Die Wild Wings müssen in der ausverkauften Helios Arena eine 2:4-Derbyniederlage hinnehmen. Mannheimer agieren insgesamt sehr clever und effektiv.
Die Wild Wings haben am Freitagabend in der ausverkauften Helios Arena das DEL-Derby gegen Mannheim mit 2:4 verloren. 40 Minuten lang dominierten die Adler – erst im letzten Drittel agierten die Schwenninger stark. In der Tabelle rutschen die Neckarstädter auf Rang acht ab.
Die personelle Ausgangslage
Bei den Wild Wings fehlte in der Verteidigung wegen Verletzung Will Weber – Ben Marschall rotierte raus. Boaz Bassen rückte erneut vom Angriff nach hinten. Im Sturm pausierte Felix Scheel. Im Tor stand Joacim Eriksson. Bei den Adlern hütete der – ebenso wie Eriksson – formstarke Johan Mattson den Kasten.
Das erste Drittel
„Die Wild Wings werden – gerade in diesem Landesduell und getragen von den Fans – mit Sicherheit wie die Feuerwehr aus der Kabine kommen“, hatte Mannheims Nationalstürmer Justin Schütz vor dem Spiel gesagt.
Beide Teams gingen sofort ein hohes Tempo. Nach fünf Minuten passierte den Wild Wing allerdings im eigenen Drittel ein grober Fehler im Spielaufbau – Adler-Verteidiger und Topscorer Nicolas Mattinen (9. Saisontor) ließ bei seinem „Strich“ Eriksson zum 1:0 für die Gäste keine Chance.
Die weiteren Minuten im ersten Drittel gehörten den Mannheimern (15:6 Schüsse). Aber Joacim Eriksson hielt mit starken Aktionen sein Team im Spiel. Mit einem verdienten 1:0 für die Badener ging es in die erste Pause. Torschütze Nicolas Mattinen sprach zu diesem Zeitpunkt von einem „sehr intensiven Spiel. Wir müssen weiter Offensive kreieren, um hier erfolgreich zu sein.“
Das zweite Drittel
Mattinens Teamkollegen hielten sich strikt an seine Worte: Im Mittelabschnitt waren knapp vier Minuten gespielt, als die Gäste ihre Powerplay-Stärke unter Beweis stellten und durch Anthony Greco auf 2:0 stellten. Nur 13 Sekunden später nutzten die Adler ihre nächste Chance durch Kris Bennett zum 3:0. In dieser Phase gestaltete sich die Situation der Schwäne ernüchternd. Coach Steve Walker nahm eine Auszeit.
Mirko Höfflin erzielte in der 29. Minute zumindest das 1:3. Selbst als das 1:4 durch Luke Esposito (34.) fiel, ließen die Schwenninger Fans nicht locker mit ihrer Unterstützung – dickes Kompliment.
In der letzten Pause blickte Schwenningens Angreifer Phil Hungerecker (400. DEL-Spiel) auf die ersten 40 Minuten zurück: „Nach dem 1:3 waren wir dran, aber wir verlieren bislang zu viel die Scheibe. Wir versuchen das im letzten Drittel noch etwas gerade zu rücken.“
Das dritte Drittel
Hier waren sechs Minuten gespielt, als den Wild Wings durch eine Direktabnahme des starken Kyle Platzer das 2:4 gelang. Die Adler wackelten in diesen Minuten, aber sie fielen nicht mehr um. Dieses letzte starke Drittel der Neckarstädter war insgesamt zu wenig.
Statistik
Wild Wings – Mannheim 2:4 (0:1,1:3, 1:0).
Tore: 0:1 Mattinen (4:49), 0:2 Greco (23:48/5:4 – Assists: Esposito, Plachta), 0:3 Bennett (24:01 – Greco, Solow), 1:3 Höfflin (28:10 – Hungerecker, Larkin), 1:4 Esposito (33:03 – Gawanke, Kälble), 2:4 Platzer (45:12 – Trivellato).
Strafen: Wild Wings: 8 – Mannheim: 12. Schiedsrichter: Ghislain/Schadewaldt.
Zuschauer: ausverkauft.