Boaz Bassen (rechts) – hier gegen den Düsseldorfer Kyle Cumiskey – brachte die Wild Wings früh mit 1:0 in Führung, doch am Ende stand die vierte Saisonniederlage. Foto: Eibner

Wild Wings warten nach dem 1:2 in Düsseldorf weiter auf den ersten Sieg. Nur Boaz Bassen trifft.

Das Vorspiel

Drei ordentliche Leistungen, aber erst ein mickriger Punkt auf dem DEL-Konto, ganze fünf erzielte Tore: Schwenningen stand im ISS Dome schon etwas unter Zugzwang. "Wir müssen vor dem gegnerischen Tor noch hungriger sein", hatte Wild-Wings-Sportmanager Christof Kreutzer eine klare Vorgabe. Niklas Sundblad freute sich über die Rückkehr von Max Görtz, ärgerte sich aber den kurzfristigen Ausfall von Ken André Olimb, der erkrankt war. Somit musste der Schwenninger Coach Umbaumaßnahmen an den beiden ersten Sturmreihen vornehmen.

Das erste Drittel

Und es schien, als hätte der Schwede an den richtigen Stellschrauben gedreht. Boaz Bassen (4.) – eben im ersten Offensivblock an der Seite von Max Görtz und Tyson Spink auf dem Eis – brachte die Wild Wings mit Unterstützung eines Düsseldorfer Schlittschuhs früh in Führung. Anschließend zeigte Joacim Eriksson nicht nur bei einer 21 Sekunden langen 3:5-Unterzahl, weshalb er eben einer der Top-Torhüter in der deutschen Eishockey-Beletage ist. Auf der anderen Seite hätte Bassen (15.) fast noch seinen zweiten Saisontreffer bejubelt. DEG-Keeper Mirko Pantkowski hatte etwas dagegen.

Das zweite Drittel

Gegen das starke Unterzahlspiel der Wild Wings fand die DEG auch im vierten Versuch kein Rezept. Dann hatte Eriksson bei einem Pfostenschuss von Brett Olson (27.) das Glück des Tüchtigen. Doch gegen den 20. Torschuss der Düsseldorfer durch Nicolas Geitner (31.) war auch der starke Schwede machtlos. Nur bei einem Powerplay waren dagegen die Schwenninger gegen Ende des Abschnitts gefährlich. "Das 1:1 ist bisher leistungsgerecht. Im zweiten Drittel hat die DEG mehr Druck gemacht. Wir müssen wieder mehr in der Düsseldorfer Zone spielen. Dann gewinnen wir", diktierte Wild-Wings-Verteidiger Peter Spornberger nach 40 Minuten ins MagentaSport-Mikrofon.

Das dritte Drittel

Doch auch die Anfangsphase des Schlussdrittels gehörte einfach in der Offensive aktiveren Düsseldorfern. Alexander Ehl belohnte nach zwei Eriksson-Paraden die DEG mit dem 2:1 (42.). Erst sieben Zeigerumdrehungen später hatte Spink die nächste Schwenninger Chance, danach testete John Ramage (55.) das Können von Mirko Pantkowski. Die Wild Wings bemühten sich also um mehr Druck, doch von echter Durchschlagskraft war weiter wenig zu sehen. 90 Sekunden vor der Schlusssirene zog Niklas Sundblad seine letzte Karte: Auszeit und ein sechster Feldspieler für Joacim Eriksson. Doch als Max Görtz (60.) die letzte Möglichkeit vergeben hatte, war im vierten Saisonspiel die vierte Niederlage perfekt.

Das Nachspiel

Der Schwenninger Max Hadraschek war sichtlich enttäuscht: "Die DEG war heute einfach besser." "Die Leistung in der Defensive stimmt. Wir müssen einfach einen Weg finden, wie wir mehr Tore erzielen. Da müssen wir uns zusammen durchkämpfen", hatte auch Coach Niklas Sundblad 38:24-Torschüsse der Düsseldorfer notiert.