Schwenninger besiegen in der DEL im Kampf um Platz sechs Straubing daheim entscheidend mit 3:2. Gegen die Tigers geht es ab dem 16. März auch im Viertelfinale.
Die Wild Wings haben ihr erstes großes Saisonziel erreicht und am vorletzten Hauptrunden-Spieltag in der DEL den sechsten Platz fest zementiert. Im Play-off-Viertelfinale (Best of 7) geht es ab dem 16. März für die Schwenninger erneut gegen den Dritten Straubing.
Im Kampf um den sechsten DEL-Platz rückten am Sonntagnachmittag insgesamt drei Spiele in den Fokus. Während sich in der ausverkauften Helios Arena Schwenningen und Straubing duellierten, mussten die Direktkonkurrenten der Wild Wings – Mannheim (in Bremerhaven) und Köln (in Ingolstadt) – jeweils auswärts ran. Die Kölner siegten mit 4:2 und rückten auf Platz sieben vor. Mannheim verlor mit 3:4 nach Overtime in Bremerhaven und sind nun Achter.
Um 16.22 Uhr stand die erstmals seit ihrer DEL-Rückkehr (2013) erreichte direkte Play-off-Qualifikation der Wild Wings fest. Die Schwenninger Fans („Deutscher Meister wird nur der SERC“) feierten enthusiastisch ihr Team.
Die Schwenninger Stimmen
Verteidiger-Talent Arkadiusz Dziambor war der entscheidende Schütze im Schlussdrittel zum 3:2. Er strahlte nach dem Schlusszeichen: „Bei uns brennt jetzt die ganze Kabine. Außerdem hat Alex Karachun zu seinem 29. Geburtstag auch noch was ausgegeben.“
Wild-Wings-Trainer Steve Walker war glücklich: „Es ist ein wunderschöner Tag für uns alle. Die Jungs sind nach dem 0:2-Rückstand immer besser ins Spiel gekommen. Ich freue mich auf das Viertelfinale gegen diesen starken Gegner Straubing. Wir haben beide großen Respekt voreinander.“
Stefan Wagner, der Sport-Geschäftsführer der Wild Wings, ist stolz auf die Mannschaft: „Die Jungs haben sich für eine bislang großartige Saison heute belohnt. Und die Saison ist ja noch nicht zu Ende. Mit unserer direkten Qualifikation haben wohl so viele vor der Runde nicht gerechnet.“
Das erste Drittel
Im Vergleich zu 4:1-Sieg am Freitag in Mannheim hatte Coach Steve Walker personell nichts verändert.
Nach nur 59 Sekunden besaß Wild-Wings-Angreifer Tylor Spink die erste Chance des Tages. Bis zur ersten Pause verlief die Partie ausgeglichen. Gästeverteidiger Cody Lampl hatte (16.) Pech mit einem Schuss an den Außenpfosten. Torlos stand es in Schwenningen nach 20 Minuten.
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt wurden die Tigers klarer in ihren Angriffen und verdienten sich in der 24. Minute die 1:0-Führung durch Nicolas Mattinen. Wenig später parierte Gästekeeper Hunter Miska eine gute Chance von Will Weber. Die Niederbayern legten nach im Powerplay: Tyler Sheehy traf zum 2:0 (29.).
Die Wild Wings warteten nicht lange mit ihrer Antwort, wurden effektiver: Daniel Pfaffengut gelang (34.) im Powerplay das 1:2 – 38 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels hämmerte Ben Marshall die Scheibe zum 2:2 ins Straubinger Netz.
Daniel Pfaffengut zog in der letzten Pause ein Zwischenfazit: „Wir haben Charakter bewiesen und sind zurückgekommen. Es ist ein sehr hartumkämpftes Spiel.“
Das dritte Drittel
Sebastian Uvira konnte verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken. Hier waren sechs Minuten gespielt, als Arkadiusz Dziambor von der blauen Linie abzog und zum 3:2 traf. Mit einem großen Kämpferherz verteidigten die Wild Wings den knappen Vorsprung, waren im letzten Drittel auch das bessere Team. Um 16.22 Uhr war der Schwenninger Triumph perfekt, der sechste Platz war fix.
Die Statistik
Wild Wings – Straubing 3:2 (0:0, 2:2, 1:0).
Tore: 0:1 Mattinen (23:32 – Assist: Samanski), 0:2 Sheehy (28:19/5:4 – Connolly und Scott), 1:2 Pfaffengut (33:23/5:4 – Marshall, Platzer), 2:2 Marshall (39:22/5:4 ), 3:2 Dziambor (45:26 – Olimb).
Strafen: Wild Wings: 6 – Straubing: 10.
Schiedsrichter: Kopitz/Frano.
Zuschauer: 5030 (ausverkauft).