Wird Schwenningens Top-Scorer Tyson Spink rechtzeitig zum Pre-Playoff-Start am Mittwoch in Wolfsburg wieder fit? Die Wild Wings wollen sich nicht in die Karten schauen lassen. Foto: Eibner

Der Countdown für das erste Pre-Playoff-Duell zwischen den Wild Wings und Wolfsburg läuft. Warum die Erkenntnisse aus dem Hauptrunden-Finalkrimi für beide Teams so wichtig sind.

Nur noch wenige Stunden! Dann geht der Vorhang hoch zu den beiden Pre-Playoff-Serien. An diesem Dienstag (19.30 Uhr) startet das Duell zwischen Bremerhaven und Nürnberg. Am Mittwoch (19.30 Uhr) geht es zwischen Wolfsburg und den Wild Wings los. Spiel zwei der beiden Serien läuft jeweils am Freitag, wobei dann das Duell zwischen Schwenningen gegen die Grizzlys in der Helios Arena bereits um 19 Uhr startet. Nürnberg gegen Bremerhaven geht eine halbe Stunde später los.

 

Würde ein drittes Spiel in beiden Serien fällig, ist hier der kommende Sonntagnachmittag als optionaler Termin angesetzt.

Die Ticketnachfrage für das Heimspiel der Schwäne am Freitag ist enorm. An diesem Montag läuft nach dem Vorverkauf der Dauerkarteninhaber noch der freie Verkauf. Mit rund 4000 Zuschauern wird am Mittwoch in Wolfsburg gerechnet.

Der Rückblick auf den Sonntag-Krimi

Sieben Sekunden fehlten den Wild Wings am letzten Hauptrunden-Spieltag, um das Heimrecht für die Pre-Playoffs zu bekommen. Sieben Sekunden vor dem Ende der regulären Zeit hatte der Wolfsburger Gemel Smith mit dem 5:5 in Augsburg den entscheidenden Zähler für die Grizzlys für Platz acht geholt.

Die Leistung der Wild Wings in Mannheim reichte nicht aus, um beim Hauptrunden-Zweiten und kommenden Teilnehmer der Champions Hockey League (2:4) zu punkten.

Die Gedanken von Steve Walker

Gemischt fiel das Fazit von Coach Steve Walker in der SAP Arena aus: „Ich finde, es war ein gutes erstes Drittel von uns. Im Mitteldrittel hatten wir dann vor allem durch die Strafe und den Gegentreffer Schwierigkeiten, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Dennoch bin ich stolz, wie meine Mannschaft am Ende zurückgekommen ist. Insgesamt waren wir in dieser Hauptrunde nicht so konstant. In den Playoffs wird es entscheidend sein, diszipliniert zu agieren und nur wenig Strafen abzugeben. Darüber hinaus müssen wir auch die dreckigen Tore erzielen.“

Tyson Spink

Eine große Frage in Richtung Pre-Playoff-Start lautet: Ist Top-Scorer Tyson Spink bis Mittwoch wieder fit? Im Schlussdrittel am Freitag gegen Iserlohn musste der Schwenninger Angreifer nach einem Schlag in einem Zweikampf frühzeitig raus. In Mannheim wurde Tyson Spink nicht eingesetzt. Die Wild-Wings-Verantwortlichen hielten sich am Montag bei unserer Nachfrage bedeckt. „Wie immer heißt es ab den Playoffs: Es gibt keine Updates mehr in Sachen Verletzungen und Ausfallzeiten“, so das Statement von Pressesprecher Krischan Läubin.

Das neue Wolfsburger System

Die Wild Wings werden sich bei der Vorbereitung auf „Wolfsburg“ vor allem auch genau anschauen, wie sich das Spielsystem nach der Trennung von Coach Mike Stewart nun in den ersten fünf Spielen unter dem neuen Trainer Tyler Haskins verändert hat. „Es ist eine elementare Frage“, betont Wild-Wings-Angreifer Sebastian Uvira.

In den ersten fünf Spielen unter Haskins (drei Siege, zwei Niederlagen) ist das Torverhältnis von 19:19 (ohne den Penaltytreffer in Augsburg) bemerkenswert.

Unter Stewart operierten die Wolfsburger konstant aus einer sehr kompakten Defensive heraus. Unter Tyler Haskins ist der Spielstil der Grizzlys viel offener und aggressiver geworden. Aber die Wolfsburger scheinen in der Abwehr anfälliger zu sein. Gegen Köln (8:5) und in Augsburg (6:5 nach Penaltyschießen) verspielten die „Bären“ bei ihren jeweiligen Siegen zwischenzeitlich eine 4:0- und eine 4:1-Führung.

Tyler Haskins zeigte sich nach den wichtigen zwei Punkten am Sonntag in Augsburg erleichtert, aber auch kritisch: „Wir müssen gegen Schwenningen besser werden.“