Überraschender Rollentausch: Bis jetzt hat Niclas Burström (links) vor allem verteidigt – gegen die Kölner Haie soll der Schwede nun in erster Linie Tore schießen. Foto: Eibner

Die Wild Wings gastieren in der DEL am Freitag (19.30 Uhr) in Köln und empfangen am Sonntag (16.30 Uhr) die Iserlohn Roosters. Das Ziel: Schwenningen will die Rote Laterne wieder loswerden.

Eines muss man dem Schlusslicht der DEL lassen: Die Torschützen mögen zwar den Wild Wings gerade an allen Ecken und Enden fehlen, die Ideen gehen den Verantwortlichen aber nicht aus.

Möchel verteidigt weiter

Im Klartext: Coach Niklas Sundblad krempelt inmitten des sportlichen Tiefs sein Team gehörig um. Dass Angreifer Marius Möchel nun langfristig verteidigen soll (Sundblad: "Er ist als Verteidiger effektiver als vorne") kann einleuchten, denn der gebürtige Nürnberger zeigte zuletzt in der Defensiv-Abteilung neben Colby Robak ordentliche Leistungen.

Stürmischer Verteidiger

Dass aber Verteidiger Niclas Burström in Köln vorne auf der Center-Position zwischen Patrick Lundh und Manuel Alberg startet, kann schon als neue "Top-Variante" bezeichnet werden. "Niclas hat diese Position schon einmal früher in Schweden gespielt. Ich traue ihm zu, dass er nun im Angriff bei uns einige Impulse setzen kann. Wenn er gegen Köln zwei Tore schießt, haben wir vieles richtig gemacht", ist Niklas Sundblad eine gewisse Lockerheit in sportlich stürmischen Zeiten ganz sicher nicht abhanden gekommen.

Vier druckvolle Reihen

Auch wenn Verteidiger Johannes Huß (erkrankt) und Angreifer Alex Karachun (Fersenverletzung) gegen die Haie weiterhin fehlen – bei der Abreise am Donnerstagmittag in die Domstadt saßen dennoch 22 Spieler im Wild-Wings-Bus. Auch die Förderlizenzspieler Kai Zernikel und Philip Feist, die zuletzt für den Schwenninger Kooperationspartner Freiburg im Einsatz waren, zählen zum Kader. Die zuletzt fehlenden Maximilian Adam (Verteidigung) und Ken André Olimb (Angriff) kehren zurück.

Änerungen möglich

Bei den personellen Optionen ist es möglich, dass der Wild-Wings-Coach kurzfristig am Freitag noch ein wenig seine Angriffsreihen verändert. Das Hauptziel von Sundblad im Duell mit den formstarken Haien ist klar: "Wir wollen gegen Köln vier ausgeglichene Angriffsreihen aufbieten, die sehr druckvoll agieren können."

Kein Schnellschuss

In Sachen Nachverpflichtung von ein oder zwei Stürmern gibt es noch keine neuen Nachrichten: "Wir brechen nichts übers Knie. Der neue Mann muss ja auch auf lange Sicht zu uns passen. Wir wollen ja schließlich im April auch noch spielen", berichtet Niklas Sundblad. Gerüchteweise wird der Ex-Kölner James Sheppard bei den Wild Wings gehandelt. Der 33-Jährige war zuletzt wieder in seiner kanadischen Heimat, ist vertragslos.

Starker Thuresson

Sundblad spricht mit viel Respekt von den Kölner Haien um Trainer Uwe Krupp. "Uwe hat in den vergangenen Monaten an den richtigen Stellschrauben gedreht." Die Rheinländer sind Tabellensechster, haben 13 Punkte aus ihren ersten acht Spielen geholt. Der Ex-Schwenninger Andreas Thuresson erzielte bereits fünf Treffer.