Die Wild Wings jubeln in Nürnberg: Tim Gettinger (Mitte) hat soeben nach fünf Minuten das 1:0 erzielt. Foto: Eibner-Pressefoto / Thomas Hahn

Wild Wings trumpfen in der DEL beim 5:2 gegen den Direktkonkurrenten Nürnberg auf. Drei eiskalte Tore im Mitteldrittel ebnen den Weg zu einem eminent wichtigen Sieg.

Die Wild Wings haben am Mittwochabend in der DEL bei ihrem Direktkonkurrenten Nürnberg nach einem starken Auftritt mit 5:2 gewonnen. Im Kampf um einen aussichtsreichen Pre-Playoff-Platz bleiben die Schwenninger Neunter, sind aber an Wolfsburg (8./Heimrecht – 4:1 gegen Ingolstadt) bis auf zwei Punkte weiter dran.

 

Danny O’Regan, einer der stärksten Schwenninger in Nürnberg, sagte nach dem Schlusszeichen: „Es ist ein sehr wichtiger Sieg. Wir spüren schon den Playoff-Swing.“

Bei den Gästen rotierten – im Vergleich zur 2:5-Heimniederlage am Sonntag gegen Dresden – Dominik Bittner und Sebastian Uvira raus. Für sie kehrten Thomas Larkin und Mirko Höfflin zurück ins Team. Backup Michael Bitzer und seine Frau erwarten in diesen Stunden Nachwuchs, deshalb blieb der Keeper daheim und wurde in Nürnberg durch U20-Schlussmann Baran Cicek vertreten.

Bei den Ice Tigers wurde vor der Partie Sinan Akdag für sein 1000.DEL-Spiel nachträglich geehrt. Im Tor stand Niklas Treutle.

Tim Gettinger trifft zum 1:0

Für die Wild Wings begann es optimal. Im doppelten Überzahlspiel des Abends war Tim Gettinger auf Vorarbeit von Tyson Spink mit dem wichtigen 1:0 (5.) zur Stelle. In der Folgezeit zeigten die Neckarstädter eine stabile Leistung im ersten Drittel, profitierten auch davon, dass es Nürnberg offensiv viel zu kompliziert anstellte. Sogar ein doppeltes Überzahlspiel am Ende des ersten Abschnitts konnten die Franken nicht nutzen.

Nürnbergs Marcus Weber analysierte es aus Sicht der Gastgeber in der ersten Pause richtig: „Wir müssen es einfacher und vor dem Schwenninger Tor mehr Verkehr machen.“

Eine Mega-Vorarbeit von Danny O’Regan

Marcus Weber machte es mit der Einfachheit zu Beginn des Mitteldrittels gleich vor, zog einfach mal ab und war so für das 1:1 in der 24. Minute zuständig.

Doch das Nürnberger Erfolgserlebnis hielt nicht lange, weil die Wild Wings nun einen Gang hochschalteten. Nach starker Vorarbeit von Jordan Szwarz erzielte Alex Karachun (19.Saisontor) in Überzahl zum 2:1. Es folgte der Megapass von Danny O’Regan über knapp 40 Meter auf Hakon Hänelt, der das 3:1 (31.) der Schwäne markierte. Es kam noch besser für Schwenningen: Phil Hungerecker fälschte einen „Hammer“ von Ben Marshall zum 4:1 ab. Vor dem Schlussdrittel sagte Torschütze Hakon Hänelt: „Wir nutzen unsere Chancen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir hinten nur noch wenig zulassen.“

Die Entscheidung

Vor dem letzten Drittel machte im Nürnberger Tor Treutle Platz für Evan Fitzpatrick. Nürnbergs Coach Mitch O’Keefe stellte zudem seine Angriffsreihen um. Die Ice Tigers bliesen zur Schlussoffensive, kamen zum 2:4 (55.) durch Tyler Spezi, aber sie bissen sich letztlich an hart arbeitenden Schwenningern die Zähne entscheidend aus. Diese kamen noch durch das Empty-Net-Goal von Kyle Platzer zum 5:2-Sieg.

Statistik

Nürnberg –Wild Wings 2:5 (0:1, 1:3, 1:1).

Tore: 0:1 Gettinger (4:33/5:3 – Assist: Tyson Spink), 1:1 Weber (23:17 – Alanov, Akdag), 1:2 Karachun (24:52/5:4 – Szwarz), 1:3 Hänelt (30:23 – O’Regan), 1:4 Hungerecker (37:22 – Marshall), 2:4 Spezia (54:21 – Barratt), 2:5 Platzer (59:57/5:6).

Strafen: Nürnberg: 10 – Wild Wings: 12.

Schiedsrichter: Ansons/Kozari.

Zuschauer: 5380.