Lange läuft in Köln ein sehr enges Duell. Die Haie setzen sich am Ende mit 4:2 durch und führen in der Viertelfinal-Serie mit 2:0. Warum Coach Steve Walker danach sauer ist.
Die Wild Wings haben sich auch in Spiel zwei der Playoff-Viertelfinal-Serie in Köln für eine erneut starke Leistung nicht belohnt. Nach einem sehr engen Spiel jubelten – wie am Mittwoch – die Haie mit 4:2. Sie führen in der Serie (Modus „Best of 7“) nun mit 2:0. Am Sonntag (15 Uhr) geht es in Schwenningen weiter.
Das sagt Steve Walker
Schwenningens Coach Steve Walker war nach dem Schlusszeichen sauer: „Einstellung und Defensive waren bei uns sehr gut. Aber unser Puckmanagement in der Offensive war heute fürchterlich. Wir haben zu leicht zu viele Scheiben verloren.“
Bei den Neckarstädtern blieb die Formation – im Vergleich zu Spiel eins – unverändert. Bei den Haien rotierte im Angriff Juhani Tyrväinen raus – für ihn kam Tanner Kero frisch rein. Die Lanxess Arena war mit 18 600 Zuschauern ausverkauft. Die Schwenninger Fans hatten lediglich ein Kartenkontingent mit 360 Tickets zu Verfügung gestellt bekommen, was schon sehr fragwürdig ist.
Schwenningen zeigt starkes erstes Drittel
Die Wild Wings fanden in den ersten Minuten gut ins Spiel rein. Die Haie besaßen in der achten Minute durch Parker Tuomie ihre erste große Chance. Aber nur eine Minute später führten die Schwäne – nach einem Bilderbuchkonter über die Spink-Brüder und dem eiskalten Abschluss von Phil Hungerecker – mit 1:0.
Ihr erstes Powerplay nutzte der Hauptrundenmeister mit dem 1:1-Ausgleich durch Nate Schnarr (15.). Das Überzahlspiel war von den Haien stark gespielt worden.
Insgesamt zeigte aber Wild-Wings-Torhüter Joacim Eriksson bereits im ersten Drittel hervorragende Aktionen.
Aber nur 52 Sekunden nach dem 1:1 antworteten die Gäste mit dem 2:1 durch Tyson Spink. Der Schwenninger Top-Scorer hatte – sehr clever – einen Distanzschuss von Will Weber erfolgreich an Kölns Torhüter Janne Juvonen vorbei bugsiert. Jordan Szwarz verpasste kurz vor der ersten Sirene eine gute weitere Chance der Neckarstädter.
Mit der verdienten 2:1-Führung für bis dahin stark aufspielende Wild Wings ging es in die erste Pause. Torschütze Phil Hungerecker sagte zu diesem Zeitpunkt: „Wir hatten einen guten Start. Wir haben kräftemäßig noch einiges im Tank. Wir haben ja auch die ganze Saison auf die Playoffs hingearbeitet.“
Es bleibt ein sehr enges Duell
Im Mittelabschnitt setzten die Schwenninger ihr starkes Umschaltspiel ersteinmal fort. Die Rheinländer kamen dennoch in der 28. Minute zum 2:2 durch Dominik Uher, der einen Schlagschuss von Vittasmäki abfälschte.
Die Wild Wings kamen in den Vorteil eines vierminütigen Powerplays, das sie gut aufzogen. Vier, fünf gute Chancen erspielten sich die Gäste in dieser Phase, doch es blieb beim 2:2 bis zum Ende des zweiten Drittels.
Kölns Angreifer Nate Schnarr sprach in der letzten Pause mit viel Respekt von den Neckarstädtern: „Es ist ein sehr enges Spiel. Schwenningen schaltet stark um, wir müssen aufpassen.“
Die Entscheidung
Köln kam ideal ins letzte Drittel. Nach einem blitzschnellen Konter (41.) traf Nate Schnarr zum 3:2. Die Schwäne kamen in der 52. Minute noch zu einem Überzahlspiel. Die Haie verteidigten jetzt clever. 2:45 Minuten vor dem Ende ging Eriksson erstmals vom Eis, wenig später nahm Coach Steve Walker eine Auszeit. Boaz Bassen hatte in der Schlussminute Pech bei seinem Schuss. Louis-Marc Aubry machte mit dem 4:2-Empty-Net-Goal – 23 Sekunden vor dem Ende – alles für Köln klar.
Statistik
Köln – Wild Wings 4:2 (1:2, 1:0, 2:0).
Tore: 0:1 Hungerecker (8:13 – Assists: Tyson und Tylor Spink), 1:1 Schnarr (14:47/5:4 – MacLeod, Kemiläinen), 1:2 Tyson Spink (15:39 – Weber), 2:2 Uher (27:08 – Vittasmäki, Kemilainen), 3:2 Schnarr (42:15 – Niedenz), 4:2 Aubry (59:37/5:6).
Strafen: Köln: 6 – Wild Wings: 4.
Schiedsrichter: Ansons/Hebert.
Zuschauer: 18 600 (ausverkauft).