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Wildberg Die neue Technik ist sehr willkommen

Von
Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann begrüßte die Besucher der Vernissage. Foto: Schwarzwälder Bote

Auf Architektenpapier, zwischen Bambushalme gespannt, hängen zurzeit 16 vom japanischen Tuschezeichnen inspirierte Bilder in der Wildberger Musikschule. "Sumi-e" heißt die Ausstellung der Jugendkunstschule, die mit einem kleinen Festakt eröffnet wurde.

Wildberg. "Sumi" steht für schwarze Tusche, das "e" für Malerei. Damit beschreibt der Titel zugleich, was die Betrachter erwartet. Und doch stecken weit mehr Raffinesse und Akzente hinter diesem Stil, als sein Name auf den ersten Blick vermuten lässt.

Die schwarze Tusche ist das Hauptelement der Bilder. Mit ihr werden schwarze und graue Motive geschaffen, Schattierungen erzeugt und damit ganze Landschaften ebenso dargestellt wie einzelne Objekte, beispielsweise ein Panda. Bambus, Kirschblüten, Berge, Landschaften, ein Samurai – die gewählten Motive erinnerten mindestens ebenso sehr an Japan wie der Stil selbst.

Ganz im Kontrast dazu standen die farbigen Elemente auf den Bildern. Manche hatten einen roten Kreis aufgedruckt und darüber gezeichnet, andere einen silbernen. Andere hatten zur Akzentsetzung rote Tusche verwendet, beispielsweise, um Kirschblüten zu zeichnen.

Damit bewegten sich die jungen Künstler immer noch ganz im Rahmen des Sumi-e, bei dem auch traditionell farbige, kontrastierende Akzente Verwendung finden, wie Dorothee Müller erklärte. Die Leiterin der Jugendkunstschule Oberes Nagoldtal führte die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung in das Thema und den Stil ein, erklärte, wie die Tuschezeichnungen zustande gekommen sind.

Bei den Künstlern handelt es sich um 16 Schüler der Jugendkunstschule, alle zwischen zehn und 17 Jahren alt. In den vergangenen etwa sechs Wochen haben sie in Kursen von Olga Sarabarina ihre Arbeiten angefertigt. Zunächst probierten sich die jungen Künstler aus, um ein Gefühl für diese Arbeitsweise zu bekommen. Von diesen ersten Vorarbeiten sind ebenfalls ein paar an den Musikschulwänden zu sehen. Danach fertigte jeder eine Arbeit, die in die Ausstellung kam.

Sumi-e sei eine "willkommene neue Technik" gewesen, wie es Müller beschrieb. Inspiration dafür sei die diesjährige Japanreise einiger Musikschüler gewesen. Denn wenn die Jugendkunstschule eine Ausstellung in der Wildberger Musikschule macht, so Dorothee Müller, dann auch mit einem thematischen Zusammenhang.

Die Musikschule steuert zwei Stücke von der Japan-Reise bei

Zur Eröffnung setzte die Musikschule ebenfalls ganz auf das Japan-Thema. Das Orchester unter Leitung von Peter Falk spielte zwei Stücke, die die Musiker auch in Japan aufgeführt hatten: "Blüte der Freundschaft" und "Die rote Libelle". Die Klänge beider Werke schienen einen nach Japan zu entführen, melodisch, intensiv, malerisch und ein wenig verträumt.

Nach einer Begrüßung durch Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann, die den Anwesenden für ihren Besuch und den Künstlern für ihre Arbeit dankte, und der Einführung durch Dorothee Müller waren Ausstellung und Büfett – natürlich mit japanischen Köstlichkeiten – eröffnet.

Die Besucher nutzten die Gelegenheit, die Bilder an den Flurwänden genauer in Augenschein zu nehmen. Auf denen gab es viele Details und gekonnte Striche zu entdecken. Außerdem lief eine Bilderpräsentation mit Fotos der Japanreise, die ebenfalls die Blicke auf sich zog.

Die Ausstellung "Sumi-e" kann noch bis Ostern zu den Öffnungszeiten der Musikschule besichtigt werden.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

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