Emil Kristensen (Mitte) und die Wild Wings gewannen gegen Iserlohn – wie schon gegen Düsseldorf – nach Verlängerung. Foto: Sigwart

Nach dem Overtime-Sieg gegen Düsseldorf stand für die Schwenninger Wild Wings nur 24 Stunden später die nächste DEL-Partie auf dem Programm. In der heimischen Helios-Arena bezwangen sie die Iserlohn Roosters mit 3:2 nach Verlängerung.

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Der verletzte Wild-Wings-Angreifer Darin Olver prophezeite vor der Partie: "Wir haben gestern zwar gewonnen, waren mit unserer Leistung aber nicht zufrieden. Wir wollen es heute besser machen und werden deshalb richtig heiß sein." Olver sollte recht behalten.

Dynamische Partie

Obwohl beide Mannschaften bereits am Vorabend im Einsatz waren – die Roosters unterlagen den Mannheimer Adlern mit 1:2 nach Verlängerung – entwickelte sich in der Anfangsphase eine dynamische Partie. Auf beiden Seiten machte die Defensive eine gute Figur, beide Teams übten viel Druck aus und machten ihrem jeweiligen Gegner den Spielaufbau schwer.

Die Gastgeber hatten im ersten Drittel ein leichtes Chancenplus (12:7 Schüsse), was nach 13 Minuten in der Schwenninger Führung resultierte – dachte man zumindest. Doch den vermeintlichen Treffer von Tyson Spink erkannte das Schiedsrichtergespann wegen Torwartbehinderung nicht an. Wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Spielabschnitts war es dann wirklich so weit. Der zweite Saisontreffer von Marius Möchel wurde zwar erneut per Videobeweis überprüft, war aber letztendlich regelkonform. Nach einem Schuss von Tylor Spink und der Abwehr von Roosters-Schlussmann Andreas Jenike stand Möchel goldrichtig und netzte zur 1:0-Führung ein.

Doch im zweiten Drittel wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste. In der 29. Minute fälschte Joseph Whitney einen Distanzschuss von Robert Raymond zum Ausgleich für die Roosters ab – nicht ohne den an diesem Abend schon fast obligatorischen Videobeweis. Knapp sieben Minuten später kam es noch dicker für die Wild Wings: Mit einem satten Schuss, der selbst für den erneut bärenstarken Joacim Eriksson unhaltbar war, brachte Griffin Reinhart die Gäste im Powerplay in Führung. Mit einem 1:2-Rückstand ging es für die Schützlinge von Niklas Sundblad in die zweite Drittelpause.

Im letzten Spielabschnitt war mit zunehmender Zeit deutlich zu sehen, wie beiden Mannschaften langsam aber sicher die Kräfte schwanden. Bis in die Schlussminute hinein blieb es beim 1:2 aus Sicht der Schwenninger. Niklas Sundblad nahm Keeper Eriksson aus der Partie und schickte sechs Feldspieler auf die Eisfläche – mit Erfolg! Nachdem Jenike einen Schuss von Troy Bourke noch hatte parieren können, war Tylor Spink zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Es ging also in die Verlängerung.

In dieser mussten die Gastgeber direkt eine Schrecksekunde erleben, doch das vermeintliche 2:3 war wegen Torhüterbehinderung irregulär. In der 63. Minute wurde dann Tyson Spink mit einem herrlichen Treffer nach einem Dribbling zum Matchwinner.

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