Nicht überraschend: Der DEL-Disziplinarauschuss sperrte Wild-Wings-Angreifer Alex Karachun am Sonntagabend für das Heimspiel am Dienstag gegen Straubing. Foto: Eibner

Schwenninger kassieren bei der 2:5-Niederlage in Straubing zu viele Strafen. Alex Karachun ist für ein Spiel gesperrt. Das komplette DEL-Viertelfinale im Überblick.

Die Wild Wings haben das Spiel 1 in der Play-off-Viertelfinalserie (Modus „Best of 7“) am Samstag in Straubing mit 2:5 verloren. Nach einem guten ersten Drittel kassierten die Schwenninger im Mitteldrittel– richtungsweisend – gegen sehr effektive Tigers drei Tore in kürzester Zeit. Dies war für den Ausgang der Partie richtungsweisend.

 

Am Dienstag (19 Uhr) läuft das zweite Viertelfinal-Spiel in der ausverkauften Helios Arena. Fakt ist: Die Tigers waren in diesen ersten 60 Minuten der Serie insgesamt abgezockter als die Neckarstädter. Diese wollen nun in der Serie ausgleichen.

Für Coach Steve Walker und sein Team gibt es einiges bis Dienstagabend aufzuarbeiten. Alex Karachun wird allerdings in Spiel 2 fehlen. Nach seiner Spieldauersrafe am Samstag – sieben Sekunden vor dem Ende – sperrte ihn der DEL-Disziplinarausschuss für die Heimpartie am Dienstag. Karachun hatte sich zu einem Stockcheck gegen den Straubinger Top-Verteidiger Nicolas Mattinen hinreißen lassen, war aber zuvor auch provoziert worden.

Das sagt Steve Walker

Doch zurück zum Spielverlauf am Samstag: Der Schwenninger Coach hatte ein gutes erstes Drittel seiner Mannschaft gesehen: „Wir haben viel von dem gemacht, was wir vorhatten. Wir haben gut verteidigt und einige Chancen kreiert. Wir haben auch in den ersten fünf Minuten des zweiten Drittels gut gespielt, doch dann passierten uns Fehler und wir haben zu viele Strafen kassiert. Jede gute Mannschaft nutzt dies aus. Mit dem 1:3 durch Chris Brown hatten wir dann das Momentum wieder auf unserer Seite. Doch nach dem 2:3 laufen wir in einen Konter zum 2:4.“

Das Gesamtfazit von Steve Walker nach dem ersten Spiel ist von Schatten und Licht geprägt: „Als Team, das noch nicht so viel Play-off-Erfahrung hat, haben wir eine wichtige Lektion heute gelernt. Es waren zu viele Strafen. Wir müssen unsere Emotionen noch besser kanalisieren. Aber wir haben auch einige Dinge gutgemacht.“ Steve Walker sagt auch klar: „Es war erst das erste Spiel.“

So sieht es auch Wild-Wings-Angreifer Chris Brown: „Wir müssen aus dieser Niederlage lernen. Die Serie kann über sieben Spiele gehen. Jetzt wollen wir uns im Heimspiel zurückmelden.“

Partie wird immer ruppiger

Bemerkenswert war am Samstag schon, dass die Partie ab dem zweiten Drittel in Straubing immer härter geführt wurde. Die Wild Wings kassierten insgesamt 27 Strafminuten plus die Spieldauer von Karachun (60.). Gegen ein überzahlstarkes Team wie die Tigers ist dies natürlich ein indiskutabler Wert.

Straubings Verteidiger Marcel Brandt tippt darauf, „dass es von Spiel zu Spiel immer härter wird. Bei uns ist mit diesem Auftaktsieg erst einmal ein kleiner Stein abgefallen. Wir haben alle Druck in diesem Viertelfinale, aber wir wollen diese Zeit auch genießen.“

Titelverteidiger überzeugt

Am Samstagabend legte auch der DEL-Titelverteidiger München mit einem überzeugenden 6:3-Sieg in Wolfsburg in seiner Play-off-Viertelfinalserie mit 1:0 vor. „Für uns war es ein Superstart, allerdings schießen wir sechs Tore in dieser Serie auch nicht mehr so oft. Die Spiele werden immer enger“, bilanzierte Münchens Kapitän Patrick Hager.

Bremerhaven siegt knapp

Am Sonntag gewannen der Hauptrunden-Erste Bremerhaven sein erstes Viertelfinalspiel daheim gegen Ingolstadt mit 6:4. Wayne Simpson hatte 83 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit für die Bayern noch auf 4:5 verkürzt. Doch Bremerhavens Markus Vikingstad machte per empty-net-goal alles klar zum 6:4-Sieg der Pinguins.

Mannheimer Paukenschlag in Berlin

Am Sonntagabend sorgten die Mannheimer Adler im vierten Viertelfinal-Duell bei den Eisbären Berlin mit einem 7:1-Sieg für einen Paukenschlag. Adler-Doppeltorschütze Stefan Loibl freute sich: „Wir haben ein gutes erstes Spiel gezeigt.“