JJ4, genannt „Gaia“, streift durch ihr neues Zuhause. Foto: Stiftung für Bären

Nach einer Woche im Schwarzwald befindet sich die „Problembärin“ JJ4 aus Italien nun in ihrer Freianlage des Bärenparks in Bad Rippoldsau-Schapbach. So beschreibt das Team den Moment.

Es sind nur wenige Aufnahmen, die seit der „Freilassung“ von der Wildbärin gemacht werden konnten. Doch sie zeigen „Gaia“ auf Erkundungstour.

 

Vor etwas mehr als einer Woche kam die Wildbärin JJ4 aus Italien im Schwarzwald an. Nach dem Tod eines Joggers durch das Tier wurde diese gefangen und im Alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach eine neue Anlage für sie gebaut.

In diese wurde die Bärin nach einer Woche, am Montag, entlassen, teilt der Park am Mittwoch mit. Zuvor sei das Tier noch zu aufgeregt gewesen, erklärte Raoul Schwarze im Gespräch mit unserer Redaktion nach dessen Ankunft.

Nach einem kleinschrittigen Kennenlernen der Umgebung, der Gerüche und des Teams im Bärenpark haben die Mitarbeiter die Bärin nun aus ihrer Vorbox in die Freianlage entlassen. Auf einem Überwachungsvideo sieht man die Bärin durch die Schiebetür in die größte Anlage dieser Art in ganz Europa rennen.

Laut Mitteilung des Parks erkundete sie wachsam, Schritt für Schritt ihre neue, naturnahe Anlage. „Sie nahm ein kurzes Bad, durchstreifte aufmerksam die Umgebung und ließ sich schließlich inmitten dichter Brombeersträucher nieder. Ein Moment der Ruhe. Ein erster Schritt des Ankommens“, heißt es auf der Webseite des Tierschutzprojekts.

„Stiller Triumph“ für gefangene Bärin

Der Park bezeichnet dies als „stillen Triumph“. Es seien Schritte, die die Bärin zumindest ein Stück weit selbst wählen konnte, obwohl sie nie wieder in Freiheit leben werde.

Die Wildbärin JJ4, genannt „Gaia“, erkundet ihre neue Wildtieranlage. Foto: Stiftung für Bären

„Das ist das Beste, was ihr Leben jetzt bereithält und genau das wollen wir ihr ermöglichen“, schreibt das Projektteam weiter. Seit Montag habe das Team die Bärin jedoch nicht allzu viel zu Gesicht bekommen. Sie verstecke sich in ihren Rückzugsmöglichkeiten der Freianlage, teilt der Park unserer Redaktion mit.