Ein stattlicher Roboter aus Fischertechnik ist einer der Hingucker am Fischer-Technik-Tag in Tumlingen. Auch Klaus Fischer (Dritter von links) ist von dem Roboter begeistert. Fotos: Baiker Foto: Schwarzwälder Bote

Wirtschaft: Großer Besucherandrang bei Azubi-Tag und Fischer-Technik-Tag in Tumlingen

Erstmals legten die Fischer-Werke ihren Azubi-Tag und den Fischer-Technik-Fan-Tag zusammen. Die Zahl der Besucher – Stand 15 Uhr am Samstag 1200 – zeigte, dass dieses Experiment gelungen war.

Waldachtal-Tumlingen. Der Azubi-Tag wird immer von den Auszubildenden im zweiten Lehrjahr projektiert. Die Federführung hatte dieses Jahr Katharina Wurm. Aktuell gibt es bei Fischer 27 Berufsbilder. 103 Auszubildende und DHBW-Studierende sind derzeit in der Ausbildung. Ab September kommen weitere 36 Azubis und DH-Studenten hinzu: Zehn im kaufmännischen Bereich, zehn im gewerblichen Bereich und 16 DHWB-Studenten. Damit zeigen die Fischer-Werke, dass die DHBW-Ausbildung bei ihnen einen hohen Stellenwert hat und eine Karriere im Unternehmen nahezu vorprogrammiert ist, siehe Marc-Sven Mengis, Vorsitzender der Geschäftsführung. Zudem gibt es drei neue Berufsfelder, den Fachlageristen, DH-Medien und Kommunikationswirtschaft/Medienmanagement, DH Basisingenieurwesen mit der Fachrichtung Projektmanagement Hochbau.

Fischer denkt bereits an den Herbst 2019. Dann sollen drei neue Berufsfelder hinzukommen, der Kaufmann oder die Kauffrau E-Commerce, DHBW Digital Business Management und DHBW Internationaler Handel.

900 Bewerbungen

Von Enrico Schmidt, Leiter der Gesamtausbildung, war zu erfahren, dass jedes Jahr rund 900 Bewerbungen eingehen. In der Regel werden die Auszubildenden nach ihrer bestandenen Ausbildung übernommen. Als Auszeichnung bekommen die Besten im kaufmännischen, gewerblichen und DH-Ausbildung kostenlos ein Jahr lang einen Mini gestellt. Nur das Benzin müssen sie bezahlen.

An den Informationsständen der DHBW Horb, Villingen-Schwenningen, Ravensburg und Stuttgart gab es auch viel zu erfahren über die einzelnen Studiengänge. Verschiedene Berufsschulen hatten auch ihren Informationsstand da, so auch erstmals die Berufsschule aus Ehningen, die sich spezialisiert hat auf die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk. Dies sei ein noch junger Beruf. Die Ehninger Berufsschule bietet auch die Ausbildung zum Kunststofftechniker und Kunststoffmeister an. Sie haben eine Landesbezirksfachklasse. Der Einzugsbereich ist sehr breit, so der Schwarzwald, Bayern, Bodensee, Ostwürttemberg. Die Schüler werden im Blockunterricht unterrichtet und sind in dieser Zeit internatsmäßig untergebracht.

Die Lehrwerkstatt ist auch immer einen Rundgang wert. Dort zeigten die Auszubildenden im gewerblichen Bereich ihr Können an den Maschinen, standen den vielen Fragen der Besucher gerne Rede und Antwort.

60 Aussteller

Beim Fischer-Technik Fan-Tag zeigten 60 Aussteller 90 Modelle. Alexander Salamehj, 17 Jahre alt, aus Gondelsheim kommend, zeigte einen stattlichen Roboter, an dem sich auch Klaus Fischer erfreute, wie ein Foto mit ihm zeigt. Salameh bekam einen Fischer-Technik-Baukasten von seinem Vater geschenkt. Dieser ließ ihn nicht mehr los. Am Roboter baute er seit März. Auch eine Saturn-Rakete, mit der 1969 der Mond erobert wurde, war zu sehen, gebaut von Christian Wiedmann aus Lübeck, 1,60 Meter hoch, gebaut nach einem Foto. Seit er 1980 im Alter von 6 Jahren den ersten Fischer-Technik-Baukasten von seinem Vater geschenkt bekam, habe ihn dieses Hobby nicht mehr losgelassen.

Und so gab es noch weitere Modelle, so Kugelbahnen, derzeit absolute Renner bei Fischer-Technik in allen Größen und Techniken, so eine Hebebrücke und einen Mini-Tischkicker. Einen Lkw als Abrollkipper zeigte Arjen Neijsen aus Rotterdam.Rund 5000 Bauteile wurden verbaut. Dazu brauchte er ein halbes Jahr.

Einen Kurztrip gab es noch nach Salzstetten, wo eine Automatisierung im Kleinen präsentiert wurde – eine Fabriksimulation. Es gibt neun solcher Produktionsanlagen, mit denen Betriebe wie SAP und andere sehen und testen können, wie die danach gebauten realen großen Anlagen funktionieren können. Fehler kann man damit schon frühzeitig korrigieren.