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Wildberg Die Volkshochschule wünscht sich mehr Raum

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Angela Anding erstattete dem Gemeinderatsausschuss Bericht über die Arbeit der VHS in Wildberg Foto: M.Bernklau Foto: Schwarzwälder Bote

Wildberg. Am Ende zollte Bürgermeister Ulrich Bünger der scheidenden Chefin besonderen Respekt. "Eine tolle Entwicklung" habe die Volkshochschule Oberes Nagoldtal auch in Wildberg genommen.

Zuvor hatte Angela Anding dem Ausschuss des Wildberger Gemeinderats ihren Tätigkeitsbericht vorgelegt. Sie wechselt in die Großstadt Jena. Nachfolger Mario Gotterbarm übernimmt das Amt in Nagold. An ihrer Seite hatte die VHS-Leiterin Dorothee Müller von der Jugendkunstschule JKS und Astrid Korbel als Leiterin der Wildberger Filiale.

Der VHS-Zweckverband umfasst acht Städte und Gemeinden mit insgesamt etwa 60 000 Einwohnern und hat ein Jahresbudget von 1,6 Millionen Euro. Rund 25 000 Lehrstunden haben die Volkshochschulen im Jahr 2018 angeboten. Dass die Zahl der Wildberger Veranstaltungen mit sieben Prozent auf den ersten Blick nur knapp halb so groß ist wie der Einwohner-Anteil, das liegt laut Angela Anding an besonderen Faktoren.

Viele Wildberger Wissbegierige, nämlich 41 Prozent seien "Bildungspendler", so Anding, besuchen Veranstaltungen an anderen VHS-Standorten. In der Summe entspricht ihr Anteil aber der Einwohnerzahl. Nicht nur die Sprach- und Integrationskurse der VHS für Migranten finden oft in den größeren Räumen der Nagolder Zentrale statt. Beides hat auch damit zu tun, dass es für die Wildberger Volkshochschule "ein gewisses Raumproblem gibt".

Den Hauptsitz im Klosterhof teilt sich die Wildberger VHS mit der Musikschule, was nicht immer ohne Beeinträchtigungen – etwa durch Instrumentenklang – möglich ist, und wo sich die VHS laut Angela Anding "vergleichsweise nicht ganz so präsent fühlt". Deshalb greift die Volkshochschule auf viele dezentrale Orte zurück, vom Schwimmbad im Bildungszentrum bis zu einem Klassenzimmer in der Grundschule Sulz am Eck, wo die Jugendkunstschule ihre Angebote macht.

Prominente Namen ragen heraus

Über das Angebot an Vorträgen, Kursen, Wanderungen und Exkursionen in den Abteilungen Allgemeine Bildung, Gesundheit, Sprachen, Arbeit und Beruf sowie Kunst und Gestalten berichtete die Wildberger Leiterin Astrid Korbel. Es reicht von Babymassage, Bierbrauen, Pilzseminar oder Obstbaumschnitt über Männer-Kochtreff und Fotobearbeitung bis zu Firmenbesuchen, tunesischem Häkeln oder der Einführung in die elektronische Steuererklärung.

Die Filialleiterin gab auch einen Überblick zu den Kooperations-Partnern in Wildberg und seinen Teilorten. Dazu gehören neben der Stadtverwaltung die Musikschule, das Bildungszentrum und das Landratsamt, der Schwarzwaldverein, der Stadtseniorenrat oder der AK Asyl, aber auch Kräuterpädagogen, die Hospizgruppe oder die Forstverwaltung.

Der Männerkochtreff versorgt etwa die Wildberg Classic Open. Unter den Veranstaltungen ragten auch prominente Namen heraus wie der von Fernsehkoch Vincent Klink mit einer Lesung. Stadtführungen – und die auch vom Schönbronner Ortsvorsteher und Stadtrat David Mogler (SPD) besonders gelobte Ausbildung zum Stadt- und Museumsführer – gab es, ebenso wie Schwimmkurse auch für Flüchtlinge.

Gerade Astrid Korbel bemüht sich auch ständig, beim Angebot mit der Zeit zu gehen, wie sie auf Nachfrage von Gerhard Ostertag (CDU) erläuterte. So gab es besonders für junge Leute Kurse in den Trendsportarten Slackline oder Parkour, besonders für Ältere die Einführung in die Smartphone-Einrichtung und -Nutzung.

Seit 17 Jahren gibt es die Jugendkunstschule, die ihren Kunstraum in der Sulzer Grundschule hat. Bei vielen Projekten auch der Frühförderung, aber auch mit den Ferienwerkstätten oder der Kunstvermittlung allgemein kooperiert sie mit Kindergärten und Schulen, aber auch mit der Musikschule, wie Leiterin Dorothee Müller dem Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss darlegte. Auch die JKS ist vielfältig vernetzt. Nicht nur für die Classic Open, auch für die Musikschule oder bei Theateraufführungen sorgt die JKS für ansprechende Kulissen. Natürlich werden auch Ausstellungen organisiert.

Fernes Ziel: eine Art Stadtarchiv

Vom CDU-Stadtrat und Gültlinger Ortsvorsteher Walter Baur kam nach der Präsentation noch der Vorschlag, mit einem Arbeitskreis oder auch nur einem Geschichts-Stammtisch unter dem Dach der VHS die Stadt- und Ortshistorie mit dem fernen Ziel einer Art Stadtarchiv zu erforschen. Das alles wurde vom Gremium mit einhelliger Zustimmung aufgenommen. Die Räte nahmen auch den "Wunsch" der VHS nach festen zentralen Räumen, nicht nur, aber auch im alten Feuerwehrhaus wohlwollend zur Kenntnis.

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