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Wildberg Die Narren reißen die Macht an sich

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Zunftmeisterin Simone Hallabrin verkündete die Machtübernahme der Narren, nachdem sie den Rathausschlüssel entgegen genommen hatte. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Die Schüler sind befreit, die Rathausmitarbeiter ebenfalls. Die Wildberger Narren haben am Schmotzigen Donnerstag ihr Tagwerk vollbracht und der Fasnet alle Ehre gemacht.

Wildberg. Kurz vor der Mittagszeit trafen die Hästräger am Rathaus ein – begleitet von einigen bunt kostümierten Kindern. Sie waren den Narren von der Wildberger Grundschule aus gefolgt. Dort hatte die Zunft die Schüler befreit, und zwar mit einer ordentlichen Fasnetsparty.

"Das war superschön", erzählte Zunftmeisterin Simone Hallabrin. Hästräger und Schüler tanzten zur Musik der Weilheimer Lompakapelle, sangen und zogen in einer Polonaise umher. "Wir haben halt Fasnet gefeiert", brachte es Hallabrin auf den Punkt.

Wer wollte, durfte anschließend entweder in der Stadthalle weiterfeiern, oder mit der Zunft hoch zum Rathaus marschieren. Dort versammelten sich Hästräger und Musiker vor dem Eingang. Nach einer kurzen Anfeuerung durch die Zunftmeisterin ging es ins Rathaus – wo die Mitarbeiter schon begeistert warteten.

Mit Applaus und Gelächter empfingen sie ihre "Befreier". Die trotteten in den Sitzungssaal hinunter, wo ein kleines Büfett auf sie wartete. Narren, Kinder und Mitarbeiter tanzten gemeinsam zur Musik der Lompakapelle, alle waren gut gelaunt und in Fasnets-Stimmung.

Natürlich hatte der Besuch der Zunft einen wichtigen Hintergrund: die Machtübernahme durch die Narren. Sie holten sich mit Unterstützung der Kinder von Bürgermeister Ulrich Bünger den Stadtschlüssel. Eine Wahl hatte der Rathauschef nicht wirklich, immerhin hätten die Narren sonst das "Rathaus auseinandergenommen", wie Hallabrin im Scherz ankündigte.

"Nach einer wild geführten Schlacht, gehört euch Narren nun die Macht", gestand Anja Roth, eine der fleißigen Bienen von der Verwaltung, die Niederlage ein. Doch sie zweifelte an der Herrscherkompetenz der Narren.

"Ihr bringt doch wahrlich nichts zu Wege, dazu seid ihr viel zu träge", spottete sie lachend. "Ihr Narren seid doch arbeitsscheu und sauft ein widerlich Gebräu." Ganz anders sehe das bei den fleißigen Verwaltungsbienen aus, so Roth: "Nur Propolis macht superstark und bringt dich morgens aus dem Quark."

Anschließend lachten, tanzten, feierten und aßen alle gemeinsam, ehe es weiter ging. Denn die Wildberger Narrenzunft hatte am Donnerstag einen straffen Zeitplan. Vor der Schülerbefreiung hatten sie dem Elektro Schmelzle und der Sparkasse einen Besuch abgestattet, wo sie nett empfangen wurden.

Nach dem Sturm auf das Rathaus führte sie ihr Weg noch ins Alten- und Pflegeheim sowie nach Sommenhardt in die Karl-Georg-Haldenwang-Schule, wo sie ebenfalls die Schüler befreiten und sich mit den Aidlinger Oldstyle-Gugga trafen.

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