Das ehemalige Feuerwehrhaus wurde vermutlich im 18. Jahrhundert als Zehntscheuer errichtet.Foto: Stadt Wildberg Foto: Schwarzwälder Bote

Neuordnung: Die Arbeiten im Alten Feuerwehrhaus in Wildberg sollen am 20. Juli beginnen / Heizung folgt im zweiten Bauabschnitt

Der Wildberger Jugendtreff soll noch vor Jahresende ins Alte Feuerwehrhaus in der Schlossstraße ziehen. Sein derzeitiges Domizil in der Gartenstraße wird abgerissen, um der Neuordnung des "Zentrums Unterstadt" Platz zu machen.

Wildberg. Für das Areal des ehemaligen HL-Marktes hat die Stadt im Rahmen der Entwicklung des "Zentrums Unterstadt" Pläne zur Neuordnung mit einem Wohn- und Geschäftshaus. Die sollen bald umgesetzt werden, so dass voraussichtlich Ende des Jahres der Abriss erfolgen wird. Deswegen bekommt der Jugendtreff ein neues, frisch saniertes Zuhause im ehemaligen Feuerwehrhaus in der Schlossstraße.

Seit der Zusammenlegung der Feuerwehrabteilungen Wildberg, Effringen und Schönbronn, verbunden mit dem Umzug an den Welzgraben, diente das Feuerwehrhaus nahe der Schlossanlage als echtes Mehrzweckgebäude. Stadtseniorenrat, Hospizgruppe, Erste-Hilfe-Kurse, Corona-Schnelltests, Besprechungen verschiedenster Akteure – die Räume über der Fahrzeughalle sind vielseitig nutzbar. Die Halle selbst dient als Stellfläche für die städtischen E-Fahrzeuge sowie die Zweiräder der Mitarbeiter. Während Wildberg Classic Open konnte dort Material gelagert werden, die Künstler zogen sich dort um. Vor dem Bau des neuen Sitzungssaals am Rathaus tagten sogar der Gemeinderat und seine Ausschüsse in dem vermutlich bereits im 18. Jahrhundert als Zehntscheuer errichteten Gebäude. 1976 erfolgte ein Umbau für die Feuerwehr.

Dank der durchgehenden Nutzung ist das Gebäude noch recht gut in Schuss, für den Umzug des Jugendtreffs müssen nur kleinere Sanierungen vorgenommen werden. Die derzeitige Küche wird abgebaut und findet eine neue Verwendung im Bildungszentrum. Der Raum wird künftig als Büro und für Besprechungen dienen. Der große Raum im Obergeschoss wird mit der Küche aus dem aktuellen Jugendtreff ausgestattet, wofür die Leitungen durch die Wand verlegt werden. Der Baubetriebshof wird die Demontage in der Gartenstraße und den Einbau im neuen Jugendtreff übernehmen.

Die Wände bekommen einen neuen Anstrich und der Boden wird abgeschliffen. Für Ober- und Dachgeschoss wird ein zweiter Rettungsweg geschaffen. Anschließend dient dieser Raum der Nutzung durch die Hospizgruppe. Beginnen werden die Arbeiten voraussichtlich am 20. Juli. Sofern alles gut läuft, dürften sie im Oktober abgeschlossen sein.

Auch die Torewerden ausgetauscht

An zweiter Stelle, vermutlich erst im kommenden Jahr, werden die Tore im Erdgeschoss ausgetauscht. Auch eine neue Heizung steht noch auf der Agenda. "Wir machen nur das Nötigste, sanieren das, was defekt ist", fasst Michael Kleinbeck vom Fachbereich Planen und Bauen zusammen.

Den Umzug des Jugendtreffs koordiniert Susanne Gärtner für die Stadt. Zudem wird ein Großteil des ehemaligen HL-Marktes als Lager genutzt. Dort finden sich unter anderem die Hütten für die Turmweihnacht, Sandsäcke für Hochwasser und Materialien des Museums. Der Baubetriebshof kümmert sich derzeit darum, alles auf andere Lagerstätten im Stadtgebiet zu verteilen, der Arbeitskreis für Museum und Heimatgeschichte kümmert sich selbst um sein Material.

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