Eberhard Fiedler (rechts) freute sich, dass die Wahlen so reibungslos über die Bühne gingen: Dennis Kürschner (Mitte) und Frank Rentschler wurden zum neuen Führungsduo der Wildberger Feuerwehr gekürt.Foto:Priestersbach Foto: Schwarzwälder-Bote

Nach 35 Jahren gibt es bei der Wildberger Feuerwehrabteilung einen Führungswechsel

Von Uwe Priestersbach Wildberg. Bei der Wildberger Feuerwehr wurde ein Generationswechsel vollzogen: Nach 35 Jahren an der Spitze der Abteilung stellte sich Eberhard Fiedler nicht mehr zur Wahl. In geheimer Wahl und mit großer Mehrheit wurde Dennis Kürschner zu seinem Nachfolger als Abteilungskommandant gekürt.Bei der Hauptversammlung im Gerätehaus trat nach zehn Jahren auch Jürgen Bechtle als stellvertretender Abteilungskommandant zurück – in seine Fußstapfen tritt Frank Rentschler. Damit wurden jetzt auch die personellen Weichen gestellt für die geplante Verschmelzung der Abteilungen aus Wildberg, Effringen und Schönbronn zu einer schlagkräftigen Wehr, die nach der Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses vorgesehen ist. Offen ließ Eberhard Fiedler allerdings, ob der Umzug der Wehren in das neue Domizil bereits wie ursprünglich angedacht bereits im kommenden Jahr erfolgen wird. Positiv wertete er, wie intensiv sich die Feuerwehr in die Planung des neuen Feuerhauses einbringen kann. "Unsere Meinung ist gefragt und wird respektiert", so Eberhard Fiedler.

 

Wie bei der Hauptversammlung deutlich wurde, musste die Wildberger Abteilung 2013 wieder deutlich mehr Einsätze absolvieren, als noch im Vorjahr. So berichtete Eberhard Fiedler von 58 Alarmierungen. Dabei absolvierte die Wehr acht Brände, vier Verkehrsunfälle, 17 Technische Hilfeleistungen, zwei Ölunfälle, fünf Ölspuren, elf Sicherheitsdienste und sechs Blinde Alarme. Unterm Strich summierte sich das auf 907 Einsatzstunden.

Gefordert war die Feuerwehr unter anderem bei einem Großbrand in Gültlingen, wo im April ein Gebäudeanbau in Flammen stand. Wie Eberhard Fiedler dazu anmerkte, konnte der Einsatz insofern erfolgreich abgewickelt werden, als das eigentliche Wohnhaus unbeschädigt blieb.

Mit Blick auf die 40 aktiven Feuerwehrangehörigen sprach Eberhard Fiedler von einer seit vielen Jahren stabilen Zahl, wobei das Durchschnittsalter bei 39 Jahren liegt. Großen Wert legt man nach wie vor auf die Ausbildung, die in diesem Jahr wieder einen Schwerpunkt bildete. "Wir haben einen hervorragenden Ausbildungsstand", erklärte Fiedler mit Hinweis auf die zahlreichen Lehrgänge und Übungsdienste. Sehr zufrieden zeigte sich der Kommandant mit dem Übungsbesuch, der bei 81,2 Prozent lag.

"Die Feuerwehr hat eine professionelle und gute Einstellung zum Dienst", erklärte Bürgermeister Ulrich Bünger. Wie der Rathauschef hinzufügte, sei die Zusammenarbeit in Sachen Feuerwehrhaus vertrauensvoll – "und diese kompetente Begleitung ist der Schlüssel zum Erfolg".

Verabschiedet wurde Stefan Pfeiffer. Neu in die Abteilung wurden Ramona Harlfinger und Raphael Braun aufgenommen. Die Wahl der Kassenprüfer fiel auf Jan Weik und Ernst Feil.