Typisch Alexander Karachun (links, gegen Straubings Stephan Daschner): Erst sein Team in der ersten Pause gegen die Tigers mit klaren Worten wachgerüttelt – dann wenig später das zwischenzeitliche 1:0 erzielt. Foto: Roland Sigwart

Die Wild Wings gewinnen daheim gegen Straubing nach einer starken Leistung mit 4:1. Sebastian Uvira freut sich: „Ich glaube, unsere Fans haben ein tolles Spiel gesehen.“

Die Wild Wings haben am Freitagabend in der DEL daheim gegen den Spitzenreiter Straubing (zuletzt vier Siege in Folge) nach einem starken Auftritt mit 4:1 gewonnen.

 

Die personelle Ausgangslage

Bei den Wild Wings gab es – im Vergleich zum Mittwoch-Spiel in Dresden – einige personelle Veränderungen. Ins Tor kehrte Joacim Eriksson zurück. In der Abwehr rotierte Alex Trivellato raus. Im Angriff pausierten Tylor Spink und Felix Scheel. Dafür standen Sebatian Uvira und Mirko Höfflin wieder im Line-up.

Bei den Straubingern fehlte der gesperrte Top-Verteidiger Marcel Brandt, dafür feierte der erst vor wenigen Tagen neu verpflichtete Defensiv-Mann Ryan Merkley sein Debüt im Tigers-Trikot. Im Tor stand beim Tabellenführer Florian Bugl. Der in den vergangenen Wochen formstarke Henrik Haukeland durfte eine Pause genießen. Seit Wochen fehlt Kapitän Mike Connolly verletzungsbedingt.

Das erste Drittel – Alex Karachun mit deutlicher Ansage

In den ersten 20 Minuten besaßen die Straubinger mehr Spielanteile,verzeichneten 8:2-Schüsse, doch mit einem 0:0 ging es in die erste Pause. Positiv aus Sicht der Wild Wings war, dass die Gastgeber im Spiel gegen die Scheibe ordentlich arbeiteten. Aber sie selbst konnten kaum gute Chancen in dieser Phase kreiieren.

Für Schwenningens Angreifer Alex Karachun war es in der ersten Pause bis dahin zu wenig, was seine Mannschaft gezeigt hatte: „Wir brauchen mehr Eier in der Hose, mehr Willen und müssen präziser arbeiten.“

Das zweite Drittel – Eric Martinsson trifft auch

Alex Karachun zählt zu den Spielern in Schwenningen, die seit Jahren immer direkt die Dinge ansprechen – viel Verantwortung übernehmen und vorangehen. Seine Worte nach dem ersten Drittel waren klar und deutlich. Im Mittelabschnitt dauerte es dann nur fünf Minute, bis die Nummer 47 lieferte. Er erzielte das 1:0 für die Wild Wings, die mit viel Energie ins zweite Drittel hineingefunden hatten.

In der 27. Minute legten die Schwäne im Powerplay durch das zweite Saisontor von Verteidiger Eric Martinsson zum 2:0 nach. Die Kräfteverhältnisse in der Helios Arena waren gekippt. Die Neckarstädter hätten in dieser starken Phase nachlegen können.

Die Tigers meldeten sich mit dem 1:2 in der 34. Minute (Torschütze Filip Varejcka) zurück. Insgesamt hatten die Wild Wings eine gutes Mitteldrittel gespielt.

Das dritte Drittel – Doppelpack von Tyson Spink

Im letzten Abschnitt stand die Partie weiterhin auf einem hohen Level. Nach einem Solo (48.) hatte Zach Senyshyn die große Chance. Doch es blieb spannend. In der 52. Minute trafen die Wild Wings erneut in Überzahl durch Tyson Spink zum 3:1. Dieser schoss dann auch noch das 4:1. Nach vier Siegen in Folge rutschten die Straubinger nun bei starken Schwenningern aus.

Statistik

Wild Wings – Straubing 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)

Tore: 1:0 Karachun (24:31 – Assist: Martinsson), 2:0 Martinsson (26:36/5:4 – Höfflin, Uvira), 2:1 Varejcka (33:10 – Beaudin), 3:1 Tyson Spink (51:37/5:4 – Uvira, Höfflin), 4:1 Tyson Spink (56:11 – Uvira).

Strafen: Wild Wings: 2 – Straubing: 6. Schiedsrichter: Frano/Polaczek.

Zuschauer: 4774.