Was genau dem Schwenninger Trainer nach der zweiten Niederlage in der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Köln nicht passt. Am Sonntag (15 Uhr) geht es in der Helios Arena ins Spiel drei.
Die Wild Wings liegen mit 0:2 in der Playoff-Viertelfinalserie (Modus „Best of 7“) gegen Köln zurück. Bevor es am Sonntag (15 Uhr) in der längst ausverkauften Helios Arena ins Spiel drei geht, steht eine erste Zwischenbilanz des Duells an.
Sichtweise Nummer eins
Es gibt zur Stunde zwei Sichtweisen vom Standpunkt her der Wild Wings.
Erstens, unabhängig wie diese Viertelfinal-Serie ausgeht, wird das Schwenninger Team am Ende sehr stolz auf seine Leistung insgesamt in diesem Playoff-Kapitel dieser Saison sein können. Besonders auf den Auftritten in diesen Wochen kann die Wild-Wings-Mannschaft in der kommenden DEL-Runde weiter aufbauen. Coach Steve Walker hat es geschafft, sein Team – auch in Sachen Mentalität – auf ein nächstes Leistungslevel zu heben.
Bisher ist ein großer Leistungsunterschied zwischen dem Hauptrunden-Meister Köln und dem Hauptrunden-Neunten vom Neckar nicht erkennbar. Schwenningen erspielte sich in den ersten beiden Duellen der Serie Chancen, um zumindest ein Spiel bereits zu ziehen.
Sichtweise Nummer zwei
Exakt genau damit verbunden ist die zweite Sichtweise der Wild Wings, die auch ein wenig kritisch zu sehen ist: Bislang wäre mehr für den vermeintlichen Außenseiter gegen Köln möglich gewesen.
Am Freitag bei der 2:4-Niederlage war das Spiel bis zur Schlussminute offen. Die Schwäne brachten eine zweimalige Führung nicht nach Hause.
Genau dieser Aspekt brachte Coach Steve Walker nach dem Schlusszeichen auf die Palme. Einstellung und Defensivarbeit seines Teams waren für den Kanadier absolut in Ordnung gewesen, „aber unser Puckmanagement in unserer offensiven Zone war heute fürchterlich“.
Dabei hatte der Wild-Wings-Trainer kurz vor der Viertelfinal-Serie gegen Köln extra noch einmal viel Verantwortung und ein sehr gutes Management bei Scheibenbesitz von seiner Mannschaft gefordert, „weil eine Mannschaft wie Köln Fehler brutal bestraft“.
Was Steve Walker bemängelt
Am Freitagabend kritisierte Walker dabei insbesondere die Entstehung des schmerzhaften 2:3 gleich zu Beginn des Schlussdrittels. Phil Hungerecker war bei einem Angriff im Drittel der Haie ein Fehlpass unterlaufen – die Kölner konterten eiskalt und mit dem Abschluss von Nate Schnarr erfolgreich.
Für den Schwenninger Trainer war diese Situation der Knackpunkt der Partie: „Wir konnten den Turnover nicht verteidigen. Es ist schwierig gegen Köln, nach einem Rückstand zurückzukommen.“
In der Crunchtime hatten die Wild Wings gute Chancen zum Ausgleich, als Joacim Eriksson sein Tor verlassen hatte. „Wir waren da nicht erfolgreich, was den Unterschied ausmachte“, so Walker abschließend.
Kölner zeigen noch keine Bestform
Dies weiß auch natürlich Haie-Coach Kari Jalonen, der Schwenningen am Freitag eine sehr gute Leistung bescheinigte: „Es war erneut ein sehr enges Spiel.“ Der Finne sah zumindest während des Spiels eine Steigerung seines Teams: „Das letzte Drittel war unser bisher bestes Playoff-Drittel. Es sah vielleicht am Ende souverän von uns aus, aber wir waren in dieser Phase immer noch zu passiv.“
Kari Jalonen lobte das Unterzahl-Spiel seines Teams, „und dass unsere vierte Reihe stark aufgespielt hat“. Aber der Kölner Coach sieht bei seiner Mannschaft leistungsmäßig weiterhin Luft nach oben.
Eisbären und München melden sich zurück
Der Blick auf die anderen drei Viertelfinal-Serien: Mit 2:0 führen die Mannheimer Adler nun in der Serie gegen Bremerhaven. Die Badener setzten sich an der Nordsee am Freitag mit 5:4 nach Verlängerung durch. Zach Solow (66.) hatte für die Adler den entscheidenden Treffer in der Overtime erzielt.
Die Eisbären Berlin glichen in der Serie gegen Straubing zum 1:1 aus. In der Uber Arena bezwang der Titelverteidiger die Tigers mit 2:1. Eisbären-Topscorer Ty Ronning schnürte dabei einen Doppelpack.
1:1 steht es nun auch in der Serie zwischen München und Ingolstadt: Die Münchner schlugen nach ihrer 5:6-Auftaktniederlage mit einem imponierenden 6:1 in Ingolstadt zurück.