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Wildberg K  4300 nach vier Wochen wieder befahrbar

Von
Gültlingens Ortsvorsteher Walter Baur, (von links), Thomas Blenke, Ulrich Bünger (Bürgermeister Wildberg), Helmut Riegger, (Landrat), Volker Schuler (Vorsitzender Freie Wähler-Kreistagsfraktion), Dieter Dannenmann (SPD-Kreistagsfraktion) und Johannes Schwarz (Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen-Kreistagsfraktion) eröffneten die K 4300 mit dem Durchschneiden des Absperrbandes. Foto: Stadler

Wildberg-Gültlingen - Innerhalb von nur vier Wochen wurde die Außerortsstrecke der Kreisstraße 4300 zwischen dem Kreisverkehr bei Wildberg-Gültlingen und dem Kreisverkehr Sieben Tannen an der B 296 unter Vollsperrung saniert. Nach Beendigung der abschließenden Arbeiten ist die Strecke nun wieder befahrbar.

Landrat Helmut Riegger, ist es ein großes Anliegen, dass die Straßen im Landkreis in Ordnung sind, nicht zuletzt auch aufgrund der schwierigen Topographie im Kreisgebiet. Bei der symbolischen Verkehrsfreigabe der Kreisstraße 4300 zwischen den Kreisverkehren Gültlingen und Sieben Tannen an der B 296 sagte er, dass jährlich um die Mittel zum Erhalt und Ausbau der Straßen im Kreishaushalt gekämpft werde. "Für 2020 haben wir zwei Millionen bereitgestellt, davon sollen zehn Maßnahmen auf einer Strecke von rund 20 Kilometern saniert werden. Es könnten durchaus noch mehr sein", so Riegger.

"Die Straßen müssen gut ausgebaut sein, sowohl Autofahrer als auch Busse sind auf die Infrastruktur im Landkreis angewiesen", so seine Worte. Nachdem vor knapp drei Monaten die Strecke Gechingen bis Sieben Tannen nach einjähriger Sanierung eröffnet wurde, konnte der Streckenverlauf jetzt bis Wildberg-Gültlingen innerhalb von vier Wochen mit einer neuen Asphaltschicht versehen werden und konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Landrat hofft auf zusätzliche Gelder

Die K  4300 ist nunmehr auf einer Länge von sieben Kilometern zwischen Wildberg und Gechingen ausgebaut. Mit dem Durchschneiden des Absperrbandes wurde der Abschnitt symbolisch freigegeben. "Das war dringend nötig, auch wegen der Verbindung Richtung Autobahn" war sich Landrat Helmut Riegger sicher.

Im Zuge der Sanierung wurden nicht nur 15 000 Quadratmeter Asphaltschicht abgefräst und wieder neu aufgebracht, sondern auch die seitlichen Borde wurden erneuert und 2500 Meter Kabelschutzrohr eingepflügt. Insgesamt verursachte die Maßnahme Kosten in Höhe von 450.000 Euro, davon entfallen 50.000 Euro auf den Breitbandausbau und die damit verbundene Leerrohrverlegung.

Landrat Riegger betonte die Wichtigkeit der Breitbandversorgung im Landkreis, gerade in Corona-Zeiten, nicht zuletzt durch die Umstellung auf Home-Office und Homeschooling. "600 Kilometer Backbone wurden zwischenzeitlich schon im Landkreis verlegt, teilweise besteht die schnelle Internetverbindung bereits bis in jedes Haus", zeigte sich Riegger erfreut über die großen Fortschritte im Bereich der Digitalisierung, die durch Corona auf der Agenda weiter nach oben gerutscht sei.

"Wir haben um die Straße gekämpft"

Erfreut war der Landrat auch darüber, dass die Sanierung der Kreisstraße 4300 dank der Firma Strabag, die mit einer kleinen Delegation ebenfalls bei der Verkehrsfreigabe dabei war, so rasch umgesetzt werden konnte. Im Rahmen der Verkehrssicherheit hofft der Landrat auf zusätzliche Gelder von Landesseite, um auch im Jahr 2021 die lange Liste der anstehenden Straßensanierungen im Kreis angehen zu können.

Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger schloss sich in Lob und Dankesworten dem Landrat an und bedankte sich seitens der Stadt und dem Ortsteil Gültlingen für die bessere Verkehrsanbindung durch den Kreisstraßenausbau. "Wir haben um die Straße gekämpft. Sie ist eine wichtige Verbindung Richtung Calw, Pforzheim und zur Autobahn", sagte Bünger und nannte eine Auspendlerquote von 82 Prozent bei aktuell 10.200 Einwohnern.

Außerdem war der Bürgermeister überzeugt davon, dass der Schaden an der Straße größer gewesen wäre, wenn sie nicht saniert worden wäre.

Trotzdem wolle er die Schiene als Transportweg nicht aus dem Blick verlieren, weshalb für Bünger auch die Vernetzung der Kulturbahn mit der Hermann-Hesse-Bahn äußerst wichtig sei. Mit der Zunahme der Attraktivität des Landkreises Calw müsse man sich auch weiterhin Gedanken zur Vernetzung machen, sagte er.

Thomas Blenke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, erklärte, dass er gerne Absperrbänder durchschneide, um damit ein neues Stück Straße freizugeben. "Auch wenn es vielleicht für Außenstehende keine herausragende Wichtigkeit darstellt, so ist die Verbindung für die Menschen im dortigen Wohnumfeld von großer Bedeutung", sagte Blenke.

Er sprach im autobahnfreien Landkreis auch über die unterhalb der Straße verlaufenden "Autobahnen", die sogenannten Datenautobahnen fürs schnelle Internet und die gleichzeitig verlegten Leerrohre, die hierfür die nötigen Voraussetzungen schaffen. Er sprach auch über die wirtschaftlich schwierige Situation – bedingt durch Corona – und darüber, dass die Wirtschaft durch entsprechende Investitionen am Leben gehalten werden müsse. "Das Land will die Gemeinden so stellen, dass Luft zum Atmen und zum Investieren da ist", versprach Blenke und weiter "die Wirtschaft soll was zum Schaffen haben".

Sein großer Dank ging in Richtung Straßenmeisterei Nagold, die sogenannten "Männer in Orange", die an den Straßen einen gefährlichen Job ausüben und oft auch rauen Tönen von Bürgern ausgesetzt seien.

Mit vereinten Kräften wurde im Anschluss das Absperrband an der K 4300 durchgeschnitten. Nachdem die Restarbeiten vollzogen sind, ist die Straße ab jetzt nun wieder für den Verkehr befahrbar.

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