Die Wild Wings müssen sich mit 2:5 in Ingolstadt geschlagen geben. Mirko Höfflin ist einverstanden mit der Leistung, „aber wir hätten besser die Chancen nutzen müssen“.
Die Wild Wings haben in der DEL am Sonntagabend beim Top-Team Ingolstadt – etwas unglücklich – mit 2:5 verloren. In den letzten 20 Minuten hatte es Schwenningen bei guten Chancen in der Hand zu punkten. Auf jeden Fall stimmte leistungsmäßig die Antwort der Neckarstädter nach ihrem 2:6-Heimdebakel am Freitag gegen Bremerhaven. Die Wild Wings bleiben Achter.
Die Ausgangslage
Wie erwartet, gab es bei der Schwenninger Aufstellung – im Vergleich zur 2:6-Heimniederlage am Freitag gegen Bremerhaven – Veränderungen. Ins Tor kehrte Joacim Eriksson zurück. Im Angriff war Boaz Bassen wieder dabei. Jordan Szwarz und Alex Karachun rotierten dafür raus.
Die Ingolstädter wurden am Freitag nach elf Siegen in Folge (Clubinterner Rekord) mit einem 0:2 in München ausgebremst und verloren vorübergehend die Tabellenführung an Mannheim. Im Tor der Panther stand gegen Schwenningen Brett Brochu.
Vor dem Spiel wurde bekannt, dass der Ingolstädter Nationalverteidiger Leon Hüttl seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat.
Das erste Drittel
Mit einer stabilen Leistung fanden die Wild Wings in die Partie rein und schafften in der 10. Minute die 1:0-Führung. Tyson Spink erzielte dabei sein 100. DEL-Tor nach starker Vorabeit von Kyle Platzer (mit nur einer Hand aufgelegt). Doch die Schwenninnger Freude währte nicht lange: In der 12. Minute glich Ingolstadts Top-Scorer und Saison-Überflieger Riley Barber (21. Saisontor) – clever – gegen Eriksson zum 1:1 aus.
Tyson Spink zeigte sich in der ersten Pause bis dahin mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Aber wir können die Kleinigkeiten noch besser machen.“
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt störten die Wild Wings zunächst effektiv das Spiel der Schanzer, doch in der 28. Minute ging Ingolstadt mit 2:1 in Führung: Nach einem starken Rückhandpass von Girduckis hatte Daniel Schmölz (28.) zu viel Platz, als er die Scheibe im Schwenninger Tor unterbrachte.
Wenige Augenblicke später verwandelte Tyson Spink clever einen Penalty zum 2:2. Die Wild Wings verteidigten in der Folgezeit intelligent und wirksam. Das Unentschieden hatten sich die Gäste vor dem Schlussdrittel absolut verdient.
Das dritte Drittel
Fünf Minuten waren im letzten Drittel gespielt, als die Wild Wings das 2:3 nach einem hervorragenden Schuss von Myles Powell kassierten. Schwenningen zeigte aber weiterhin eine gute Leistung, auch wenn in der Crunchtime ein Powerplay nicht genutzt werden konnte.
Dann musste Phil Hungerecker in die Kühlbox, was die Situation für die Gäste kompliziert machte. Coach Steve Walker nahm dennoch Eriksson vom Eis, ging natürlich All In – Ingolstadt stellte den Endstand jedoch durch zwei Empty-Net-Tore auf 5:2.
Statistik
Ingolstadt – Wild Wings 5:2 (1:1, 1:1, 3:0).
Tore: 0:1 Tyson Spink (9:23 – Assist: Platzer), 1:1 Barber (11:24 – Hüttl, Sheen, 2:1 Schmölz (27:53 – Hüttl/Girduckis), 2:2 Tyson Spink (Penalty/29:07), 3:2 Powell (44:04 – Hüttl, Ruopp), 4:2 Powell (58:58 – Empty-Net), 5:2 Abbandonato (59:22 – Empty-Net).
Strafen: Ingolstadt: 6 plus 10 Minuten Hüttl/59:22 – Wild Wings: 8 plus 10 Minuten für Tyson Spink/59:22. Schiedsrichter: Hebert/Huber.
Zuschauer: 3927.