Schwenningens Kapitän Tavis Turnbull bleibt noch rund acht Tage in Quarantäne. Foto: Roland Sigwart

In der DEL haben die Wild Wings die ersten 24 Spiele in der Süd-Gruppe absolviert und freuen sich nun auf die zwölf Duelle mit den Nord-Teams. Vier Mal gegen München oder Ingolstadt und so weiter, ist also erst einmal für die Schwenninger vorbei.

"Die neuen Gegner aus dem Norden werden bei allen Spielern für frischen Wind sorgen, vor allem mental", ist sich Schwenningens Manager Christof Kreutzer sicher. Er lobt die Mannschaft für den bisherigen Rundenverlauf. "Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir zu diesem Zeitpunkt auf einem Play-off-Platz stehen, hätte ich das sofort unterschrieben", betont der gebürtige Düsseldorfer.

"Wir haben uns mit Platz vier vor dieser neuen Hauptrundenphase eine gute Ausgangsposition geschaffen. Diese wollen wir nun verteidigen. Wir sind bereit für die Spiele im Norden", erklärt auch Chefcoach Niklas Sundblad.

Er und Christof Kreutzer wissen aber auch, dass ein sehr intensives Programm mit den langen Auswärtsfahrten und Übernachtungen in den kommenden vier Wochen auf ihr Team wartet.

Leistung stimmt

Sundblad zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft in München (1:2) sehr zufrieden. "Vor allem auch mit der Art und Weise, wie wir gespielt und gekämpft haben. Als allerdings der zweite Gegentreffer im letzten Drittel fiel, ist es natürlich dann schwer gegen so ein Team wie München. Es ist schade, dass wir nichts mitgenommen haben. Wir hätten aber auch unsere Überzahlspiele besser nutzen müssen."

Auch Wild-Wings-Torschütze Troy Bourke war etwas enttäuscht, "dass wir trotz einer guten Leistung nichts mitnehmen konnten. Wir müssen das nun abhaken und uns auf das Spiel in Köln konzentrieren".

Turnbull fällt weiter aus

In diesem ersten Spiel der kommmenden "Verzahnungsrunde" wird auf jeden Fall weiterhin Kapitän Travis Turnbull fehlen, der bereits in München nicht spielen konnte. Ein Covid-Fall in dessen privaten Umfeld zwingt den Angreifer wohl bis zu zehn Tage nun in die Quarantäne. Damit dürfte Turnbull auch beim Spiel am nächsten Dienstag gegen Wolfsburg nicht zur Verfügung stehen. Mit Verteidiger Will Weber, der in München ebenfalls aufgrund einer Oberkörperverletzung pausieren musste, könnte aber schneller gerechnet werden. Erfreulich ist auch, dass Stürmer Darin Olver nach seiner Fußverletzung in dieser Woche seine ersten Trainingsschritte wieder auf dem Eis unternimmt. "Darin setzt alles daran, so schnell als möglich wieder dem Team zu helfen", lobt Christof Kreutzer.

Gefragte Spieler

Zeitnah werden weitere personelle Entscheidungen bei den Wild Wings für die kommende Saison erwartet. Allerdings haben Spieler wie Troy Bourke, Joacim Eriksson und die Spink-Zwillinge neue Begehrlichkeiten bei der DEL-Konkurrenz geweckt. An Bourke sind zum Beispiel München und Ingolstadt interessiert.

"Wir wollen natürlich alle unsere Leistungsträger halten. Die Jungs wissen schon auch, was sie hier an Schwenningen haben. Wir müssen sehen, wie die Dinge laufen. Klar ist, dass wir den Kader nur punktuell im Sommer verändern wollen", skizziert es Christof Kreutzer.

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