Ausgeglichen war die Bilanz in den Hauptrundenspielen zwischen den Wild Wings und Straubing – hier mit Will Weber und Daniel Neumann vor dem Tigers-Tor. Jetzt geht es bei Null wieder los. Foto:  

Am Samstag (16 Uhr) geht es mit der Viertelfinal-Serie in Straubing los. Coach Steve Walker sagt: „Den Spielern gehört jetzt die Bühne.“ Aber auch die Tigers zeigen sich positiv selbstbewusst.

Es ist ein Gefühl, das vor allem die Kinder vor der weihnachtlichen Bescherung kennen. Das Team, die Verantwortlichen und die Fans der Wild Wings können es kaum erwarten, bis es am Samstag (16 Uhr) mit dem ersten Spiel der DEL-Play-off-Viertelfinalserie (Im Modus „Best of 7“) endlich in Straubing losgeht.

 

Höchste Zeit für das erste Viertelfinal-Bully

Es ist in den vergangenen zwei Wochen über diese Viertelfinal-Serie sehr viel analysiert, getippt und prognostiziert worden. Nicht wenige Experten sind überzeugt davon, dass es über alle sieben Spiele geht, bis feststeht, wer ins Halbfinale einzieht.

Den größeren Druck dürften auf den ersten Blick die Straubing Tigers im eigenen Umfeld verspüren. Seit 2016 sind die Niederbayern vier Mal nicht über das Viertelfinale in den Play-offs hinausgekommen. Für die Schwenninger ist es das erste Mal seit der DEL-Rückkehr in 2013, dass sie in einer Saison so weit gekommen sind. Auch bemerkenswert: Die beiden heimstärksten Teams dieser DEL-Hauptrunde treffen aufeinander.

Die Stimmungslage in Schwenningen

Kapitän Thomas Larkin bringt die Stimmungslage in der Kabine der Wild Wings auf den Punkt: „Für uns beginnt ein Traum. Wir haben bis jetzt schon eine Super-Saison gespielt. Die Jungs freuen sich riesig auf die Play-offs.“ Wo er die möglichen Pluspunkte für sein Team in diesem Viertelfinale sieht? „Wir kommen über unsere mannschaftliche Stärke. Jeder kennt seine Aufgabe. Zusammen können wir sehr viel erreichen.“

Warum Steve Walker auch stolz ist

Schwenningens Coach Steve Walker etwas über die schönste Eishockey-Zeit des Jahres erzählen zu wollen, wäre ein Witz schlechthin. „Steve war als Spieler ein richtiges Play-off-Monster“, erinnert sich Schwenningens Verteidiger-Idol Andreas Renz noch genau.

Für Walker sind es die ersten Play-offs als Cheftrainer – mehr attraktive Herausforderung geht nicht. Der frühere Topscorer ist stolz auf sein Team: „Wir sind jetzt erst einmal da, wo wir vor der Saison hinwollten.“

Innerlich hat er mit viel Freude in den vergangenen Tagen beobachtet, wie seine Jungs dem Viertelfinal-Start entgegenfiebern. In der Vorbereitung auf das Spiel 1 haben die Wild Wings in den spieltaktischen Details noch einmal viel gearbeitet. Video-Studium über Straubing? Ja, natürlich. Aber Steve Walker machte es bewusst dosiert. Beide Teams kennen sich schließlich in- und auswendig.

Steve Walker freut sich darauf, zu sehen, was seine Mannschaft noch alles draufhat in dieser Saison. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. In den Play-offs ist es extrem schwierig zu gewinnen – und nicht immer das bessere Team gewinnt“, sagt der clevere Coach aus Erfahrung. Und er weiß auch: „Jetzt gehört den Spielern die Bühne.“

Steve Walker erlebt zum ersten Mal die Play-offs als Cheftrainer: „Wir freuen uns alle auf diese große Herausforderung gegen Straubing.“ Foto: Eibner

Klare Ansage von Stefan Wagner

Der Sport-Geschäftsführer der Wild Wings lobt die Mannschaft: „Die Jungs haben sich die Play-offs absolut verdient. Jetzt geht es wieder bei Null los. Wir sind noch nicht zufrieden mit dieser Saison“, lässt sich auch eine kleine Kampf-Ansage aus Wagners Worten heraushören.

Die Lage in Straubing

Die Vorfreude ist auch in Straubing groß. Tigers-Coach Tom Pokel sagt am Donnerstag nach dem Training: „Wir sind bereit, hungrig und motiviert, aber wir sind nicht verrückt. Wir wollen konstant unseren Weg in den Play-offs weitergehen und schalten jetzt nicht plötzlich ein paar Gänge hoch.“

Auch Pokel hat sich mit seiner Mannschaft ganz normal auf die Spiele gegen Schwenningen vorbereitet. Was er an den Wild Wings besonders schätzt? „Sie spielen ein neues, aggressives System. Ihr Kader ist tiefer als in den vergangenen Jahren. Sie haben ein sehr gutes Coaching-Team und mit Kyle Platzer, Zach Senyshyn sowie mit Alex Karachun eine Top-Reihe.“

Vorhang auf: Lasst die Spiele beginnen.