Im Schönbronner Ortskern entstehen Bauplätze.Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Finanzen: Ortschaftsrat Schönbronn diskutiert die im Haushaltsplan 2021 für den Teilort vorgesehenen Investitionen

Der Schönbronner Ortschaftsrat befasste sich mit dem Wildberger Haushaltsplan 2021 – vor allem damit, welche Investitionen im kleinsten Teilort der Schäferlaufstadt geplant sind – und stimmte dem Etat-Entwurf zu.

Wildberg-Schönbronn. David Mogler stellte seinen Ausführungen zunächst einen Dank an die Verwaltung und die Kämmerei voraus. Es handle sich um ein besonderes Jahr, so der Ortsvorsteher. Kernthemen bei den Investitionen seien die drei Sanierungsgebiete, das "Zentrum Unterstadt" sowie der Fuhrpark der Feuerwehr. Trotz der Umstände wäre es aus seiner Sicht "fatal", würden diese nicht weiter vorangetrieben, denn sie seien wichtig für die Stadt, und antizyklisch zu investieren bewähre sich.

Positiv bewertete David Mogler den Verzicht auf eine Steuererhöhung. Es könne nicht sein, dass die Bürger in dieser schweren Zeit noch weiter belastet werden – da sei sich der Gemeinderat fraktionsübergreifend einig gewesen.

Für Schönbronn habe man bereits Projekte auf den Weg gebracht und abgeschlossen, wie beispielsweise das Sanierungsgebiet. Im Ortskern konnten neue Bauplätze erschlossen werden, die sich langsam mit Leben füllten. Dort sei eine "schöne Mischung" aus Alteingesessenen und Zugezogenen entstanden, freute sich David Mogler.

Mittelfristig werde die Verbindungsstraße nach Oberhaugstett, die Querverbindung zwischen L 349 und L 348, Thema. Dort seien Autos, vor allem auswärtige Transporter, welchen die Straße auf ihren Navigationssystemen angezeigt wird, sehr schnell unterwegs und stellten eine Gefahr für Radfahrer, Fußgänger und private Waldbesitzer dar. Die Straßengräben auf beiden Seiten der Straße seien sehr tief, und somit entstehe ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial. Entweder müsse die Straße ertüchtigt, also um mindestens einen Meter verbreitert, oder für Nicht-Anlieger gesperrt werden.

Michael Legner merkte an, dass der Feuerwehrfuhrpark zwar viel Geld koste, die Wehr aber auch eine Pflichtaufgabe der Stadt sei. Es sei wichtig, die entsprechende Ausstattung zu stellen. Das sei kein Punkt, an dem man sparen sollte.

Bünger: "DieInvestitionen weisen indie Zukunft"

Die Lieferzeit für Feuerwehrfahrzeuge sei sehr lang, ergänzte David Mogler. Deswegen müsse man jetzt bestellen, um die Fahrzeuge in drei Jahren zu erhalten.

Bürgermeister Ulrich Bünger kommentierte den Haushaltsplan allgemein. Die Budgets seien zusammengefasst und man erkenne, welches die großen Bereiche sind, was die Stadt ausmache, wo die Möglichkeiten sind und wo die Grenzen. Bünger fasste zusammen: "Die Investitionen, die daliegen, die weisen in die Zukunft." Und das sei wichtig für die Attraktivität einer Stadt.

Es sei nicht weniger Geld da, es verteile sich nur anders, fuhr der Bürgermeister fort. Während die öffentliche Hand 1,2 Billionen Euro investiert habe, sei das Privatvermögen um 1,7 Billionen Euro gestiegen. Das werfe Fragen für die Zukunft auf. Denn leide der Staat Not – "und das tut er" –, müsse man schauen, wer welchen Beitrag leisten kann, um das System zu erhalten. Die Möglichkeiten der Steuerung werden hier entscheidend sein, so Bünger.

Tilo Ziegler mahnte in diesem Zug an, die Bürger nicht zu sehr zu belasten und auch mal ein Projekt zu verschieben, wenn es nicht anders geht.

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