Durch "STEP N! 2035" soll Sulz in vielerlei Hinsicht vorangebracht werden. Jetzt sind dabei die Ideen und Vorstellungen des Ortschaftsrats gefragt.Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Beim Stadtentwicklungsprozess "STEP N! 2035" sind jetzt auch die Sulzer Ortschaftsräte gefragt

Wildberg-Sulz. Jetzt sind Ideen aus dem Ortschaftsrat gefragt: Der Stadtentwicklungsprozess "STEP N! 2035" läuft, ein Projektpool steht, umfassende Gremienarbeit hat bereits stattgefunden. Bürgermeister und Ortsvorsteher forderten in der letzten Sitzung den Ortschaftsrat Sulz auf, sich noch einmal aktiv einzubringen.

2019 startete der Prozess mit einer gesamtstädtischen Haushaltsbefragung, aus der wichtige Themen bereits hervorgingen. Ende 2019 rief Wildberg einen N!-Beirat mit vielen verschiedenen Beteiligten ins Leben. Angehörige aller gesellschaftlich relevanten Gruppen und der Fraktionen sind darin vertreten, dazu kommen zufällig ausgeloste Bürger.

Die Aufgabe des Nachhaltigkeitsbeirates besteht darin, strategische Überlegungen zu den Themenbereichen Soziales und Gesundheit, Wirtschaft und Arbeit, ökologische Tragfähigkeit und kommunale Rahmenbedingungen anzustellen. Diesen vier Kernthemenbereichen sind 17 Handlungsfelder zugeordnet. Dazu wurden Leit- und Handlungsziele formuliert, ein Projektpool erarbeitet und hieraus spezifische Leitprojekte priorisiert. Die Verwaltung setzte sich im September noch einmal intensiv mit dem Thema auseinander und sammelte in einem Workshop eigene Vorschläge.

Anschließend gingen die Ergebnisse in Form eines Workshops durch den Gemeinderat, um dem Gedanken eines Trialogs zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Gemeinderat gerecht zu werden. Der eigentlich geplante Abschluss-Workshop im Januar musste wegen der Pandemie entfallen. Für den finalen Schliff wurde daher eine schriftliche Anhörung durchgeführt. Parallel dazu erfuhren die Ortschaftsräte bei einem Termin Mitte Februar mehr über das Konzept.

Nun waren sie aufgerufen, sich erneut in den Prozess einzubringen. Auf den Ratstischen lag der sogenannte Projektpool. Er ist eines der Kernelemente des nachhaltigen Stadtentwicklungskonzeptes. In drei Prioritätsstufen eingeteilt finden sich darin verschiedene Projekte. Auch die 43 Leitprojekte sind hier ablesbar. Für eine konkrete Maßnahmenplanung soll nun ein Ideenpool entstehen. Dafür sollen die Ortschaftsräte Umsetzungsvorschläge für einzelne Projekte einbringen.

Der "STEP N!" gebe einen Handlungsleitfaden, erklärte Bürgermeister Ulrich Bünger. Und gerade, wenn das Geld knapp ist, sei es wichtig, zielgerichtet zu investieren. Ein weiterer Pluspunkt: Auch die Bürger werden einbezogen. "Ich bin sehr angetan, was da erarbeitet wurde", lobte Bünger. Es seien "unglaubliche viele Ideen" gekommen und da sei es nun wichtig, dass diese "nicht in der Schublade verschwinden". Daher sein Appell: Jeder Kommunalpolitiker solle den Projektpool am besten immer in der Tasche haben und wenn er eine Idee hat schauen, wo diese reinpasst.

Da konnte sich Ortsvorsteher Rolf Dittus nur anschließen: Jeder Ortschaftsrat sei gefordert, Ideen zu entwickeln. Viele stehe bereits auf der Liste, dennoch solle man sich Gedanken machen, wie man den Ort noch weiter aufwerten kann. "Das müssen keine Riesenprojekte sein", fand Dittus, "auch Kleinigkeiten können etwas beitragen."

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