Was für ein Saisonstart! Die Wild Wings freuen sich in der Mannheimer SAP Arena über einen verdienten 2:1-Derbyerfolg. Foto: Eibner/Zibart

Die Wild Wings haben bei ihrem Start in die neue DEL-Saison am Freitagabend das Derby in Mannheim vor 10 378 Zuschauern nach einem bärenstarken Auftritt mit 2:1 gewonnen.

"Wir wollen selbstbewusst, aber nicht überheblich in Mannheim unser erstes Spiel bestreiten", so hatte es Schwenningens Cheftrainer Harold Kreis vor der Abfahrt zum Derby nach der sechswöchigen Vorbereitungszeit formuliert. Seine Mannschaft setzte ihren Plan voll um und sorgte in der neuen DEL-Saison mit diesem starken 2:1-Erfolg für ein erstes Ausrufezeichen.

Offener Schlagabtausch im ersten Drittel

Richtig Feuer war gleich im ersten Drittel in der SAP Arena drin! Die Mannheimer waren zwar mit der erwarteten Anfangswucht in ihrer Offensive gestartet – aber die Wild Wings verteidigten um einen starken Torhüter Joacim Eriksson nicht nur gut, sondern suchten selbst das Spiel nach vorne. Erst wenige Sekunden waren gespielt, als Tyson Spink für die Gäste die erste Chance besaß.

In der siebten Minute scheiterte Phil Hungerecker bei seinem Solo gegen einen hervorragend agierenden Adler-Keeper Felix Brückmann. Zwei Zeigerumdrehungen später war es so weit: Die Schwenninger jubelten über ihren ersten Saisontreffer. Ausgerechnet der neue Kapitän John Ramage hatte das 1:0 nach sehr übersichtlicher Vorarbeit von Ken André Olimb erzielt. Die Mannheimer antworteten mit wütenden Angriffen, fanden aber in dieser Phase in Eriksson ihren Meister. John Ramage war in der ersten Drittelspause begeistert: "Beide Teams liefern bis jetzt ein tolles Spiel ab. Wir hatten einen guten Start. Joacim macht natürlich bei uns auch den Unterschied aus."

Stabile Wild Wings im Mittelabschnitt

Im Mitteldrittel sahen die 700 mitgereisten Schwenninger Fans ihr Team weiterhin sehr gut im Spiel. Mannheim verzeichnete in dieser Phase zwar mehr Scheibenbesitz, aber die Wild Wings agierten kompakt und hatten nach 30 Minuten Pech, als Tyson Spink die Latte des Adler-Kasten traf.

Kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts kassierten Will Weber (Wild Wings) und David Wolf nach einem Faustkampf der ersten Güte jeweils fünf Minuten Strafe. Die Wild Wings legten aber mit dem 2:0 nach – wieder war Olimb mit einem One-Touch-Pass der Vorbereiter und Brandon DeFazio der Torschütze (38.).

Mannheims Rückkehrer Stefan Loibl übte in der zweiten Pause Selbstkritik: "Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Schwenningen besitzt aber auch vier ausgeglichene Angriffsreihen."

Die hartumkämpfte Schlussphase

Im letzten Abschnitt machten die Badener mächtig Druck, verkürzten verdient durch Jung-Nationalspieler Taro Jentzsch (50.) zum 1:2 und witterten noch Morgenluft. Doch die Schwenninger warfen alles in der Crunchtime rein und hielten das 2:1 bis zum Ende.

Wild-Wings-Torschütze Brandon DeFazio war glücklich: "Wir haben viele Dinge heute richtig gemacht und sind wirklich ein tolles Team."

Für die Wild Wings geht es am Sonntag (16.30 Uhr) mit ihrer Saison-Heimpremiere gegen die Düsseldorfer EG weiter.

Die Statistik

Adler Mannheim – Wild Wings 1:2 (0:1/0:1/1:0). Tore: 0:1 Ramage (8:49/Assists:Olimb und DeFazio), 0:2 DeFazio (37:44/Olimb und Indrasis), 1:2 Jentzsch (49:12/Akdag und Pilu). Strafen: Adler: 11 – Wild Wings: 11. Schiedsrichter: Rohatsch/Hoppe. Zuschauer: 10 378 (darunter 700 Schwenninger Fans).