Alle Wild Wings sind beim Restart fit: Also auch Sebastian Uvira, der sich vor der Olympiapause eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Foto: Eibner/Heike Feiner

Für die Schwenninger Mannschaft und ihre Fans hat das Warten ein Ende. Nach Olympia nahen in der DEL-Hauptrunde ab Mittwoch die Entscheidungen um die Playoff-Plätze.

Nach 29 Tagen Olympiapause geht es für die Wild Wings (10./57) in der DEL-Hauptrunde weiter. Am Mittwoch (19.30 Uhr) gastieren die Schwenninger in Wolfsburg (8./64) bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Noch acht Partien sind in der Hauptrunde bis zum 15. März zu absolvieren.

 

Um das wichtige Heimrecht in den Pre-Playoffs zu erreichen, müssen die Schwäne zumindest den achten Rang belegen. Deshalb steht die Mannschaft um Coach Steve Walker beim Restart bereits unter großem Druck.

Überwiegend werden die Wild Wings im Restprogramm der Hauptrunde auf Gegner in ihrem Tabellenbereich treffen. Spannend ist die Frage, welche Teams am besten durch die ungewöhnlich lange Spielpause gekommen sind.

Die Wild Wings haben den „Cut“ in den vergangenen vier Wochen mit Erholung und intensivem Training genutzt. Ein eigentlich gewünschtes Testspiel mit einem Schweizer Erstligisten kam aus zeitlichen Gründen jedoch nicht zustande. Die Wolfsburger konnten zumindest am vergangenen Wochenende gegen Berlin (5:3) testen.

Die kluge Strategie von Steve Walker

Schwenningens Coach Steve Walker zieht eine positive Bilanz dieser Überbrückungsphase, auch wenn er die Olympiapause im Januar noch als „große Herausforderung für Trainer und Mannschaft“ angesehen hatte.

Der Kanadier blickt zurück: „Es war wichtig, dass sich die Jungs zunächst Anfang Februar erholen konnten. Wir haben in den Trainingseinheiten dann die Spannung hochgehalten, indem wir auch viele Wettbewerbe einbauten. In den vergangenen Tagen haben wir uns dann wieder auf unser Spielsystem konzentriert.“

Steve Walker ist überzeugt davon, „dass allen Teams in der Liga diese Pause gut getan hat. Wir werden im letzten Teil der Hauptrunde insgesamt das bisher beste Eishockey in der DEL sehen. Für uns wird es bei der schweren Aufgabe in Wolfsburg darauf ankommen, schnell wieder den Spielrhythmus zu finden und einen erfolgreichen Start hinzulegen.“

Auch Angreifer Jordan Szwarz freut sich: „Wir erleben ab jetzt die schönste Zeit in einer Saison. Die letzten Spiele der Hauptrunde haben bereits Playoff-Charakter.“

Kein einziger Ausfall

Alle Spieler sind bereit und fit. Die drei Olympiafahrer Thomas Larkin, Alex Trivellato und Hendrik Kolbert sind mit „vielen fantastischen Eindrücken und Erinnerungen“ zurück aus Mailand und haben mit den Wild Wings auch „noch viel in dieser Saison“ vor.

Nach den ersten drei Duellen gegen Wolfsburg in diesem Spieljahr haben die Neckarstädter knapp die Nase vorne. Am 26. September verlor Schwenningen mit 1:4 in der VW-Stadt. Doch es folgten zwei Heimsiege der Schwäne – am 30. November (3:2) und am 6.Januar (4:3 nach Penaltyschießen).