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Wildberg Keine klassische Brennholzversteigerung

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Interessierte können bei der Stadt Wildberg Brennholz über einen Festpreis erwerben.  Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

In der Not wird man in Wildberg erfinderisch: Eine klassische Brennholzversteigerung kann aktuell wegen des Coronavirus nicht stattfinden. Trotzdem können Interessierte Brennholz aus dem heimischen Wald erwerben.

Wildberg. Bei einer regulären Brennholzversteigerung können sich Holzsuchende die vorhandenen Polter und Flächenlose vorab im Wald anschauen. Diesmal wurde wegen der Pandemie jedoch keine Karte vorab veröffentlicht. Auch wird nicht auf das Holz geboten, sondern ein Festpreis aufgerufen. Der liegt bei 56 Euro pro Festmeter für Laubholz, 30 Euro pro Festmeter für Weichlaubholz/Nadelholz (jeweils im Polter) sowie 12 Euro bei Flächenlosen.

Wer Interesse hat, kann sich bis zum Donnerstag, 9. April direkt bei Valentin Enderle von der Stadtverwaltung Wildberg melden, Telefon 07054/201-211, E-Mail valentin.enderle@wildberg.de. Ein Motorsägenführerschein ist Voraussetzung, Neukunden werden gebeten, gleich ein Foto oder einen Scan davon mitzuschicken.

Interessenten bieten also nicht auf ein bestimmtes Polter, sondern legen sich auf eine bestimmte Menge Laub- und/oder Nadelholz sowie ein Wunschgewann fest, in dem das Holz liegen soll. Verwaltung und Forst verteilen das vorhandene Holz dann. Das ermöglicht eine weitestgehend kontaktlose Vergabe des Brennholzes. Etwa 350 Festmeter stehen zur Verfügung, die vorwiegend in Wildberg, Sulz und Gültlingen liegen.

Bereitgestellt ist überwiegend ein Hartlaubholzgemisch. Das bedeutet neben Buche ist den meisten Poltern Ahorn, Eiche, Hainbuche oder andere Hartlaubhölzer beigemischt. Es gibt auch Hartholzpolter ohne Buche. Verteilt wird das Holz soweit möglich unter Berücksichtigung der einzelnen Wünsche. "Wir schauen schon, dass wir die Leute glücklich machen", verspricht Förster Thomas Hingsberg.

Nach Angebot bezahlen

Abgeschlossen wird die etwas andere Brennholzversteigerung durch ein Angebot in Form einer Rechnung samt Lageplan, verschickt von der Stadt. Wer dieses annehmen möchte, bezahlt einfach. Was bis zum Zahlungsziel nicht beglichen ist, gilt als abgelehnt.

Übrigens kommt die Aufarbeitung des Sturmholzes vom Jahresanfang gut voran. Auf Wildberger Gemarkung hatte das Unwetter vor allem verteilte Einzelwürfe zur Folge. Hinterher kamen noch kleinere Stürme, erzählt Hingsberg, die einzelne Wege wieder versperrten. Inzwischen ist etwa ein Drittel des Sturmholzes aufgearbeitet, etwa ein Drittel ist für den Holzvollernter vorbereitet und das letzte Drittel steht noch zur Bearbeitung an.

In etwa einem Monat ist die Aufarbeitung durch, schätzt Thomas Hingsberg. "Wir sind jetzt auf einem guten Weg." Das Holz sollte weg sein, bevor der Borkenkäfer fliegt. Die Abfuhr ins Sägewerk stocke wegen Corona, so Hingsberg, deswegen wird wohl ein Teil des Holzes im Nasslager in Berneck untergebracht. Als letztes Mittel kommt eventuell bei noch im Wald liegendem Holz ein Pflanzenschutzmittel gegen Borkenkäfer zum Einsatz.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

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