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Wildberg Abstrakte Begegnung mit Mozart

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Das Reuthinquartett trat mit einer Uraufführung in der Martinskirche auf. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Uraufführung spielte das Reuthinquartett für rund 50 Besucher und den Komponisten selbst. "Mozart on the edge" heißt das Werk, das zum "einfach zuhören und genießen" geschrieben war.

Wildberg. Der Kontakt zwischen Komponist David Holleber und dem Reuthinquartett entstand über Facebook. Das soziale Netzwerk schlug dem Künstler das Ensemble vor – der Algorithmus hatte ins Schwarze getroffen. Hollebers Interesse war geweckt und er nahm Kontakt auf, wie er beim Konzert "Begegnungen mit Mozart" in der Wildberger Martinskirche selbst erzählte.

Also fragte er die Musiker, ob sie Lust auf eine Uraufführung hätten. Und das hatten sie, das Werk musste lediglich zum Konzert passen. Mit dem Thema Mozart lag das Reuthinquartett da bei David Holleber genau richtig. Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nr. 40 g-Moll habe ihn schon sein Leben lang begleitet, sagte Holleber, "die mochte ich seit meiner Kindheit".

Also nahm er sich das Werk vor und erschuf "quasi eine Abstraktion auf Mozart", erklärte er. Sicher werde das Publikum Fragmente der bekannten Komposition erkennen, meinte Holleber, aber "erwarten sie keinen Mozart". "Einfach zuhören und genießen", lautete sein Rat, "denn so funktioniert diese Musik".

Das Publikum nahm sich den Ratschlag zu Herzen, lehnte sich zurück und genoss – wie auch das restliche Konzert über. Und wie auch den restlichen Abend über, folgte der einfühlsam, leidenschaftlich und konzentriert gespielten Musik begeisterter Applaus.

Kraftvolle Wiederkehr der Klänge

Von Mozart selbst erklangen mehrere Kirchensonaten, abwechslungsreiche Schöpfungen, in denen man sich als Zuhörer einfach verlieren konnte. Alle Werke waren kraftvoll, eindringlich, eingängig. Phasenweise hätte man meinen können, die Intensität lasse kurz nach, mache einer ruhigeren Gangart Platz, nur um dann von einer noch kraftvolleren Wiederkehr der Klänge überrascht zu werden.

Rund um den berühmten Komponisten der Wiener Klassik hatte das Reuthinquartett eine Auswahl von Stücken gestellt, die in Zusammenhang zu seinem Leben standen. So spielte das vierköpfige Ensemble unter anderem eine durch Mozart bearbeitete Komposition von Christian Cannabich. "Der Stil hat Mozart gereizt", erklärte Petra Roderburg-Eimann (Blockflöte). Die beiden Komponisten seien sich zudem sehr eng verbunden gewesen.

Auf einer Konzertreise der Familie Mozart lernte Wolfgang Amadeus den berühmten Gambisten und Komponisten Carl Friedrich Abel kennen. Der damals Achtjährige sollte den kompositorischen Satz Abels studieren, wie Peter Falk (Kontrabass) erzählte.

Dieser Begegnung mit Mozart widmete das Reuthinquartett seine Interpretation von Abels Trio in G-Dur, ein beschwingt, romantisch, verspielt, zärtlich und tänzerisch wirkendes Stück.

Die großen Komponisten dieser Zeit, vereint durch ihre Begegnungen mit Mozart, schienen das Publikum sehr zu bewegen und zu berühren. Besonders wurde das Konzert durch die Zusammenstellung des Ensembles selbst: Petra Roderburg-Eimann an der Blockflöte, Kaoru Minamiguchi an Violine und Viola, Ursula Staenglen am Akkordeon und Peter Falk am Kontrabass. Diese doch ungewöhnliche Instrumenten-Konstellation, gespielt von pädagogisch und künstlerisch an renommierten Musikhochschulen ausgebildeten Musikern, verlieh den bekannten klassischen Kompositionen neue Klangfarben.

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