Die alten Verteilerkästen der Telekom (Vordergrund) in der Wildberger "Siedlung" rund um das Bildungszentrum sollen noch in diesem Jahr modernisiert und VDSL-fähig gemacht werden. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Schnelles Internet: Wildberger Verwaltung meldet Ausbauplanungen in der Kernstadt und in Gültlingen / LTE schließt Lücken

Der Breitbandausbau in der Schäferlaufstadt und ihren Stadtteilen soll in diesem Jahr weiter forciert werden. "Das ist ein wichtiges Thema – gerade in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling", machte Bürgermeister Ulrich Bünger in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich.

Wildberg. Die fand nach einigen Videokonferenzen in den heimischen Wohnstuben wieder mal als Präsenzveranstaltung in der Stadthalle statt, wobei neben Abstand, Plexiglastrennwänden und CO2-Ampel für die Teilnehmer auch ein Schnelltest-Angebot im Hygienekonzept vorgesehen war. Zudem stand im nichtöffentlichen Teil wohl auch noch ein Tagesordnungspunkt zur Debatte, bei dem es gut war, "wenn sich die Gemeinderäte in die Augen sehen können“" wie es CDU-Stadtrat Gerhard Ostertag formulierte.

Im öffentlichen Part der Sitzung konnte die Verwaltung die frohe Botschaft verkünden, dass die von der Stadtverwaltung mit verschiedenen Telekommunikationsanbietern geführten Gespräche von Erfolg gekrönt wurden. So liegen zwischenzeitlich zwei Ausbauplanungen vor, die in der Kernstadt (Deutsche Telekom) und im Stadtteil Gültlingen (Vodafone) ab April an den Start gehen sollen. "Höhere Bandbreiten sind die Zukunft", erklärte Bürgermeister Bünger, dass die Anbieter jetzt nachziehen, um flächendeckend eine ausreichende Versorgung zu realisieren.

In einer Fleißarbeit wurde im Rathaus zudem eine Übersicht über die aktuelle Breitband- und Internetversorgung für Wildberg und die vier Stadtteile zusammengestellt, die Bauamtschef Arthur Sadlers im Gemeinderat präsentierte. "Wir haben uns bisher immer nur mit Mängeln und Unterversorgung befasst", machte Sadlers deutlich, dass tatsächlich große Teile der Stadt gut versorgt seien. Zwar gebe es noch einzelne Bereiche, in denen die kabelgebundene Versorgung nicht zufriedenstellend ist – doch dort gebe es fast flächendeckend und mit Ausnahme einiger Tallagen eine Versorgung mit 300 Megabit pro Sekunde über Mobilfunk mit LTE.

"Jeder hat hier die Möglichkeit, die mögliche Bandbreite für seine Straße online zu ermitteln", erläuterte der Bauamtsleiter. Vor allem in Sachen Mobilfunk sei zudem das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Ab Herbst soll dann VDSL in der Kernstadt flächendeckend zur Verfügung stehen, wodurch vor allem die bisherige Unterversorgung auf dem Wächtersberg und in der Siedlung auf der gegenüber liegenden Talseite der Vergangenheit angehören sollen.

Höhere Leistungbedingt höhere Kosten

SPD-Stadtrat Dieter Dannenmann dankte dem Bauamt für die "immense Arbeit", was vom Gremium mit Beifall unterstrichen wurde. Gleichzeitig fand er es positiv, dass es in Sachen Breitbandversorgung "langsam vorwärtsgeht", denn in manchen Straßen seien die Kapazitätsgrenzen der bestehenden Leitungen erreicht. Allerdings müssten die Bürger auch wissen, dass "eine höhere Leistung auch mit höheren Kosten verbunden ist".

Wie Margit Gärtner (CDU) anmerkte, sei man zwar im Moment gut aufgestellt, aber "wir müssen perspektivisch an dem Thema dranbleiben". Bei dieser Gelegenheit hielt sie eine bessere Zusammenarbeit mit den Anbietern für wünschenswert, zumal es noch mehr Ausbaupotenzial in Wildberg gebe.

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