Marius Möchel erzielte den 1:0-Führungstreffer der Wild Wings gegen die Iserlohn Roosters. Foto: Sigwart

Zweimal Overtime – zweimal gewonnen: Diese vier Punkte tun den Wild Wings gut. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht: Der Kampf um Platz 4 bleibt spannend. Jetzt geht’s nach Düsseldorf.

Schlag auf Schlag geht es weiter für die Schwenninger Wild Wings. Die turbulenten Ereignisse vom 3:2-Heimsieg gegen die Iserlohn Roosters sind kaum Geschichte, schon steht die nächste Partie auf dem Spielplan. Am Donnerstagabend (19.30 Uhr) trifft das Team von Headcoach Niklas Sundblad auf die Düsseldorfer EG – schon zum zweiten Mal in dieser anstrengenden Woche.

"In Sachen Scouting ist das natürlich geschickt", meinte Sundblad nach der Partie gegen die Roosters mit Blick auf die Auswärtsreise nach Düsseldorf. Man wisse, wie der Gegner spielt und worauf man sich einzustellen hat. Doch Sundblad weiß auch, dass seine Mannschaft zwei Overtime-Spiele an aufeinanderfolgenden Abenden in den Knochen hat – und nur 48 Stunden später schon wieder spielen soll.

Deshalb stand am Mittwoch nur ein lockeres, freiwilliges Training auf dem Plan – Sundblad und sein Trainerstab wollen und müssen die Spieler vor Überbelastung schützen. Allerdings: Zumindest gegen die Roosters am Dienstagabend war von Ermüdung keine Spur. Nachdem die Wild Wings bereits am Montag beim 3:2 gegen Düsseldorf erst in der Verlängerung für die Entscheidung gesorgt hatten, legten sie gegen Iserlohn erneut eine Extraschicht ein.

"Zu viele Strafen kassiert"

Einer der Gründe dafür war ein zweites Drittel, in dem die Wild Wings eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse vermissen ließen. Ein druckvoller Beginn der Gastgeber sorgte – etwas spät, aber folgerichtig – für die 1:0-Führung durch Marius Möchel, wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels. Im zweiten Spielabschnitt schienen die Schwenninger jedoch ein Stück weit den Faden verloren zu haben. Joseph Whitney bestrafte dies mit dem Ausgleichstreffer.

"Wir haben in dieser Phase vor allem zu viele Strafen kassiert", meinte Niklas Sundblad nach der Partie. In der 34. Minute waren es Troy Bourke und William Weber, die sich eine Auszeit einbrockten. Im Powerplay gelang den Roosters in Person von Griffin Reinhart das zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führungstor.

Im letzten Drittel rannten die Wild Wings aber nochmals an, übten viel Druck aus – und wurden in der Schlussminute durch Tylor Spink belohnt. Ein Punkt im Rennen um die Play-offs war also sicher, Tyson Spink brachte seiner Mannschaft mit seinem goldenen Tor im Drei-gegen-Drei in der 63. Minute den zweiten Zähler ein. "Zwei Overtime-Siege in Folge – das genießen wir. Im Moment ist jeder Punkt extrem wichtig", weiß Sundblad.

Denn auch die Straubing Tigers (4:0 in Bremerhaven) und die Augsburger Panther (4:1 in Wolfsburg) gingen am Dienstagabend als Sieger von der Eisfläche. Noch haben die Wild Wings die besten Karten, aber der Kampf um den vierten Rang in der Gruppe Süd bleibt spannend.

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