Die Wild Wings feiern beim DEL-Restart in Wolfsburg einen wichtigen 4:2-Sieg. Schwenningen zeigt gegen einen Pre-Playoff-Konkurrenten eine starke Leistung.
Die Wild Wings haben das erste Spiel nach der Olympiapause in der DEL-Hauptrunde am Mittwochabend in Wolfsburg nach einer hervorragenden Leistung mit 4:2 gewonnen, rücken auf Rang neun vor und sind auch wieder am für das Heimrecht der Pre-Playoffs wichtigen achten Platz dran.
Wild-Wings-Angreifer Alex Karachun freute sich: „Wir haben eine überragende Leistung gezeigt, hatten uns auch sehr viel vorgenommen. Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen und nicht so viel auf die Tabelle.“
Die personelle Ausgangssituation
Bei den Schwenningern stand Joacim Eriksson im Tor. Dominik Bittner und Sebastian Uvira pausierten. Coach Steve Walker hatte vor dem ersten Bully von seinem Team gefordert: „Wir müssen sofort das Tempo von Wolfsburg mitgehen und gut in die Zweikämpfe annehmen.“
Die Wolfsburger hatten weiteres Selbstvertrauen am vergangenen Wochenende mit dem 6:3-Testspielsieg gegen Berlin (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) getankt. Dabei hatte Angreifer Matt Choupani sein Comeback gefeiert. Nur der Ex-Iserlohner Sven Ziegler fällt bei den Grizzlys nach wie vor aus. Im Tor gegen Schwenningen stand Dustin Strahlmeier. Janik Möser absolvierte sein 300.DEL-Spiel.
17. Saisontor von Alex Karachun
Die Wild Wings verzeichneten einen starken Auftakt – Boaz Bassen hatte nach drei Minuten die erste Chance für die Gäste. Beiden Teams merkte man klar an, wie heiß sie wieder auf den DEL-Alltag nach der vierwöchigen Olympiapause waren.
In der 18. Minute belohnten sich bis dahin gut spielenden Wild Wings: Wolfsburg hatte die Scheibe in der neutralen Zone vertändelt – Kyle Platzer bediente vorzüglich Alex Karachun, der Strahlmeier mit einem harten Schuss (17. Saisontreffer) keine Chance ließ.
Joacim Eriksson hält hervorragend
Im zweiten Abschnitt knüpften die Schwenninger an ihre gute Leistung der ersten 20 Minuten nathlos an. Es brach die Zeit an, in der Joacim Eriksson grandiose Aktionen zeigte. In der 31. Minute traf Jacob Hayhurst nur den Schwenninger Pfosten – im Gegenzug in Unterzahl gelang Phil Hungerecker ein Shorthander zum 2:0. Die Grizzlys verzweifelten in den Folgeminuten schier an Eriksson. Grizzly-Verteidiger Fabio Pfohl scheiterte auch noch mit einem Lattenschuss.
Torschütze Phil Hungerecker lobte zu diesem Zeitpunkt seinen Torhüter: „Joacim macht heute wieder einen sehr guten Job. Wir konnten die Tore bislang zu wichtigen Zeitpunkten setzen.“
Grandioser Start ins Schlussdrittel
Im Schlussabschnitt waren gerade 38 Sekunden gespielt, als Danny O’Regan – auf Zuspiel von Karachun – die Scheibe zum 3:0 ins Wolfsburger Tordreieck donnerte. Aber die Norddeutschen blieben dran, schafften durch Spencher Machacek (47.) das 1:3.
Pech für die Wild Wings, als Mirko Höfflin nicht abschließen konnte – die Grizzlys in der 49. Minute durch Matt Choupani im direkten Gegenzug auf 2:3 stellten.
Jordan Szwarz und Felix Scheel mussten in den letzten Minuten – nach unnötigen Strafen – in die Kühlbox. Die Schwäne machten diese Unterzahlspiele mit großem Kampf wett. Das 4:2-Empty-Net-Goal von Felix Scheel stellte den verdienten Sieg der Wild Wings – zwei Sekunden vor dem Ende – sicher.
Statistik
Wolfsburg – Wild Wings 2:4 (0:1, 0:1, 2:2.)
Tore: 0:1 Karachun (17:29 – Assists: Platzer, Dziambor), 0:2 Hungerecker (30:39/4:5 – Bassen), 0:3 O’Regan (40:38 – Karachun), 1:3 Machacek (46:43 – Hafenrichter, Gaudet), 2:3 Choupani (48:42), 2:4 Scheel (59:58/5:6).
Strafen: Wolfsburg: 4 – Wild Wings:10.
Schiedsrichter: Ansons/Iwert.
Zuschauer: 2745.