Ausgelassene Freude: Wild-Wings-Chefcoach Steve Walker bedankt sich nach dem entscheidenden Heimsieg gegen Straubing bei den Fans. Foto: Eibner

Die Mannschaft feiert die direkte Qualifikation, die einige Vorteile bringt. Im letzten Hauptrundenspiel am Freitag in Iserlohn wollen die Schwenninger personell etwas rotieren.

Die Wild Wings haben am Sonntagnachmittag mit der erstmals seit ihrer DEL-Rückkehr in 2013 erreichten direkten Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale Geschichte geschrieben. Lange feierte das Team auf dem Eis noch mit seinen Fans – sogar frisch gedruckte Play-off-Shirts wurden plötzlich ausgepackt. In der Kabine setzten die Spieler ihre Party fort – dazu gab es auch noch den 29. Geburtstag von Alex Karachun, der die Mannschaft mit einem großen Hefezopf überraschte.

 

„Bei uns brennt jetzt die Kabine“, hatte Siegtorschütze Arkadiusz Dziambor gleich nach dem 3:2-Sieg gegen Straubing erklärt. Bereits zum achten Mal war die Helios-Arena in dieser Saison ausverkauft.

Wie es weitergeht

Zwei Tage haben die Spieler nun frei bekommen. Am Mittwoch starten die Vorbereitungen für das letzte – nur noch für die Statistik wichtige – Hauptrundenspiel am Freitag in Iserlohn. Die Roosters haben den Klassenerhalt geschafft. Augsburg steht als sportlicher Absteiger bereits fest.

Wild-Wings-Chefcoach Steve Walker plant, personell zu rotieren. Leicht angeschlagene Spieler – wie zum Beispiel seit Sonntag Sebastian Uvira – sollen geschont werden. Denkbar ist auch ein Einsatz von Backup Cody Brenner.

Die direkte Qualifikation für die Viertelfinal-Serie birgt einige Vorteile. Während die vier Teams der 1. Play-off-Runde – Köln, Mannheim, Ingolstadt und Nürnberg – am kommenden Sonntag gleich weiter spielen müssen, können sich die bisher sechs Viertelfinalteilnehmer Bremerhaven, Berlin, Straubing, München, Wolfsburg und Schwenningen auf den Start am Samstag/Sonntag, 16./17. März vorbereiten.

Es kommt selten in der DEL-Hauptrunde vor, dass nach dem vorletzten Spiel ausgerechnet die beiden Trainer der Viertelfinal-Kontrahenten bei der Medienkonferenz nebeneinandersitzen. Doch am Sonntag war dies der Fall.

Die beiden Trainer blicken voraus

Straubings Coach Tom Pokal zeigte sich humorvoll und sagte: „Wir werden uns ja jetzt öfters sehen. Normalerweise wünsche ich den gegnerischen Mannschaften viel Glück für die Play-offs, aber heute passt das ja nicht ganz.“

Wie Pokel die Viertelfinal-Serie gegen die Wild Wings einschätzt? „Es treffen zwei starke und gut strukturierte Mannschaften aufeinander. Beide sind außerdem heimstark. Deshalb freuen wir uns, dass wir daheim beginnen können. Steve und ich kennen uns gegenseitig auswendig. Der Unterschied zwischen dem Dritten und dem Sechsten ist in der DEL nicht groß. Ich tippe auf sehr intensive Spiele.“

Steve Walker, der am Sonntag die direkte Quali sichtlich sehr genoss, sieht zwischen beiden Teams einen „großen gegenseitigen Respekt. Wir haben in allen vier Spielen bisher gegen Straubing eine gute Leistung gezeigt. Die Tigers haben sehr gute Special Teams, darauf werden wir in der Serie auch besonders achten müssen. Wir werden bereit sein“, verspricht der Wild-Wings-Coach.