feld in der Mitte gegeben, erinnert sich Lücke. "Wir dachten, das sei ein Schildbürgerstreich", sagt Lücke lachend. Nach Gesprächen mit der Stadt wurden schließlich vier Felder ausgewiesen. Damals fand noch ein Badminton-Tag statt, bei dem jeder vorbeikommen und spielen konnte. Mit dem Umzug in die Wildberger Sporthalle vor ein paar Jahren wurde daraus das Hobbyturnier. Ein Vorteil der großen Halle, so Peter Lücke: Sie verfügt über neun Badminton-Felder.

1995 wurde die Gruppe mit etwa zwölf Spielern ins Leben gerufen. Der harte Kern besteht derzeit aus zwölf bis 16 Leuten, immer mal kommen welche wieder, die länger nicht da waren, oder es stoßen neue dazu. Im Lauf der Jahre hat Peter Lücke viele kommen und gehen sehen. Er sei immer für die Leute da gewesen, habe sie an den Sport herangeführt. Darum seien auch viele, die heute noch dabei sind, geblieben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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