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Wildberg Bünger würdigt das Wirken des "Funkturms"

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Bürgermeister Ulrich Bünger (links) überreichte Johann-Georg Wenzler ein Bild und einen Bildband.Foto: Stadt Wildberg Foto: Schwarzwälder Bote

Das Schäferlauf-Wochenende 2020 ist Geschichte – ohne dass die Wildberger ihr Heimat- und Brauchtumsfest hätten feiern können. Aber so ganz spurlos ging das coronabedingt abgesagte Festwochenende dann doch nicht an der Schäferlaufstadt vorbei.

Wildberg. Immer wieder und an vielen Orten im Stadtgebiet spürte man, dass viele Wildberger zumindest im Geiste ganz bei ihrem Brauchtums- und Heimatfest waren. Fahnen wehten an Gebäuden, Windräder drehten sich überall im Stadtgebiet, die Stadtkapelle und die Trachtengruppe stellten spontane Aktionen auf die Beine, und statt des traditionellen Leistungshütens fand ein Schäfertreffen statt.

Denn: Ganz ohne geht eben auch in Zeiten von Corona nicht. Und so lud die Stadt Wildberg Schäfer aus der Region, Vertreter des Landesschafzuchtverbands und des Schäfereivereins Nordschwarzwald zu einem Treffen ein. Und sogar die amtierende Wildberger Schäferkönigin Sophia Hagenlocher gab sich die Ehre. Rund 60 Gäste versammelten sich auf dem Gelände der Modellfluggruppe Wächtersberg, die die Bewirtung übernahm. Das Mittagessen brachte der Gasthof Löwen auf die Tische.

Bei diesem Treffen stand ein Mann im Mittelpunkt. Bekannt ist er unter seinem liebevoll gewählten Spitznamen "der Funkturm", wie Bürgermeister Ulrich Bünger lachend erzählte. Die Rede ist von Johann-Georg Wenzler, ehemaliger Zuchtleiter beim Landesschafzuchtverband, der seit 2002 das Leistungshüten für das Publikum kommentiert hat. 2018, kurz nach dem Schäferlauf in Wildberg, trat er in den Ruhestand und gab damit auch diese Aufgabe an einen Nachfolger weiter. Genau so kam er vor 18 Jahren selbst zu diesem "Job". Und er ist in Wildberg mittlerweile recht bekannt. "Als ich hergelaufen bin, kamen mir Wanderer entgegen, die sagten sofort: Hoi, isch heut Leischtungshüten?"

Wenzler kam immer gerne zum Wildberger Schäferlauf. "Da war immer klar, es ist alles hervorragend vorbereitet." Auch künftig wird man ihn sicher unter den Besuchern entdecken. Für sein Wirken in Wildberg überreichte Bürgermeister Bünger dem "Funkturm" ein Bild, das ihn beim Leistungshüten in Aktion zeigt, und einen Bildband.

Am Freitag beziehungsweise am Sonntag demonstrierten bereits die Stadtkapelle und die Trachtengruppe ihre Verbundenheit mit dem Schäferlauf. Auf dem Schäferlaufplatz und im Kloster versammelten sich die Musiker und Tänzer, um dem ausgefallenen Brauchtums- und Heimatfest ihren Tribut zu zollen. Mit dabei war auch der Liederkranz Malsch, der extra für die Zeit des Schäferlaufs eine Unterkunft im "Schäferwagen-Hotel" gebucht hatte. Die Gelegenheit zu feiern fanden die Mitglieder trotzdem.

"Schäferlauffreunde" wollen sich im Oktober gründen

Wer etwas für den Wildberger Schäferlauf tun möchten, kann für einen Jahresbeitrag von 17,23 Euro (abgeleitet vom Erlass zum Wildberger Schäferlauf im Jahr 1723) zum Unterstützer der Schäferlauffreunde Wildberg werden. Die Gründungsversammlung ist für den 14. Oktober geplant. Bereits jetzt liegen 160 Mitgliedsanträge vor. Wer noch nicht auf der Interessentenliste steht, aber ebenfalls gerne Mitglied der Schäferlauffreunde werden möchte, kann sich an Eberhard Fiedler, E-Mail schaeferlauffreunde-wildberg@ web.de, wenden und die Unterlagen anfordern.

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