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Wildberg Coronavirus: Ein Zweiertisch pro Schüler

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Jeder Schüler verfügt über einen eigenen Zweiertisch und kann ausreichend Abstand zu seinen Klassenkameraden halten. Foto: Grundschule Sulz

Wildberg - Die Viertklässler im Wildberger Stadtgebiet sind zumindest zeitweise zurück im Präsenzunterricht. Schüler und Lehrer sind froh, sich wiederzusehen. Normalität sieht allerdings anders aus.

In der Grundschule Sulz am Eck/Gültlingen sind die Viertklässler in Gruppen mit bis zu zwölf Schülern eingeteilt. Mehr finden aufgrund der Abstandsregeln keinen Platz in einem Klassenzimmer. Der Unterricht findet täglich in Schichten statt. "So hat jeder Viertklässler bis zu den Pfingstferien täglich zwei Zeitstunden Präsenzunterricht", erklärt Rektorin Heike Müller. "Da Teile des Kollegiums nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, weil sie zu einer Risikogruppe gehören, übernehmen andere Lehrkräfte diese Lehraufträge."

Auch an der Grundschule Wildberg/Effringen ging es vor zwei Wochen wieder los und auch dort wurden die Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt. Vor Ort unterrichtet wird an allen Wildberger Grundschulen in den vom Kultusministerium vorgegebenen Fächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht. Der Präsenzunterricht diene dazu, berichtet Heike Müller, neue Lerninhalte einzuführen. Außerdem werden Fragen und Schwierigkeiten aus dem Fernlernunterricht geklärt. "Es gibt Hausaufgaben, und die Fernlernphase nach den Pfingstferien wird vorbereitet", so Müller.

In den Schulhäusern hängen überall Hinweisschilder, die auf die Hygienevorschriften hinweisen. "Die Laufwege zu den Klassenzimmern sind genau festgelegt", fährt die Rektorin fort. Die Toilettenräume darf jeweils nur ein Kind betreten. "Wer wo das Schulhaus betritt, ist ebenfalls vorgeschrieben, um möglichst wenige Begegnungen zu haben", so Heike Müller. "Lehrkräfte sind als Aufsichten eingeteilt."

Schüler müssen sich an Regeln halten

Punkte auf dem Schulhof markieren die Aufstellungsstandorte für die Schüler, erzählt Antje Schühle, Konrektorin der Grundschule Wildberg/Effringen. Die Jungen und Mädchen haben Fußabdrücke darauf gemalt, sodass nun eine Fußspur ins Schulhaus führt. Die Kinder müssen dort warten, ehe sie in die Schule dürfen. "Sie werden nach und nach hereingerufen", erklärt Schühle, "und müssen sich dann erst einmal die Hände waschen." Was die Schilder im Haus und die Wegeführung angeht, habe sich der Hausmeister viele Gedanken gemacht und zusammen mit der Schulleitung ein Konzept erarbeitet.

Im Klassenzimmer hat dann jeder einen eigenen Doppeltisch und damit die nötigen Abstände zu anderen, fährt Antje Schühle fort. Der Lehrerbereich ist mit Klebeband markiert. Und auch Plexiglas-Scheiben stehen zur Verfügung.

Zudem wurde eine Fördergruppe eingerichtet, erzählt Heike Müller. Diese wird von Kindern besucht, die durch den Fernlernunterricht nicht erreicht werden konnten. Dazu komme noch die Notbetreuung. Da rechnet Müller nach den Pfingstferien mit steigenden Zahlen.

Kinder sind diszipliniert

Auch in Wildberg/Effringen durften in Absprache mit den Eltern Schüler vorbeikommen, die zuhause nicht so gut zurechtkamen, so Antje Schühle. Nach den Pfingstferien steht gerade für jene Kinder eine Lehrkraft zur Verfügung, die sie stundenweise in der Schule betreut. Dabei gehe es zwar nur um einzelne Schüler, betont Schühle, trotzdem sei sie glücklich, dass man das anbieten kann und die Kinder die Möglichkeit bekommen, das ein oder andere aufzuarbeiten.

"Die Schüler verhalten sich sehr diszipliniert und achten auf die Regeln, vergessen sie jedoch manchmal im Spiel und müssen dann erinnert werden", berichtet Heike Müller. Auch Antje Schühle erzählt: "Die Kinder halten sich gut daran." Wenn es überhaupt etwas Positives an der aktuellen Situation zu finden gebe, meint sie lachend, dann dass die Viertklässler jetzt zum Großteil fit sind, was technische Dinge wie Mails verschicken und Dokumente einscannen angeht.

Schüler wie Lehrer seien froh, wieder im Präsenzunterricht zu sein. "Es war jetzt schon wichtig", findet die Konrektorin, "dass sie sich auch mal wieder vor Ort sehen und jemand da ist für sie von schulischer Seite."

Kontakt sei sehr positiv

Eine Umgewöhnung für Schüler und Lehrkräfte sei es, "an festgelegten Plätzen mit Abstand" zu lernen, merkt Heike Müller an. Sonst werde "viel kooperativ" gearbeitet, also in Partner- oder Gruppenarbeit. "Das ist für alle Beteiligten eine große Umstellung", findet die Rektorin. "Wir sind alle froh, dass wieder Schüler im Präsenzunterricht sind", sagt sie, "aber es ist doch ein völlig anderer Schulalltag, als wir es gewohnt sind." Alle würden die neuen Herausforderungen jedoch annehmen und täglich dazulernen, "um die Vernetzung von Präsenzunterricht und Fernlernunterricht zu optimieren". Der Kontakt mit zumindest einem Teil der Klasse sei für die Schüler sehr positiv.

Nach den Pfingstferien geht es dann im wöchentlichen Wechsel mit allen Klassenstufen weiter. Dabei bleibt es bei den erwähnten Schichten und Größen, so Müller, "so dass jeder Schüler eine Woche lang täglich zwei Zeitstunden Präsenzunterricht hat und dann wieder eine Woche Fernlernunterricht". Weiterhin angeboten werden Notbetreuung und Fördergruppe.

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